Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Freude an der neuen Herausforderung abspielen. Laufzeit 05:02 Minuten.
Aus Info 3 vom 10.12.2018.
Inhalt

Drei Fragen und drei Antworten Warum verlassen Sie Ihre Departemente?

Die vakanten Schlüsseldepartemente Uvek und WBF kommen neu in die Hände von Simonetta Sommaruga (SP) beziehungsweise Guy Parmelin (SVP). Deren Departemente werden künftig Karin Keller-Sutter (FDP) und Viola Amherd (CVP) leiten. Nach der grossen Departements-Rochade nehmen der abtretende Verteidigungsminister Guy Parmelin und die bisherige Justizministerin Simonetta Sommaruga im Interview Stellung.

SRF News: Woher kommt Ihre Faszination für das Uvek, Frau Sommaruga?

Simonetta Sommaruga: Das sind meine politischen Wurzeln. Ich war während der ganzen Zeit im National- und Ständerat immer in der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) und habe diese Dossiers auch im Bundesrat eng begleitet. Im Uvek werden Entscheide gefällt, die unser Land zusammenhalten, sei es bei Bahn, Post oder SRG. Es werden die Weichen für unsere Kinder und Grosskinder gestellt. Ich habe Freude und auch Lust, in diesem Departement etwas zu bewirken.

Legende: Video Sommaruga: «Ich komme ein bisschen nach Hause» abspielen. Laufzeit 00:16 Minuten.
Aus News-Clip vom 10.12.2018.

Ihre Vorgängerin Leuthard hat Vieles aufgegleist in der Energie- und Verkehrspolitik. Müssen Sie da nicht vor allem verwalten statt gestalten?

Das glaube ich nicht. Selbstverständlich hat sie Vieles und Gutes aufgegleist. Die Energiestrategie hat in der Bevölkerung eine Mehrheit gefunden. Aber in jedem Departement kann man etwas bewegen und bewirken. Dass ich motiviert bin, konnte ich im EJPD zeigen. Häufig passiert das mit dem Parlament und den Kantonen zusammen. Da kann man in unserem Land wirklich viel machen.

Im Uvek werden Entscheide gefällt, die unser Land zusammenhalten.
Autor: Simonetta Sommaruga

Am meisten offen oder zu bewegen ist im Moment in der Medienpolitik. Was ist ihre Vision?

Heute ist nicht der Tag, um Visionen kundzutun, sondern meinen Mitarbeitern im EJPD für die sehr gute Zeit während acht Jahren zu danken. Ich denke da etwa ans Familienrecht oder die beschleunigten Asylverfahren. In der Medienpolitik gibt es unterschiedlichste Vorstellungen und die Herausforderungen sind enorm. Lassen Sie mich auch diese politischen Dossiers gemeinsam mit den unmittelbar Betroffenen anpacken und dann finden wir hoffentlich gute Antworten.

SRF News: Herr Parmelin, Sie dürfen nach drei Jahren das VBS abgeben. Wie froh sind Sie?

Guy Parmelin: Ich habe ein weinendes und ein lachendes Auge, könnte man sagen. Zum einen steht nun eine neue Herausforderung für mich an. Zum anderen hat mir das VBS viel Freude bereitet. Die sehr guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mein volles Vertrauen. Ich denke aber, dass nun der richtige Zeitpunkt für eine Neuorientierung ist. Es ist ein wichtiges Departement mit der Armee, für die Sicherheit, den Schutz der Bevölkerung und dem Nachrichtendienst (NDB). Es gibt grosse Herausforderungen.

Legende: Video Parmelin: Das Nachrichtendienst-Gesetz war absolut nötig. abspielen. Laufzeit 01:04 Minuten.
Aus News-Clip vom 10.12.2018.

Gewisse Stimmen werden sagen, Sie würden angesichts der Probleme mit der Kampfjet-Beschaffung davonlaufen. Was entgegnen Sie?

Das Dossier ist bereit und wird sehr bald dem Parlament unterbreitet werden. Wir haben seit 2016 daran gearbeitet, mit einem Expertenbericht und einer Begleitgruppe. Die Ausschreibungen sind lanciert, die Tests kommen. Alles ist auf gutem Weg. Jetzt muss man die Mehrheiten im Parlament finden.

Es gibt grosse Herausforderungen.
Autor: Guy Parmelin

Als WBF-Chef werden Sie auch mit Freihandelsfragen konfrontiert sein. Haben Sie als ehemaliger Weinbauer einen besonderen Zugang zu den Bauern und können Sie diese zu mehr Flexibilität bewegen?

Alle Seiten sind gefordert: Die Wirtschaft muss Verständnis für die Probleme der Landwirtschaft haben, aber auch die Landwirte müssen Verständnis haben und sie wissen das. Das Freihandelsabkommen mit China etwa hat nur funktioniert, weil alle die gleich langen Spiesse haben. Ansonsten hat man sofort Probleme und Blockaden. Das muss man vermeiden. Jeder muss Konzessionen machen, sonst gibt es nie ein Abkommen.

Die Gespräche führte Philipp Burkhardt.

Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

17 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Walter Rohrer  (Felice Rohrer)
    BR Parmelin hinterlässt im VBS lauter unaufgeräumte Baustellen. Man kann nur staunen, wie in der CH aufgrund von Regionen- und Parteikalkül ungeeignete Personen in das höchste Exekutivamt gehievt werden. Er, der nach eigenen Angaben zwar im Gymnasium Schwerpunkt Englisch hatte, aber es doch nur "passiv" versteht, darf nun weitere Baustellen in der Wirtschaft, dem Bildungswesen und der Forschung eröffnen. Bonne chance à tous pour les prochaines années.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    Das Leuthardsche Windrädli-Bauen hat in der Schweiz manche Gemeinde entzweit und Streit gesät. Beispiele gefällig? Kienberg SO, Anwil BL, Wisen SO, Charrat VS, Fully VS, Goms VS, Oberhof AG, Grenchen SO, Thal SO, Heitersberg AG etc. etc. Wo früher Freunde waren, sind heute Feinde. Die Aussage von Sommaruga ist absolut falsch und zeigt, wie welt- und realitätsfremd diese Bundesrätin ist. Sie hat in Sachen Asylwesen bereits viel Zwist hervorgebracht, was blüht uns da von Seiten des UVEK?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Silvio Silla  (Silla)
    Ich denke das Frau Somaruga sich lieber dem Klavierspielen widmen sollte. Da können nur die Schüler Fehler machen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      Naja, konkret hat sich da nichts geändert. Es sind immer die andern, die Fehler machen....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von kurt trionfini  (kt)
      Herr Silla: Viele spielen Klavier und die wenigsten auf dem Niveau der Konzertpianisten. Den Noten- Text blitzschnell erfassen; Das Instrument beherrschen; Gleichzeitig den Dirigenten und das Orchester wahrnehmen - Das erfordert nicht nur persönliches Können sondern auch die Fähigkeit und Bereitschaft zum "Wir"- orientierten Zusammenspiel.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen