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Die Hoffnung auf den Impfstoff
Aus 10 vor 10 vom 09.11.2020.
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Covid-Impfung Vielversprechender Impfstoff – wie geht es nun weiter?

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum offenbar hochwirksamen Covid-19-Impfstoff von Pfizer und Biontech.

Wann kommt der Impfstoff von Pfizer und Biontech auf den Markt? Eine Notfallzulassung für die USA wird noch im November beantragt. Doch bis zu den ersten Verabreichungen der Impfdosen wird es noch dauern. Experten gehen davon aus, dass frühestens Ende Jahr Impfungen zur Verfügung stehen könnten. Pfizer und Biontech hoffen, noch in diesem Jahr 50 Millionen Impfdosen herstellen zu können. Für eine Impfung braucht es jeweils zwei Dosen, das würde also für 25 Millionen Menschen reichen. Zum Vergleich: 2021 sollen dann 1.3 Milliarden Impfdosen produziert werden.

Welche Länder bekommen den Impfstoff zuerst? Verschiedene Länder haben Vorbestellungen getätigt, so die USA für 100 Millionen Dosen (plus eine Option für 500 Millionen weitere), aber auch Grossbritannien, Japan oder Deutschland. Auch Spanien wird laut dem Gesundheitsminister unter den ersten Ländern sein und zu Beginn 40 Millionen Dosen erhalten. Die EU will zudem morgen einen Vertrag über insgesamt 300 Millionen Dosen abschliessen.

Kommt der Impfstoff auch in die Schweiz? Die Schweiz hat keine Vorbestellung bei Pfizer und Biontech getätigt. Entsprechende Verträge existieren jedoch mit den Herstellen Moderna und AstraZeneca. Der Bund verhandelt laut eigenen Angaben laufend mit weiteren Herstellern und ist auch Mitglied der internationalen Initiative COVAX, welche die Versorgung von 20 Prozent der Bevölkerung bis Ende 2021 garantiert. Zudem hat Swissmedic bereits mit einem rollenden Zulassungsverfahren des Impfstoffs von Pfizer und Biontech begonnen, ein Zulassungsgesuch ist im Oktober eingetroffen. Es ist nach demjenigen von AstraZeneca das zweite.

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Samia Hurst: «Es wäre besser, wir hätten verschiedene Impfstoffe»
Aus News-Clip vom 10.11.2020.
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Gibt es einen Zeitplan für die Impfung in der Schweiz? Nein. An einer Medienkonferenz von Experten des Bundes, der Kantone und der Taskforce wurden keine Aussagen diesbezüglich gemacht. Stefan Kuster vom BAG erklärte, aufgrund eines ersten positiven Zwischenresultats einer Studie, welche zudem auf jungen, wenig kranken Beteiligten basiere, sei es «viel zu früh», Aussagen über den Fahrplan zu machen. Samia Hurst von der Task-Force dämpfte die Erwartungen noch weiter: Aus wissenschaftlicher Sicht seien aussagekräftige Ergebnisse von Impfstudien erst Mitte 2021 zu erwarten.

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Stefan Kuster: «Viel zu früh für Prognose in Bezug auf sicheren Impfstoff für die Schweiz»
Aus News-Clip vom 10.11.2020.
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Wer wird sich in der Schweiz zuerst impfen können? Dazu gibt es noch keine abschliessende Antwort. Stefan Kuster vom BAG erklärte vor den Medien, es sei jedoch für niemanden eine Überraschung, dass Risikogruppen und deren «enge Umgebung» im Zentrum der Impfstrategie stünden. Ziel sei es, 60 bis 70 Prozent der Personen in der Schweiz impfen zu können, wenn ein oder mehrere Impfstoffe vorliegen. In einer SRF-Umfrage hatten jedoch lediglich knapp 16 Prozent der Befragten erklärt, sich sofort impfen wollen zu lassen, sobald ein Impfstoff vorliegt.

