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Fans werden bei der Stange gehalten
Aus HeuteMorgen vom 22.01.2020.
abspielen. Laufzeit 02:11 Minuten.
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Die Macht der Sportfans «Es ist ein Geben und ein Nehmen»

Haben Sportfans zu viel Macht? Sie können sich vieles erlauben. Doch bei Gewalt hört der Spass bei den Vereinen auf.

Sportfans haben einen schlechten Ruf. Immer wieder sind sie – vor allem Jugendliche – für Ausschreitungen, Gewalt und Sachbeschädigungen verantwortlich. Ultras, also eingeschweisste Fans, bieten als Organisation den Jugendlichen eine Gemeinschaft unter Gleichgesinnten.

«Distanzieren uns von Gewalt»

Ultras seien grundsätzlich etwas Gutes, glaubt Marc Gianola. «Sie sind einfach die grössten Fans, welche die Klubfarben am deutlichsten nach aussen tragen. Sie machen alles für ihre Mannschaft», so der HC-Davos-Geschäftsleiter.

«Aber wir distanzieren uns total von Gewalt und von allem, das verboten ist.» Werden wie erwähnt die Grenzen des Erlaubten überschritten, bestrafen die Eishockey- und Fussballklubs die Täter in Zusammenarbeit mit den Behörden. Ein Stadionverbot ist hier die wirksamste Massnahme.

Marc Gianola spricht auf dem Spielfeld zu den Fans.
Legende: HC-Davos-Geschäftsleiter Marc Gianola spricht anlässlich des Spengler Cups zu den Fans. Keystone

Regelmässig mit den Chefs der hierarchisch organisierten Ultras zu reden, findet Grasshoppers-Geschäftsführer Fredy Bickel ebenfalls wichtig. Man müsse den Fans aber klarmachen, «dass sie der Allgemeinheit und dem Sport mit Ausschreitungen, Gewalt oder Verwüstungen auch unheimlich schaden.»

Fans geniessen Privilegien

Klarmachen scheint unbestritten. Aber ganz offensichtlich wollen die Klubs die Fans auch nicht zu hart angehen. Sie sind auf die Fans angewiesen und wollen sie anscheinend bei der Stange halten.

So werden in Fanklubs kostenlose Verkaufsflächen im Fanshop, privilegierte Positionen im Stadion, erleichterte Zugänge zu den Tickets ermöglicht. «Es ist ein Geben und ein Nehmen. Und solange es in diesem Gleichgewicht bleibt, ist es okay», so Marc Gianola. «Wenn das eine Überhand nimmt, ergreifen wir Massnahmen und finden wieder einen Weg zur Zusammenarbeit.»

In einzelnen Situationen, beispielsweise als GC-Fussballfans im vergangenen Frühling einen Spielabbruch provozierten, ist die Macht der Fans zu gross. Das Gespräch mit den Fans aber zu suchen und sich wie im Fall des HC Davos auch mal für etwas zu entschuldigen, darf positiv gewertet werden.

Video
Aus dem Archiv: GC-Fans provozieren Spielabbruch
Aus Sport-Clip vom 17.03.2019.
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3 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Ich sehe nicht ein, warum wir braven Steuerzahler*innen den überbezahlten Profisport via Unterstützung von Stadionbau und –betrieb und Übernahme von Sicherheitskosten subventionieren sollen, vor allem wenn wir sehen, dass sich die Hooligans immer wieder aufs Dach geben. Was soll daran von öffentlichem Interesse sein?
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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Fans, wie kommt man in Zusammenhang mit kriminellen Menschen auf diesen Begriff? Ein Fan fiebert mit und unterstützt das, was er mag. Die gewalttätigen Besucher von Fussballspielen sind ganz einfach Menschen, die ihre Gefühlen über den Sport in Gewaltexzessen physischen Ausdruck verleihen. Tätigkeiten werden auf dem Rasen geahndet. So muss es auch auf der Tribüne sein.
    MfG
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  • Kommentar von Nico Basler  (Bebbi 1)
    Einfach nochmals zum mitschreiben, Kravalltouristen sind keine Fans, sondern richten nur Schaden an. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Müssten die Clubs die durch solches Pack entstandenen direkten und indirekten Kosten zu 100% bezahlen, so würden sie ganz schnell ihr Verhalten ändern, denn solche Kravallgruppen sind für sie ein reines Minusgeschäft.
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