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Bundesrat präsentiert geplante Lockerungen ab 28. Juni
Aus Tagesschau am Vorabend vom 11.06.2021.
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Das Neueste zur Coronakrise Boris Johnson lehnt Patentaufhebung bei Corona-Impfstoffen ab

  • Kein Ende des Corona-Impfpatentschutzes, wenn es nach dem britischen Premierminister Boris Johnson geht. Er will vielmehr die Produktions-Ressourcen in den armen Ländern selbst stärken.
  • Das sind die Lockerungen in der Schweiz ab dem 28. Juni: Keine Maske mehr im Freien, in Restaurants sechs Personen pro Tisch im Inneren, Discos offen für Personen mit Covid-Zertifikat: Das schlägt der Bundesrat per 28. Juni vor.
  • Das BAG meldet am Freitag 354 neue Infektionen und 3 Verstorbene. Hospitalisierte: 337 (-20 Prozent zur Vorwoche). 7-Tageswert Neuinfektionen: 404 (-37 Prozent).
  • Bisher wurden in der Schweiz 5'810'914 Impfungen verabreicht (Stand: Mittwoch). Damit werden durchschnittlich 90'821 Personen pro Tag geimpft. Das sind 5.5 Prozent mehr als in der Vorwoche. Aktuell sind 25.7 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. 15.8 Prozent haben bereits eine Dosis erhalten.
  • Bis Ende Juni soll das Covid-Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete in der ganzen Schweiz zur Verfügung stehen. Wann Ihr Kanton es ausstellt, erfahren Sie in unserer Übersicht.
  • Die Glückskette, Link öffnet in einem neuen Fenster verstärkt angesichts der dramatischen Lage in vielen Ländern ihre Spendenaufrufe für die Sammelaktion «Coronavirus International».
  • In unseren Grafiken zu den Impfungen und den Fallzahlen in der Schweiz, zur Belegung der Intensivstationen in der Schweiz und den Fallzahlen weltweit können Sie sich über die Entwicklung der Pandemie informieren.

Der Ticker startet um 5:30 Uhr

  • 5:30

    Deutscher Gesundheitsminister will Maskenpflicht draussen aufheben

    Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn spricht sich für ein Ende der Maskenpflicht aus. In einem ersten Schritt könne die Maskenpflicht draussen entfallen, sagte der CDU-Politiker laut einem Vorabericht gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote könne sie nach und nach auch drinnen verschwinden.

    Jens Spahn verfolgt im Plenum eine Debatte
    Legende: Keystone
  • 4:03

    Apotheken in Deutschland geben digitalen Impfnachweis aus

    In Deutschland beginnen Apotheken diesen Montag schrittweise mit dem Ausstellen digitaler Corona-Impfnachweise. Wer bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, kann sich dort nachträglich eine Bescheinigung mit dem für den digitalen Impfpass nötigen QR-Code abholen. Die Apothekerverbände wiesen zuvor allerdings darauf hin, dass die Zahl der teilnehmenden Apotheken in den ersten Tagen aus technischen und organisatorischen Gründen noch begrenzt sei und baten um Geduld.

    Handy scannt QR-Code für Impfausweis
    Legende: Keystone
  • 2:33

    Frankreich verteilt doppelt so viele Impfdosen wie vorgesehen

    Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Frankreich doppelt so viele Impfdosen für ärmere Länder zur Verfügung stellen wie ursprünglich vorgesehen. «Frankreich hat seine eigenen Zusagen in diesem Zusammenhang verdoppelt und erhöht ganz konkret von 30 auf 60 Millionen Dosen, die bis Ende des Jahres verteilt werden», sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Sonntag nach dem dreitägigen G7-Gipfel im englischen Cornwall.