Ist die Schweiz bereit für die Verteilung eines Impfstoffes? Entsprechende Vorbereitung würden in den Kantonen laufen, sagte Thomas Steffen, Kantonsarzt von Basel-Stadt. Je nachdem sei die Verteilung eine grosse logistische Herausforderung, welche man sorgfältig planen müsse. Zunächst müsse definiert werden, wer zuerst geimpft werden soll. Beim Impfstoff von Pfizer und Biontech sei das Problem, dass er bei Minus 70 Grad transportiert und dann weiter gekühlt werden müsse – dies spreche typischerweise für die Verteilung in Impfzentren. Bei anderen Impfstoffen könne das anders aussehen.

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Thomas Steffen: «Impfstoff-Verteilung wird eine logistische Herausforderung»
Aus News-Clip vom 10.11.2020.
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Quellen: Nature- Florian Krammer; NYT; FDAhttps://www.nature.com/articles/s41586-020-2798-3https://www.nytimes.com/interactive/2020/04/30/opinion/corona-virus-covid-vaccine.htmlhttps://de.wikipedia.org/wiki/Klinische_Studie?veaction=edit&section=6Der Impfstoff-SprintEs dauert meist viele Jahre, einen Impfstoff zu entwickeln. Die Corona-Pandemie zwingt Unternehmen, Institute und Behörden zu neuen Wegen.COVID-19ImpfstoffNormales VerfahrenBeschleunigtes VerfahrenProduktionZulassung1 2345678 9101112131415JahreJahreMit Risiko auf NichtzulassungPhase III nach frühzeitigen Zwischen-analysenIn rollendem ProzessBasierend auf existierenden Prozessen von SARS- und MERS DesignEntwicklung15 Jahre oder mehrProduktionmehrere JahreKlinische TestsVerträglichkeitstests (~20-80 Personen)Phase I1 – 2 JahreDesignPräklinische Experimente und Design eines möglichen Impfstoffesmehrere Jahre10 – 18 MonateKlinische TestsIIIIIIEntwicklungEntwicklung des Produktionsprozesses und toxikologische Studien (Tierversuche)2 – 4 JahreZulassung1 – 2 JahreLizenzierungdurch BehördenPhase II2 JahreKlinische TestsÜberprüfung Konzept, Bestimmung der Dosis(~50-200 Personen)Klinische TestsPhase III2 – 3 JahreWirksamkeitsnachweis Marktzulassung der Therapie(~1000+ Personen)

SRF4 News, 10.11.2020, 14 Uhr

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Roger Baur  (Robabi)
    Dann soll der Bund jetzt aber vorwärts machen in der Bevölkerung den Impfstoff zur Verfügung stellen.
  • Kommentar von Roland Raphael  (Roland Raphael)
    Vielversprechend? Was wird denn da versprochen? Immunität ohne Nebenwirkung und Reisefreiheit in alle Länder? Wohl nur in der Märchenstunde.
  • Kommentar von Brigitta Kempf  (WellCon)
    Diese RNA-Impfung ist meines Erachtens höchst bedenklich! Nicht nur weil verschwiegen oder zu mindest verharmlost wird, was es für dauerhaft verändernde Einflüsse auf die Genstruktur im Menschen hat, sondern weil absolut keine Langzeitstudien zu Nebenwirkungen vorliegen (können).
    1. Antwort von Reto Camenisch  (Horatio)
      Die RNa-Impfung kann die menschlichen Gene überhaupt nicht verändern. Es ist keine Gen-Manipulation, sondern ein Aufbau von Antikörperzellen....
      Siehe Wikipedia, https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-212018/impfen-mit-genen/
    2. Antwort von Katharina Alder  (katharinaalder)
      Sie verbreiten hier Veschwörungsansätze. Es wird nichts verschwiegen. mRNA dringen nicht in den Zellkern ein, ergo keine Einflüsse auf Genstruktur. Punkt. RNA ist keine DNA Impfung. Es wäre hilfreich, wenn nicht jede/r irgendwelche Dinge vom Hörensagen als Wahrheit weitertrompetet.