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Soll das C fallen? CVP-Chef Pfister will Frage bald klären
Aus Tagesschau vom 22.01.2020.
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Diskussion über Parteinamen Gerhard Pfister will bald über das «C» in CVP entscheiden

Ist das «Christliche» im Parteinamen der CVP noch zeitgemäss? Nun schaltet sich der Parteichef in die Diskussion ein.

Eigentlich war es eine rein parteiinterne Strategie-Diskussion nach den Wahlverlusten im Herbst 2019 – sie wurde dann aber nach aussen getragen. Das hat CVP-Präsident Gerhard Pfister nun dazu bewogen, den Stand der «C»-Diskussion innerhalb der Partei genauer zu erklären.

Das Ziel ist klar: Die Partei will neue Wählerschichten erreichen. Eine externe Analyse soll nun zeigen, was das «C» im Namen noch wert ist. «Wir müssen schauen, ob das ‹C› eine Marke ist, die uns hilft», sagt Pfister, «oder ob es eine Marke ist, die bei der Bevölkerung mehr Fragen aufwirft».

Das «C» schreckt ab

Im Wahlkampf hätten viele potenzielle Wählerinnen und Wähler gesagt, die CVP wäre für sie eine Option, wäre nur dieses «C» nicht. Sie hätten gesagt, die CVP sei ja eine katholische, kirchennahe Partei. «Das ist die Herausforderung, über die wir nun sprechen müssen», sagt Pfister.

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Gerhard Pfister: «Wir müssen das anschauen»
Aus News-Clip vom 22.01.2020.
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Bei seiner ersten Rede als Parteipräsident vor bald vier Jahren verteidigte Gerhard Pfister noch das «C» im Namen: «Wenn man heute Wähler gewinnen will, muss man zeigen, wofür man steht», sagte er 2016, «da hilft das ‹C› im Parteinamen».

Doch wieso stellt Pfister das «C» nun zur Diskussion? «Die Erfahrungen aus dem Wahlkampf 2019 haben uns dazu bewogen». Die Diskussion soll «ergebnisoffen» geführt werden, entschieden sei noch rein gar nichts.

Neue Risse in der Partei?

Bereits meldete sich die CVP-Bundesrätin zu Wort: Das «C» brauche es nicht mehr, sagte Viola Amherd in einem Zeitungsinterview Ende Dezember. Die neue Chefin der Mitte-Fraktion, Andrea Gmür, meinte aber letzte Woche, sie persönlich wolle das «C» behalten.

Könnte die «C»-Diskussion also zu einem neuen Riss in der Partei führen? Das hänge davon ab, wie man die Diskussion führe, erklärt Pfister: «Man muss darauf achten, dass sich diese Diskussion nicht über Jahre erstreckt». Zudem würden auch wichtige kantonale Wahlen anstehen.

Erster Schritt zur Fusion mit der BDP?

Im Juni, wenn Pfister sich zur Wiederwahl als Parteipräsident stellen wird, sollen erste Entscheide in der «C»-Frage fallen. Sollte die CVP das «Christliche» im Namen tatsächlich eliminieren, wäre auch eine entscheidende Hürde für eine Fusion mit der BDP abgebaut. Doch laut Gerhard Pfister sei eine mögliche Fusion mit der BDP nicht der Grund, wieso die CVP Stärken und Schwächen des «C» vertieft analysiere.

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47 Kommentare

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  • Kommentar von Norbert Zehner  (ZeN)
    Wusste gar nicht, dass Pfister nun der alleinige Herrscher der CVP ist, der sogar über den Namen dieser Partei verfügen kann. Man stelle sich mal vor, was in Medien stehen würde, wenn Blocher der Entscheider wäre, wie die SVP neu heissen sollte.
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  • Kommentar von Klaus KREUTER  (SWISSKK)
    Er kann ja die Partei auch ganz neu benennen, z.B. UVP = UmfallerVolksPartei oder ähnlich.
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  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Nicht dass C ist dass Problem sondern eher wie die CVP arbeitet und sich positioniert. Dass C wegzulassen ist nur Symptombekämpfung und nicht die Lösung der Probleme der Partei. Dies sage ich als früherer CVP-Wähler.
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    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Alex Volkart: Ich glaube Probleme mit Ausrichtung und Werten haben alle Parteien. Sobald sich Menschen zusammenraufen, stossen unterschiedliche Meinungen aufeinander. Das "C" der CVP ist inzwischen nicht mehr gesellschaftsfähig, weil viele Menschen Christentum mit Vatikan und dergleichen verbinden. Dass wir im Westen die Menschenrechte und Demokratien entwickeln haben, und damit in nichtchristlichen Erdteilen teilweise auf Ablehnung stossen, basiert eben genau auf den christlichen Grundwerten.
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