  • 21:16

    Impfallianz Gavi begrüsst G7-Versprechen

    Die Impfallianz Gavi in Genf hat das Versprechen der reichen G7-Industriestaaten begrüsst, ärmeren Ländern viel mehr Impfdosen zu verschaffen - aber zugleich Nachbesserungen angemahnt. «Wir brauchen mehr, und wir brauchen es schneller», sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, am Sonntag. «Wir sind in dem Rennen unseres Lebens, aber es ist kein faires Rennen», sagte Tedros. «Die meisten Länder haben kaum die Startlinie verlassen.»

  • 19:41

    Johnson lehnt Patentaufhebung bei Corona-Impfstoffen ab

    Der britische Premierminister Boris Johnson lehnt eine Aufhebung von Patenten für die Herstellung von Corona-Impfstoffen weiterhin ab. Zentral sei, weltweit Produktionsstätten aufzubauen, vor allem in Afrika, sagte Johnson zum Abschluss des G7-Gipfels. Auch Know-how müsse geteilt werden. Aber zugleich müssten Anreize für Innovationen geschützt werden, mahnte Johnson. Der richtige Weg sei es, Impfstoffe zum Selbstkostenpreis zu verteilen, wie es der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca tut.

    Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hatte am Vortag bei einer virtuellen Pressekonferenz die Teilnehmer des G7-Gipfels dringend dazu aufgerufen, den Patentschutz für Impfstoffe vorübergehend aufzuheben. Das sei essenziell, um grosse Teile der Weltbevölkerung bis zum nächsten Jahr vor dem Coronavirus zu schützen, so der WHO-Generaldirektor.

    Boris Johnson bei seiner Abschlussrede am G7-Gipfel.
    Legende: Keystone
  • 18:38

    Südafrika fordert Einhaltung von G7-Impfstoffzusagen

    Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat die G7-Staaten aufgefordert, ihr Versprechen einzuhalten, ärmeren Ländern verstärkt bei der Finanzierung von Corona-Impfstoffen zu helfen. «Wir müssen die beträchtliche Finanzierungslücke für Tests, Behandlungen, kritische Versorgung wie Sauerstoff und die Gesundheitssysteme schliessen», sagte Ramaphosa, der auch der Afrikanischen Union vorsitzt, während des Spitzentreffens in Carbis Bay im englischen Cornwall.

    Die Finanzierungslücke von 16,8 Milliarden US-Dollar des Programms ACT Accelerator der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Corona-Impfstoffe, Diagnostika und Tests fördert, müsse schnellstens geschlossen werden, teilte die südafrikanische Regierung in einer Mitteilung am Sonntag mit. Seit Februar wurden durch das Programm mehr als 69 Millionen Dosen Impfpräparate an bedürftige Länder verteilt.

  • 17:35

    Mario Draghi: Impfkampagne werde nicht beeinträchtigt

    Italiens Ministerpräsident Mario Draghi tritt Befürchtungen entgegen, dass die heimische Impfkampagne gebremst wird. Hintergrund ist die Entscheidung, dass in dem Land nur noch Menschen im Alter von mindestens 60 Jahren mit dem Mittel von Astrazeneca geimpft werden dürfen. Draghi sagt dazu, es gebe «keine Befürchtungen», dass der Impfplan dadurch beeinträchtigt werde. Er werde vielmehr weiter umgesetzt wie vorgesehen.

  • 16:19

    G7-Staaten wollen Ursprung von Coronavirus weiter abklären lassen

    Die grossen Industrienationen (G7) wollen bei der Suche nach dem Ursprung des Coronavirus nicht locker lassen. In der Abschlusserklärung des G7-Gipfels wurde am Sonntag eine «zeitnahe, transparente, von Experten geführte und wissenschaftlich basierte Studie» gefordert.

    «Wir müssen Zugang erhalten», sagte US-Präsident Joe Biden gegenüber Reportern. Ein Mangel an Transparenz könne eine weitere Pandemie verursachen, so Biden. Die Ermittlungen sollen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als zweite Phase der ersten Ermittlungen im Januar und Februar in China organisiert werden.

    Die Studie soll wie von den beteiligten Experten empfohlen auch in China stattfinden, heisst es im Text. Diese Formulierung scheint zumindest die Möglichkeit einzuschliessen, wie von China gefordert, zusätzlich auch noch anderswo zu ermitteln. Mit dieser Forderung will Peking seine These untermauern, dass das Virus nicht unbedingt aus China stammt, sondern auch aus dem Ausland gekommen sein könnte.

  • 15:38

    In Saudi-Arabien dürfen bald nur noch Geimpfte ins Einkaufszentrum

    Saudi-Arabien wird jenen Menschen den Zutritt in Einkaufszentren verwehren, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind. Dies berichtet das staatliche Fernsehen unter Berufung auf eine Entscheidung des Handelsministeriums, die am 1. August in Kraft treten soll.

    «Mindestens eine Impfung wird Bedingung für das Betreten von kommerziellen Einrichtungen», sagte das Ministerium.

    Saudi-Arabien hat bisher 15.7 Millionen Impfstoffdosen verabreicht – genug um 23 Prozent der Bevölkerung geimpft zu haben, so die Rechnung der Nachrichtenagentur Reuters.

    Frau kauft in Saudi-Arabien ein
    Legende: Rigide Auflagen für Saudis ab August: Nur wer wenigstens ein Mal geimpft ist, wird in Shopping-Center eingelassen. Reuters
  • 14:52

    3000 Massnahmen-Gegner versammeln sich in Zug

    In der Stadt Zug haben sich gut 3000 Menschen zu einer Kundgebung gegen die Corona-Massnahmen des Bundes versammelt. Die Teilnehmer trafen sich zuerst hinter dem Bahnhof und marschierten gegen 13.45 Uhr los in Richtung Stierenmarktareal.

    Um 14.30 Uhr da angelangt, sangen sie die Nationalhymne und sahen sich auf einem Screen die Abstimmungsresultate an. Ein Redner sagte, die wahren Schweizer seien hier anwesend. Zum Covid-19-Gesetz sagte er: «Wir haben verloren. Jetzt heisst es aufstehen, Krone richten und weiterkämpfen.»

    Der Veranstalter «Stiller Protest» hat bis zu 10'000 Teilnehmer angekündigt. Die Kundgebung, an der sich auch die Organisationen Mass-Voll, Freunde der Verfassung und das Aktionsbündnis der Urkantone beteiligen, ist von der Stadt Zug bewilligt worden. Bisher verläuft sie friedlich.

    Kundgebung in Zug
    Legende: Schweizer- und Friedensfahnen wehen auf dem Stierenmarkt-Areal. Die Polizei hält sich an der laufenden Kundgebung bis jetzt zurück und ist kaum sichtbar. Auf Twitter hat sie vor Verkehrsbehinderungen gewarnt. SRF
  • 14:05

    Dubai hat zwei Drittel der dafür in Frage kommenden Personen geimpft

    Etwa zwei Drittel der Menschen aus Dubai, die für eine Impfung gegen Covid-19 in Frage kommen, haben nun zwei Dosen des Impfstoff erhalten, so die Dubai Health Authority (DHA).

    Dubai ist mit rund 3.4 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste der sieben Emirate, welche die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bilden, und hat einen der verkehrsreichsten Flughäfen der Welt.

    Seit sechs Monaten läuft in den VAE eine der weltweit schnellsten Impfkampagnen, wobei der chinesische Impfstoff Sinopharm, das amerikanisch-deutsche Vakzin von Pfizer/Biontech, der britische Impfstoff von Astra-Zeneca und das russische Vakzin Sputnik V zum Einsatz kommen.

    Die VAE, die die Zahl der Fälle nicht nach Emiraten aufschlüsseln, haben in den letzten Monaten einen Anstieg der Infektionen registriert. Am Samstag wurden 2281 neue Fälle gemeldet, womit die Gesamtzahl der Fälle auf rund 596'000 gestiegen ist. Seinen Höhepunkt erreichte der Wert an täglichen Fällen Anfang Februar mit fast 4000.

