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Polizei bereitet sich auf neue Corona-Proteste vor
Aus HeuteMorgen vom 15.05.2020.
abspielen. Laufzeit 01:13 Minuten.
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Demos gegen Corona-Massnahmen Polizei rüstet sich für neue Protestwelle

  • Bern, Basel, St. Gallen und Zürich waren die Hotspots der vergangenen Corona-Kundgebungen.
  • Auch für dieses Wochenende erwartet man in verschiedenen Städten Demonstrationen – trotz Verbot.
  • Die Polizei will mit einem Grossaufgebot vor Ort sein.

Die Corona-Demonstranten fürchten die Impfung, den Verlust ihrer Grundrechte oder warnen, Bill Gates übernehme die Weltherrschaft. Und sie wollen sich am Samstag wieder versammeln, um unter anderem gegen die Corona-Massnahmen des Bundes zu demonstrieren.

Demo-Aufruf trotz Verbot

Dazu sagt Jolanda Egger von der Kantonspolizei Bern: «Wir haben aktuell Kenntnis davon, dass am Samstag erneut zu einer Demonstration in Bern aufgerufen wird. Dies, obwohl weiterhin ein Veranstaltungs- und Demonstrationsverbot gilt.»

Letzten Samstag kamen mehrere Hundert Personen nach Bern, um zu demonstrieren. Auch in anderen Städten gab es Kundgebungen – in St. Gallen, Basel und Zürich. Auch für dieses Wochenende gibt es wieder Aufrufe, neben Bern auch für Zürich, wie ein Sprecher der Stadtpolizei Zürich bestätigt.

Polizei plant Grossaufgebot

Die Kantonspolizei Bern bereitet sich auf eine grössere Aktion vor und hat darum ein Grossaufgebot an Polizistinnen und Polizisten eingeplant.

Das Vorgehen werde grundsätzlich wieder ähnlich sein wie letzten Samstag, erklärt Egger von der Kapo Bern: «Es ist so, dass wir die Teilnehmenden vor Ort ansprechen und sie auf die zurzeit geltenden Verbote hinweisen. Und wenn dann die Einsicht nicht da ist, gehen wir auf die Leute einzeln zu und weisen sie weg. Und wenn die Einsicht wieder nicht da ist, müssen die Verstösse geahndet werden.» Dann könne es zu Anzeigen kommen.

Gespräche kaum möglich

Das brauche Zeit und viel Personal. Es sei grundsätzlich schwierig, mit den Demonstrierenden zu kommunizieren. Sachliche Gespräche seien kaum möglich, so Egger. Und härter vorgehen, zum Beispiel mit einem Wasserwerfer, könne die Polizei nicht, sagt sie: «Wer letztes Wochenende vor Ort war, hat gesehen, da waren ganz unterschiedliche Leute da. Es hatte gebrechliche Personen, es gab kleine Kinder, ja sogar Säuglinge.»

Ruf nach Lockerung wird lauter

Derweil wird der Ruf nach einer Lockerung des Veranstaltungsverbotes immer lauter. Denn verschiedene politische Bewegungen drängen darauf, unter Einhaltung der Hygieneempfehlungen, für ihre politischen Anliegen wieder auf die Strasse zu gehen.

HeuteMorgen, 15.05.2020, 06:00 Uhr

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103 Kommentare

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  • Kommentar von Cornelia Marthaler  (Cornelia Marthaler)
    Die Mahnwache soll auf der Allmend in Bern stattfinden.Dort gibt es nun wahrlich genug Platz, so dass alle auf ihrem Meditationskissen sitzen können und dabei die Abstandsregeln grosszügig einhalten. Es gibt absolut keinen Grund dies zu verbieten - Grundrechte können durch Gesetze nur eingeschränkt werden wenn es verhältnismässig ist und ein anderes Rechtsgut vorgeht. Dies ist hier ganz offensichtlich nicht der Fall.
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  • Kommentar von Rolf Müller  (Halu6orm)
    Ignoranten und Besserwisser gibt es immer.
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  • Kommentar von Ursula Stöckli  (Ursula St.)
    Aber da haben Sie natürlich recht, wenn die Arbeitslosen pro Werktag gezählt werden, muss man das auch so schreiben. So machen wir die Rechnung für den April nochmals: 17'789 neue Arbeitslose für den ganzen Monat April ergibt dann PRO TAG: 17'789 : 30 Tage = nur 592 Arbeitslose pro Tag im April.
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