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Oberster Schulleiter ist gegen Massentests
Aus SRF 4 News aktuell vom 09.08.2021.
abspielen. Laufzeit 03:07 Minuten.
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Diskussion um Schutzkonzepte «An Schulen reichen derzeit Ausbruchs-Testungen»

Als erster Kanton nimmt der Aargau am Montag den Schulbetrieb nach den langen Ferien wieder auf. Dabei stellt sich die Frage, wie die Schülerinnen und Schüler am besten vor dem Coronavirus geschützt werden. Der Bund schlägt regelmässige Massen- und Reihentests vor. Doch die Idee stösst auf Widerstand – auch bei Thomas Minder, dem Präsidenten des Verbandes Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz.

Thomas Minder

Thomas Minder

Präsident des Schulleiterverbands

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Minder ist seit 2019 Präsident des Verbands Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz (VSLCH). Davor war er Präsident des Thurgauer Schulleiterverbands.

SRF News: Wieso sind Sie gegen regelmässige Reihentests in den Schulen?

Thomas Minder: In Kantonen, in denen in der Vergangenheit Reihentests durchgeführt wurden, sind nur wenige versteckte Corona-Fälle gefunden worden. Wenn sich die Situation aber ändert, etwa mit der Delta-Variante, muss man das Testmanagement möglicherweise anpassen. Das wird sich erst noch zeigen. Im Moment sollten wir bei den Ausbruchs-Testungen bleiben – also nur dann Tests durchführen, wenn es eine Corona-Infektion an einer Schule gibt.

Der Bund argumentiert, dank regelmässiger Reihentests könnten Infektionen früher bemerkt und Quarantäne-Massnahmen ergriffen werden, um den Ausbruch einzudämmen. Was sagen Sie dazu?

Bei allem Lob für den Bundesrat für sein Pandemie-Management: Es mutet etwas paradox an, wenn die Massnahmen allgemein zurückgefahren werden, gleichzeitig sollen sie an den Schulen aber hochgefahren werden. Wir sind deshalb zurückhaltend.

Wir sind bereit, die Massnahmen anzupassen – wenn es die Lage erfordert.
Autor:

Das Virus verändert sich ständig. Entsprechend muss man die Massnahmen ständig anpassen, wozu wir auch bereit sind, wenn es die Lage erfordert.

Man weiss aus anderen Ländern, dass sich die Delta-Variante auch an Schulen schneller verbreitet als frühere Virus-Varianten.

Schon im Frühling gab es Berichte aus anderen Ländern, dass das Delta-Virus an Schulen zu grösseren Ausbrüchen geführt habe. In der Schweiz hatten wir solche Situationen aber bislang nicht. Wir werden sehen, wie sich die Lage jetzt bei uns darstellt, wenn die Schule in vielen Kantonen wieder begonnen hat. Derzeit reichen die Ausbruchs-Testungen. Zudem funktioniert das Contact-Tracing an den Schulen sehr gut. Wir wissen, wer bei uns ein und aus geht, wir haben die Kontaktdaten. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Schulen bei Infektionsfällen sehr schnell reagieren können.

Das Gespräch führte Andrea Jaggi.

SRF 4 News aktuell, 09.08.2021, 07:10 Uhr;

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Umbach  (P-Umbach)
    An Alle, die schreiben, die Angsthasen sollen sich impfen lassen. Inzwischen sollte wirklich jeder wissen, dass impfen weit entfernt von 100 % schützt. Und ich bin selbständig (Arbeitgeber) erwerbend und es verursacht mir Schaden, wenn ich oder meine Arbeitnehmerin (beide geimpft) auch mit nur geringen Symptomen zuhause bleiben oder ein Kind in Quarantäne betreuen müssen. Und Masketragen oder periodische Spuktests sind nun wiklich keine Megadinge, die ich nicht zum Schutz erwarten darf.
  • Kommentar von Petra Hersche  (Lumpi)
    Meeeeeein Gott....haben wir echt keine anderen Sorgen mehr? Die Eltern die Angst haben können sich impfen und fertig...haben schliesslich immer nur auf die gewartet oder etwa nicht??????..schaut euch mal um auf unsere Welt..es gibt weiss Gott andere Dinge um die wir uns kümmern und Geld reinstecken können....es gibt nun mal nich die ABSOLUTE S ICHERHEIT
  • Kommentar von Patrick Umbach  (P-Umbach)
    Gegenleistungen für die Akzeptanz des staatlichen Gewaltmonopols und die Steuerpflicht sind staatlicher Schutz und Leistungen (z. B. Bildung für die Kinder). Nach Aufhebung der Maskenpflicht sind Massentestungen (und zwar mehr als nur als Alibiübung und einmal die Woche) unabdingbar, damit die Kinder der Allermeisten die Schule besuchen können.
    1. Antwort von Rolf Waibel  (Rowa)
      Wenn ich das schon lese: staatliches Gewaltmonopol... Ich weiss, was Sie meinen, aber diese Wortwahl umschreibt sehe gut, was gerade passiert. Staatliche Anordnungen mit Gewalt durchsetzen, die lange nicht mehr in dem dafür vorgesehenen Rahmen erfolgen! Für wen oder was wollen Sie testen? Kinder müssen keine Angst vor einer Ansteckung haben (auch wenn Ihnen das leider so vermittelt wird). Alle anderen können sich impfen oder dementsprechend verhalten!