    Impfsituation in Dubai
    Legende: Der stellvertretende Generaldirektor der DHA, Alawi Alsheikh Ali, sagte am Samstag in Fernsehen, dass 83 Prozent der Menschen über 16 Jahre – oder 2.3 Millionen Menschen – nun mindestens eine Dosis eines Impfstoffs erhalten hätten. 64 Prozent wären indessen vollständig geimpft. Reuters
  • 13:28

    EMA-Vertreter für Zurückhaltung mit Astra-Zeneca auch bei Älteren

    Ein Vertreter der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) wirbt für Zurückhaltung bei der Verimpfung des Wirkstoffs von Astra-Zeneca auch bei Menschen im Alter von über 60 Jahren.

    «Im Kontext der Pandemie war und ist es unsere Position, dass der Nutzen einer Astra-Zeneca-Impfung die Risiken in allen Altersgruppen übersteigt», sagt EMA-Impfexperte Marco Cavaleri der italienischen Zeitung «La Stampa». Auf Nachfrage sagte Cavaleri, die Behörden sollten aber nicht nur für Jüngere, sondern auch für Personen über 60 eher mRNA-Impfstoffe wie jene von Biontech/Pfizer und Moderna empfehlen. «Viele Länder wie Frankreich und Deutschland erwägen dies mit Blick auf die grössere Verfügbarkeit von mRNA-Vakzinen.»

    Astra-Zeneca basiert als Impfstoff nicht auf der mRNA-Technologie, er erzielt Wirkung mit Adenoviren als virale Vektoren.

    Audio
    Aus dem Archiv: Impfungen mit Astra-Zeneca in Deutschland nur noch ab 60
    05:00 min, aus SRF 4 News aktuell vom 31.03.2021.
    abspielen. Laufzeit 05:00 Minuten.
  • 12:14

    Wegen Corona kommen mehr vermögende Ausländer in die Schweiz

    Während der Corona-Krise haben sich mehr vermögende Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz niederlassen wollen.

    Die entsprechenden Anfragen hätten innert Jahresfrist um 30 bis 40 Prozent zugenommen – unter anderem wegen der geringen Corona-Einschränkungen und wegen der tiefen Verschuldung der Schweiz.

    Das sagte Christian Kälin gegenüber der «NZZ am Sonntag». Kälin ist Präsident von Henley und Partners, einer Beratungsfirma, die Aufenthaltsgenehmigungen vermittelt.

    St. Moritz/Archiv
    Legende: Auf dem Immobilienmarkt ist die steigende Nachfrage aus dem Ausland bereits spürbar. Laut Bericht wurden etwa in Sankt Moritz im ersten Quartal 2021 Immobilien im Wert von 300 Millionen Franken gehandelt – mehr, als im gesamten Jahr 2019. imago images/Archiv
  • 11:43

    650 Milliarden Dollar für ärmere Länder – G7 begrüssen Plan des Währungsfonds

    Die Staats- und Regierungschefs der G7 begrüssten einen Plan für eine neue Zuwendung von 650 Milliarden Dollar aus der Krisenkasse des Internationalen Währungsfonds, um den Ländern im Umgang mit der Covid-19-Krise zu helfen – und drängten auf eine Realisierung der Finanzhilfe bis Ende August.

    Eine fast endgültige Version des G7-Communiqués, in das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte, besagt, dass die Länder Optionen erwägen, wie sie die Mittel am besten kanalisieren.

    Derweil warnte die Chefin des Internationalen Währungsfonds vor einer zunehmenden Divergenz im Tempo der wirtschaftlichen Erholgung von der Corona-Pandemie. Diese setze sich nicht nur fort, sondern verschärfe sich – weil einige Länder mehr als andere Schwierigkeiten hätten, an Impfstoffe zu kommen, so Kristalina Georgieva auf dem G7-Gipfel in Cornwall.

