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In Altersheimen präventiv auf Corona testen
Aus 10 vor 10 vom 19.01.2021.
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Corona-Teststrategie Soll in Alters- und Pflegeheimen regelmässig getestet werden?

Der Branchenverband Curaviva verlangt, dass in Heimen regelmässig getestet wird – die Kosten soll der Bund übernehmen.

Für Alters- und Pflegeheime stelle das Coronavirus eine grosse Herausforderung dar, betont Markus Leser, Bereichsleiter des Branchenverbands Curaviva. Corona-Infizierte ohne Symptome können nämlich das Virus – zunächst unbemerkt – im Heim verbreiten und viele andere Menschen anstecken.

Personal einmal pro Woche testen

«Deshalb ist es am besten, man testet möglichst alle oder möglichst viele Menschen, um einen Ausbruch in einem Heim zu verhindern», so Leser. Im Kanton Basel-Landschaft werden Pflegepersonal und Heimbewohner bereits regelmässig getestet. Curaviva fordert die anderen Kantone auf, diesem Beispiel zu folgen.

Und der Verband verlangt weiter, dass der Bund ab sofort die Kosten für solche präventiven Tests übernehmen soll. Auch die Gesundheitskommission des Nationalrates schlägt vor, dass der Bund vorübergehend freiwillige Tests in Altersheimen finanzieren soll. Am besten sollten dort alle Personen einmal pro Woche getestet werden.

Bundesrat soll in die Bresche springen

Kommissionspräsidentin und Mitte-Nationalrätin Ruth Humbel kritisiert, dass die meisten Kantone nicht schon von sich aus aktiv wurden. Jetzt gelte es aber keine Zeit zu verlieren, deshalb soll der Bundesrat in die Bresche springen. «Gerade in der jetzigen Zeit ist vermehrtes Testen nötig, damit wir auch rechtzeitig erkennen, ob sich dieses mutierte, noch ansteckendere Virus verbreitet.»

Flächendeckende und regelmässige Tests in den Alters- und Pflegeheimen verlangt auch die Gewerkschaft Unia. Hier seien Bund und Kantone gefordert. Die Idee, in Altersheimen regelmässig Corona-Tests durchzuführen, findet auch Rudolf Hauri, der oberste Kantonsarzt, prüfenswert.

Die Vorschläge und Forderungen sind also auf dem Tisch. Der Bundesrat will sich laut Angaben des Bundesamtes für Gesundheit schon bald zur Teststrategie in den Altersheimen äussern.

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SRF 4 News, Heute Morgen, 20.1.2021, 6 Uhr

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Barbara Matusz  (B.Matusz)
    Liebe Journalisten + Politiker diese Diskussion hätten wir vor 2 Monaten schon führen müssen, aber damals habt ihr ja lieber Skifahrer gezählt.
    Aber eben, Lösungen finden und nicht nur meckern ist ja so schwierig.
    Gestern erst in 10 vor 10, und heute schon unter ferner liefen.
    Ich bin übrigens voll für die Variante testen und vom Bund bezahlen.
    Kosten - Nutzen Rechnungen, können dann in 2 Jahren erstellt werden.
  • Kommentar von Christian Pinzon  (Chris Hilfspfleger)
    Test währen Verhältnismässig richtig, zu diesem Zeitpunkt der Pandemie vermutlich nicht mehr Nützlich. 50 % der Todesfälle aus dem Altersheim entspricht etwa 5% aller Bewohner. Mit Dunkelziffer ist eine Grundimmunität wahrscheinlich.
  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Seit dem Schnelltests vorhanden sind, gibt es für mich keine Alternative zum Testen aller, die täglich ein Heim betreten. Das mag für eine gewisse Zeit höhere Kosten und Aufwand verursachen. Doch nebst dem Menschlichen rein ökonomisch überlegt, nimmt aus Angst niemand den Platz eines verstorbenen Menschen ein, ist der Schaden auf längere Zeit wohl um einiges höher. Auch wenn nicht jeder Test korrekt anzeigt, ist die Wahrscheinlichkeit meine ich höher, dass sich das Virus weniger verbreitet.