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Virologin: «Wir sind weit von einer Herdenimmunität entfernt»
Aus News-Clip vom 23.04.2020.
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Coronavirus in Genf Infizierungsrate ist tiefer als erwartet

Erste Resultate einer Studie des Genfer Universitätsspitals zeigen, dass sich 5.5 Prozent der Genfer Bevölkerung mit dem Coronavirus angesteckt haben. Bisher wurde das Blut von 760 Personen untersucht.

Die sogenannte Seroprävalenz von 5.5 Prozent ist eine Schätzung aufgrund der ersten Ergebnisse. Die Untersuchung dauert insgesamt acht Wochen und wird an mehreren Tausend Personen durchgeführt.

Eine Ambulanz fährt am Hauptgebäude des Universitätsspital Genf vorbei.
Legende: Am Universitätsspital Genf wurde erstmals die Infizierungsrate der Genfer Bevölkerung ermittelt. Keystone / Archiv

Man könne zurzeit noch keine detaillierten Auswertungen machen bezüglich der Verteilung in der Bevölkerung, sagt Isabella Eckerle, Virologin des Unispitals Genf: «Was sich aber schon abzeichnet, ist, dass der Anteil an infizierten Personen kleiner ist als erhofft». Und dies bedeute, dass es lange dauern werde, bis ein grosser Teil der Bevölkerung dem Virus ausgesetzt war.

Der Kanton Genf ist einer der am stärksten betroffenen Kantone in der Schweiz. Positiv auf Covid-19 getestet wurden bisher 4710 Personen, rund 1000 Personen waren seit Ausbruch der Epidemie in Spitalpflege in Genf.

Die Infizierungsrate wird wohl zunehmen

Gemäss der Studienresultate wären aber rund 27’000 Personen in Genf mit dem Coronavirus infiziert. Dass die tatsächliche Zahl von Infizierten weit höher liege, als die positiv getesteten sei zu erwarten gewesen, da man bisher nur selektiv getestet habe. Am Unispital Genf geht man davon aus, dass die Seroprävalenz in den nächsten Wochen aufgrund der jüngsten Zunahme der Covid-19 Fälle im Kanton zunehmen wird.

Die Erhebung basiert auf dem Nachweis von spezifischem Immunglobulin Typ G, das sich gegen den Erreger richtet. Ob die Existenz von Antikörpern bedeutet, dass man gegen das Coronavirus immun ist, wissen die Virologen noch nicht.

SRF 4 News, 23. April 2020, Heute Morgen, 6:30 Uhr

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70 Kommentare

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  • Kommentar von Richard Limahcer  (Limi)
    Die vielen unerkannten Infektionen sind schlechte Karten für eine Kontaktverfolgung.
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    1. Antwort von Nick Schaefer  (Nick Schaefer)
      Contact Tracing ist einfach. Es braucht ein wenig Personal. Davon hat es momentan 2 Millionen Unterbeschäftigte in der Schweiz. Bei momentan 500 Neudiagnosen pro Tag genügen 500 Teams aus 4-5 Personen. Also 2500 Personen.
      Am besten gut lokal verankerte, telefonkundige, nette, Mitmenschen.Jeder Geschäftsinhaber oder Wirt also.
      In Afrika/Ebola und in Indien/Tb wird das millionenfach seit Jahren getan.
      NPR Artikel: "How do you do contract tracing: Poor countries have plenty of advice."
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  • Kommentar von Nick Schaefer  (Nick Schaefer)
    Die Anzahl der in der CH noch aktiven, unerfassten, asymptomatischen Virenüberträger:41'242.
    In meinem letzten Kommentar hier habe ich basierend auf Genf für die CH die Anzahl der jetzt noch aktiven, Asymptomatischen Virenträger hochgerechnet. Hilfsdaten kamen von Statistik ZH mittels Corona-Data. Jeder dieser 41242 Virenüberträger kann in der CH die zweite Welle auslösen. Unsere Reproduktionszahl R0 ist zu knapp unter 1, wir öffnen ohne massive Gegenmassnahmen. Die 2. Welle ist garantiert.
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  • Kommentar von Nick Schaefer  (Nick Schaefer)
    27'000 Infizierte hochgerechnet. Daraus immens wichtigen Faktor A_aktiv der noch aktiven Asymptomatischen pro aktive Diagnose ableiten; auf CH hochrechnen: Die 27'000 Infizierten sind eine Totale, die Erfassten enthalten auch 3000 Genesene+ 213 Tote; mittlere Virenausscheidungsdauer beträgt 20 Tage (Heneghan, Brassey, UniOxford). Vor 20 Tagen 3300 Fälle in Genf erfasst. Somit Asym = 27'000-4700, Asym_aktiv=Asym*(4700-3300)/4700 =6643, und A_aktiv=6643/(4700-3300)= 4.8.
    CH_Asym_aktiv=41242 !
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