  • 10:06

    Bund betreibt rückgeholte Schweizer

    Der Bund will rund 480 Reisende betreiben, die zu Beginn der Corona-Pandemie aus den Ferien zurückgeholt wurden. Sie hätten bis heute die Kosten für den Flug nicht beglichen, teilte das Aussendepartement EDA der «Sonntagszeitung» mit.

    70 weitere Rechnungen musste der Bund direkt abschreiben, aufgrund fehler- oder mangelhafter Angaben. Rund 160 Personen haben mit dem Bund eine noch laufende Ratenvereinbarung.

    Wie hoch der jetzt noch offene Betrag sei, könne das EDA nicht sagen, so das Departement zur «Sonntagszeitung». Hochgerechnet dürften es über 630'000 Franken sein.

    Bei der grössten Rückholaktion der Schweizer Geschichte brachte das EDA Tausende Urlauberinnen und Urlauber aus dem Ausland zurück – mit Charterflügen. Die Rückholaktion kostete den Bund 10 Millionen Franken, er verrechnete dies den Betroffenen und stellte über 7'000 Rechnungen aus.

    Swissair-Flieger am Flughafen Genf
    Legende: Hans-Peter Lenz, Leiter des Krisenmanagement-Zentrums des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), sprach bei der Repatriierung Tausender Touristen im Frühling 2020 von der «vermutlich grössten Rückholaktion in der Geschichte der Schweiz». Keystone
  • 8:50

    US-Präsident Biden unterstützt Olympische Spiele

    US-Präsident Joe Biden sicherte bei einem Treffen mit dem japanischen Premierminister Yoshihide Suga am Samstag seine Unterstützung für die Olympischen Spiele in Tokio zu und betonte dabei die Notwendigkeit, Massnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu ergreifen, um die Sicherheit der Beteiligten zu gewährleisten.

    «Präsident Biden bekräftigte seine Unterstützung für die Olympischen Spiele in Tokio, die mit allen notwendigen Gesundheitsmassnahmen zum Schutz der Athleten, des Personals und der Zuschauer vorankommen», hiess es in einer Stellungnahme des Weissen Hauses. Und weiter: «Präsident Biden drückte seinen Stolz auf die US-Athleten aus, die für die Spiele in Tokio trainiert haben und in den besten Traditionen des olympischen Geistes antreten werden.»

    Die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, die im vergangenen Jahr wegen der weltweiten Verbreitung des Coronavirus verschoben wurden, sollen am 23. Juli beginnen – gegen den Widerstand eines Grossteils der Öffentlichkeit, vieler japanischer Unternehmen und des medizinischen Personals.

    Tokyo
    Legende: Auch wenn Tokio mit einer vierten Infektionswelle zu kämpfen hat und sich im Ausnahmezustand befindet, haben die japanische Regierung und die Organisatoren gesagt, dass sie weitermachen werden – ausser bei einem «Armageddon», wie es ein Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ausdrückte. Reuters
  • 8:27

    NGOs kritisieren G7-Impfläne als «Ablenkungsmanöver»

    Die Überlegungen der reichen Industrienationen (G7) für eine Verteilung von 2.3 Milliarden Impfdosen an ärmere Länder bis Ende nächsten Jahres sind als «Ablenkungsmanöver» und als unzureichend kritisiert worden.

    Entwicklungsorganisationen sprachen am Sonntag auf dem G7-Gipfel im englischen Carbis Bay in Cornwall von einem «Verwirrspiel mit Zahlen». Auch die neuen Pläne gingen angesichts der benötigten elf Milliarden Impfdosen nicht weit genug.

    «Das hört sich besser an, als es ist», sagte Fiona Uellendahl vom Kinderhilfswerk World Vision. Es reiche bei weitem nicht. Die G7 wollten davon ablenken, dass sie gegen eine Freigabe des Patentschutzes seien. «Ein globaler Plan zur Bekämpfung der Pandemie sieht anders aus.» Langfristig müsse in Forschung und Produktion in den ärmeren Ländern investiert werden.

    «Die Aussetzung des Patentschutzes, der Technologie- und Know-how-Transfer und Investitionen in Produktionskapazität», forderte auch Jörn Kalinski, Sprecher von Oxfam International.

    Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNO-Generalsekretär Antonio Guterres halten weit grössere Anstrengungen zur Bekämpfung der Pandemie für nötig als bisher geplant.

    Die G7 werfen eine Nebelkerze.
    Autor: Fiona UellendahlGesundheitsexpertin von World Vision
  • 5:12

    Ohne Maske unterwegs – Geldstrafe für Bolsonaro

    Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ist wegen der Teilnahme an einer Veranstaltung ohne Maske erneut von der Landesregierung eines politischen Widersachers mit einer Geldbusse bestraft worden. Auch gegen Eduardo Bolsonaro, Abgeordneter und Sohn des Präsidenten, sowie Infrastrukturminister Tarcísio Gomes seien Geldstrafen von jeweils 552.71 Reais, umgerechnet 97 Franken, verhängt worden. Das berichtete die Zeitung «Folha de S. Paulo» am Samstag.

    Demnach trugen die drei bei einer Motorradrallye mit Tausenden Anhängern in der Millionenmetropole São Paulo keine Maske und verstiessen damit gegen die Gesundheitsvorschriften des Bundesstaates.

    Bolsonaro (ohne Maske) spricht vor Anhängern (ebenfalls ohne Maske)
    Legende: Reuters
  • 4:00

    Junge Europäer wünschen sich mehr Anerkennung ihres Verzichts

    76 Prozent der jungen Menschen in Europa glauben laut einer Jugendstudie der TUI-Stiftung, dass ihr Verzicht während der Pandemie von der Gesellschaft nicht anerkannt werde. Die Ergebnisse der Studie würden zeigen, «dass junge Menschen ihre Interessen nicht immer ausreichend berücksichtigt sehen», sagte Thomas Ellerbeck, der Vorsitzende des Kuratoriums der Tui-Stiftung, den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut einem Vorabbericht. Für die Studie wurden im April 6000 junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren aus sieben europäischen Ländern befragt.

    Jugendliche sitzen am Ufer eines Sees, im Vordergrund schwimmt ein Schwan vorüber
    Legende: Keystone
  • 22:40

    Trotz Pandemie: Japan verspricht G7 «sichere» Olympische Spiele

    Japans Regierungschef Yoshihide Suga hat auf dem Gipfel der grossen Industrienationen (G7) seine Entschlossenheit bekräftigt, ungeachtet der Corona-Pandemie die Olympischen Spiele im Juli in Tokio abzuhalten. «Wir werden Vorbereitungen hinsichtlich sicherer Spiele in Tokio machen und alle Massnahmen ergreifen, um die Verbreitung des Virus zu verhindern», sagte Suga nach Angaben eines hohen Beamten am Vortag in der Runde der Staats- und Regierungschefs, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.

    Allerdings ist die Infektionslage in Japan weiter so angespannt, dass der Notstand für Tokio erneut bis 20. Juni verlängert werden musste. Die Impfungen kommen auch nicht voran, so dass ein Grossteil der Japaner noch nicht geimpft ist.

Quellen: SRF-Recherchen, Nachrichtenagenturen

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Corona: Glückskette verstärkt Sammlung

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Corona: Glückskette verstärkt Sammlung
Legende: Dank Spendengeldern kann die Helvetas zum Beispiel in Pakistan aktiv sein. Glückskette

Die Coronavirus-Krise hört nicht an den Landesgrenzen auf: Die humanitären Bedürfnisse in Südasien und Lateinamerika sind enorm und es sind dringend mehr Mittel nötig. Deshalb verstärkt die Glückskette ihren Spendenaufruf für die Sammlung Coronavirus International.

Spenden auf das Postkonto 10-15’000-6 mit Vermerk «Coronavirus International» oder direkt über die Webseite www.glueckskette.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster sind sehr willkommen.

SRF 4 News, 11.06.2021, 16 Uhr

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