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Corona-Impfstart in der Zentralschweiz
Aus HeuteMorgen vom 23.12.2020.
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Coronaimpfung Kantone beginnen mit den Impfungen

Heute beginnen in der Zentralschweiz die Impfungen. Gewichtige Stimmen warnen vor einem Wettbewerb unter den Kantonen.

Das Warten hat ein Ende. Heute Morgen werden die ersten Schweizerinnen und Schweizer gegen Corona geimpft. Wie Armeesprecher Stefan Hofer bestätigt, sind gestern im Verlauf des Vormittags die ersten 107'000 Dosen des ersten zugelassenen Impfstoffs über die Autobahn ins Land gekommen.

Den Impfauftakt macht dabei der Kanton Luzern. Der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf rechnet damit, dass der Kanton heute 5000 Dosen bekommt. «Die sind für unsere Bürgerinnen und Bürger in den Alters- und Pflegeheimen reserviert», erklärt er.

Die Impfkampagne wird kompliziert

Obwohl rund 100 000 Impfdosen im Land sind, wird die Impfkampagne komplex. Nur schon der Kanton Luzern rechnet mit einem Bedarf von 500 000 Impfdosen. Das Problem dabei: Auch alle anderen Kantone wollen möglichst rasch möglichst viele Impfdosen erhalten. Gleichzeitig gilt es, darauf zu achten, dass der Impfstoff ständig auf minus 70 Grad gekühlt wird. Ansonsten verdirbt er.

Neben Luzern wollen heute weitere Zentralschweizer Kantone sowie Appenzell Innerrhoden mit dem Impfen beginnen, ebenfalls in den Pflegezentren. Die restlichen Kantone folgen nächste oder übernächste Woche.

Wir wollen keinen Wettbewerb unter den Kantonen. Denn punkto Sicherheit gibt es keine Kompromisse.
Autor: Rudolf HauriPräsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte der Schweiz

Obschon viele begrüssen, dass es mit dem Impfen zügig vorangeht, gibt es auch gewichtige, mahnende Stimmen. Eine davon ist Rudolf Hauri. Der Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärzte warnt vor einem Wettlauf: «Wir wollen keinen Wettbewerb unter den Kantonen. Denn punkto Sicherheit gibt es keine Kompromisse», gibt er zu bedenken.

So müsse etwa das Personal gut geschult werden. Zudem müsse nicht nur die Kühlkette gewährleistet sein, es brauche auch Impfzentren im ganzen Land.

Wenn alle geimpft werden sollen, die dies wünschen, stehen die 26 Kantone also vor einer komplexen Aufgabe. Zudem wird der Impfstoff nur in Raten geliefert. Sprich: Heute werden zwar die ersten Personen gegen Covid-19 geimpft, dennoch wird es aber wohl Sommer, bis genügend Impfstoff für einen Grossteil der Bevölkerung vorhanden ist.

COVID-19ImpfstoffQuelle: BAG, sda, Biontech/Pfizer, Stand: 23.12.2020Der Covid-19-Impfstoff* – vom Labor zum ImpfstartAnwendungBeschleunigtes Zulassungsverfahren:Swissmedic lässt Impfstoff ab dem 19. Dezember 2020 in der Schweiz zu.EntwicklungVirusanalyse von Biontech (D) und Pfizer (USA)Drei Testphasen inkl. Tests an Tieren und später an ca. 30‘000 PersonenProduktionProduktion des Impfstoffs schon während des Zulassungsverfahrens mit Risiko auf NichtzulassungLagerungBehörden machen aus Sicherheitsgründen keine Angaben zum Lieferweg.Erste Lieferung von 107'000 Impfdosen am 22. Dezember 2020Bestellt sind 3 Mio. Impfdosen (Biontech/Pfizer)Armeeapotheke liefert Impfstoff an die Kantone.Anzahl der Impfdosen prozentual zur kantonalen BevölkerungszahlImpfstoff wird bei -70 bis -80 Grad gelagert.Bis zu 5 Tagen Lagerung im Kühlschrank möglichZulassungLieferung in die SchweizLieferung an die Kantone*von Biontech/PfizerImpfstart in der SchweizImpfungen erfolgen in Impfzentren (später auch in Spitälern und Apotheken)Impfstoff muss aufgewärmt sein, um ihn zu spritzenPro Person sind zwei Impfdosen notwendigMindestens 21 Tage Differenz zwischen 1. und 2. DosisSchutz tritt ca. 7-14 Tage nach 2. Impfung einWoche ab 21. DezemberWoche ab 28. DezemberWoche ab 4. JanuarWoche ab 11. JanuarZeitpunkt noch unbekanntGEVDNEFRVSBEJUSOBLBSAGZHSHTGSGAIARGRTIGLURNWOWLUSZZG
Video
Aus dem Archiv: Christoph Berger zur Wirksamkeit des Impfstoffes
Aus News-Clip vom 22.12.2020.
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HeuteMorgen, 23.12.2020, 06:00 Uhr;

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58 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Niederhauser  (M.Niederhauser)
    Natürlich birgt die Impfung ein gewisses Risiko.Aber was ist die Alternative?Bis jetzt haben sich 5% der Bevölkerung nachweislich angesteckt,mit Dunkelziffer vielleicht 10%.Es würde also noch Jahre dauern,bis ein weitgehender Schutz erreicht ist.Wer würde das aushalten?Es muss sich niemand impfen lassen,die Schweiz kennt keinen Impfzwang!
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  • Kommentar von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
    Es ist kein Impf-Wettbewerb unter den Kantonen. Die wenigen Dosen die geliefert wurden, werden jetzt sofort für die ersten Heimbewohner verwendet. Jeder Tag zählt - wer bereit ist impft was vorhanden ist und rettet Leben, und die anderen brauchen halt noch ein paar Tage.
    Dumm wäre man würde die wenigen Impfdosen jetzt unnötig horten und abwarten bis alle Kantone bereit wären.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    "Impf-Wettbewerb" ? Es gibt noch keine Garantie für ganzheitliche, langfristige Wirkung gegen den COVID-19-Virus! Zudem sind schon die nächsten VIREN aktiv und unterwegs...
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    1. Antwort von Martin Niederhauser  (M.Niederhauser)
      Es muss sich niemand impfen lassen!
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