Zum Inhalt springen

Header

Video
Spitäler bereiten sich auf zusätzliche Coronavirus-Fälle vor
Aus 10vor10 vom 27.02.2020.
abspielen
Inhalt

Coronavirus in der Schweiz Sind die Spitäler und Behörden vorbereitet?

Seit die ersten Fälle im Tessin bekannt wurden, breitet sich das Virus langsam in der Schweiz aus. Gestern sind vereinzelte Fälle auf der Alpennordseite vermeldet worden. Dass es noch mehr Fälle hierzulande geben wird, ist unumstritten.

Damit es aber nicht zu einer explosionsartigen Ausbreitung kommt, müssen jetzt Massnahmen getroffen werden, erklärt der Pandemie-Experte von der Universität Basel Richard Neher. «Wir sehen, dass sich das Virus immer dann sehr gut überträgt, wenn viele Menschen nahe beieinanderhocken», so Neher.

So müsse es jetzt eine «soziale Distanzierung» geben, Hygienemassnahmen sollen konsequent umgesetzt und Grossveranstaltungen vermieden werden. Denn bei einer schnellen Ausbreitung würden die Spitäler an ihre Grenzen kommen.

Infoline des Bundes

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat für Fragen zum neuartigen Coronavirus eine Infoline eingerichtet:
Telefonnummer 058 463 00 00
Sie ist täglich während 24 Stunden erreichbar.

Auf der Webseite des BAG, Link öffnet in einem neuen Fenster gibt es tagesaktuelle Informationen.

Der Bund gibt die Strategien vor

«Es gibt es keinen Grund zur Panik. Wir sind gut gerüstet für den ersten Krankheitsfall. Im Moment haben wir genügend Betten», erklärt Nathalie Rickli, Gesundheitsdirektorin des Kantons Zürich, an der Pressekonferenz zum Coronavirus. Der Kanton Zürich hat neun Spitäler ernannt, die sich um Coronavirus-Patienten kümmern werden. Insgesamt hat man 61 Betten für Erwachsene und 12 für Kinder vorgesehen.

Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, dann kann man davon ausgehen, dass Grossveranstaltungen verboten werden.
Autor: Thomas StruplerDirektor Bundesamt für Gesundheit

Thomas Strupler, der Direktor des Bundesamts für Gesundheit (BAG), erklärt, dass es jetzt darum geht, die Ausbreitung des Virus zu verhindern: «Wenn sich die Lage weiter zuspitzt, dann kann man davon ausgehen, dass Grossveranstaltungen verboten werden.» Noch heute erlaubt es die Lage, dass die Kantone selbst entscheiden, ob sie eine Veranstaltung durchführen wollen. Im Fall einer explosionsartigen Ausbreitung würde das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weitere Schritte implementieren.

Militärische Unterstützung erst im Ernstfall

Bei einer schnellen Ausbreitung könnten beispielsweise auch provisorische Spitäler von der Schweizer Armee eingerichtet werden. Aber dass man mit den zivilen Spitälern am Anschlage ist, sei noch in weiter Ferne, bestätigt auch der Zürcher Kantonsarzt Brian Martin: «Erst in einem ganz späten Stadium kommen in Zürich Zivilschutzanlagen in Frage.»

Es konnte weltweit beobachtete werden, dass nur wenige Patienten im Spital behandelt werden mussten.
Autor: Brian MartinKantonsarzt Zürich

Denn bei einer Überlastung der Spitäler würde man die Patienten zuerst bei ihnen zu Hause pflegen, bis dies nicht mehr möglich ist. «Es konnte weltweit beobachtete werden, dass nur wenige Patienten im Spital behandelt werden mussten», erklärt Martin.

NEWSQuelle: bag.admin, 26.02.2020So können Sie sich schützenWaschen Sie sich regelmässig die Hände mitWasser und Seife oder nutzen Sie ein Hand-Desinfektionsmittel.Niesen oder husten Sie in ein Taschentuchund entsorgen Sie es. Wenn Sie kein Taschen-tuch haben, niesen oder husten Sie in Ihre Armbeuge.Vermeiden Sie Kontakt zu Personen mitAtembeschwerden oder Husten.Bleiben Sie bei Symptomen wie Atem- beschwerden, Husten oder Fieber zuhause.Kontaktieren Sie umgehend –zuerst telefonisch – eine Ärztin, einen Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.Einfache Hygienemasken in der Öffentlichkeit schützen Gesunde nicht zuverlässig vorAnsteckung. Sie mindern eventuell das Infektionsrisiko, weil man seltener mit den Händen das Gesicht berührt. Bei bereits Erkrankten können Hygienemasken die Weiterverbreitung der Viren aber deutlich reduzieren.

Tagesschau, 27.02.2020

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

9 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
    Sind die Spitäler vorbereitet??? Wenn viele Infizierte in Spitälern in Isolierzimmern gehalten werden, braucht es einen zusätzlichen Aufwand an Pflegepersonal. So schnell kann dann nicht von einem Zimmer ins andere gehuscht werden. Allein der Aufwand bis das Zimmer betreten und am Schluss verlassen werden kann benötigt Zeit!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Julian Schmid  (Julian Schmid)
    Ich finde vor allem die Menschen, die sich in Norditalien aufhielten sollten vorsichtig sein. Sieben von acht Fälle in der Schweiz haben sich dort angesteckt. Somit kommt das Virus in die Schweiz und wird verbreitet. Also ich persönlich würde dieses Wochenende sichern nicht nach Norditalien reisen..
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Martin Egger  (Martin Egger)
    Frage: wenn man eine Hygienemaske trägt, muss man dann auch in ein Taschentuch niesen, oder sollte man dann in die Maske niesen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen