Der Februar bringt ungewöhnlich viele Grippefälle

In der fünften Jahreswoche sind die gemeldeten Grippeverdachtsfälle stark angestiegen. Auch die Sterblichkeit nahm zeitweise zu.

Eine Person wird gegen die Grippe geimpft. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kinder und Jugendliche sind von der diesjährigen Grippeepidemie besonders stark betroffen. Keystone

Die Zahl der Grippefälle ist in der fünften Jahreswoche stark angestiegen. Gemäss dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) führt die Grippewelle zeitweise zu einer höheren Sterblichkeit als erwartet.

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Pro 100'000 Einwohnern suchten 358 Personen einen Arzt wegen Grippeverdachts auf. In der Vorwoche waren es noch 272 Grippeverdachtsfällen pro 100'000 Einwohnern.

Die Inzidenz liegt gemäss BAG seit nunmehr vier Wochen über dem nationalen epidemischen Schwellenwert von 70 Grippeverdachtsfällen pro 100'000 Einwohnern.

Kinder und Jugendliche besonders betroffen

Besonders betroffen von der Grippe war die Alterskategorie der fünf- bis 14-Jährigen. In dieser Kategorie wurden drei Mal mehr Grippefälle als in der Altersklasse der über 64-Jährigen festgestellt. Der Trend ist weiterhin in allen Regionen steigend.

Steigende Grippeaktivität auch im Ausland

Auf internationaler Ebene stuften in der vorhergehenden Woche 19 von 39 meldenden Ländern die Intensität der Grippeaktivität als niedrig ein, 16 Länder als mittelhoch und vier Länder als hoch. 29 Länder verzeichneten einen steigenden Trend der Grippeaktivität gegenüber der Vorwoche.

«Maskenpflicht ist kein Wundermittel gegen die Grippe»

5:05 min, aus SRF 4 News aktuell vom 28.01.2015

Ein Drittel der meldenden Ländern berichtete über eine sporadische, drei Länder über eine lokale, fünf Länder über eine regionale und 17 Länder - darunter die Nachbarländer Frankreich, Deutschland und Italien - über eine weit verbreitete Grippeaktivität.