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Legende: Video «Es braucht unbedingt ein Werbeverbot für E-Zigaretten» abspielen. Laufzeit 01:21 Minuten.
Aus News-Clip vom 07.09.2019.
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E-Zigaretten-Verbot «Auch E-Zigaretten sind krebserregend»

Nach Todesfällen und einem Verbot im Zusammenhang mit E-Zigaretten in den USA, werden auch in der Schweiz Stimmen laut, die ein Verbot fordern. Hausarzt und Forschungsleiter an der Universität Bern, Reto Auer erklärt, warum ein Verbot nicht unbedingt im Vordergrund steht.

Michigan untersagt künftig Verkauf und Marketing für aromatisierte E-Zigaretten. Die US-Gesundheitsbehörden ringen noch damit, wie sie den Markt regulieren angesichts steigender Todesfälle, die mit E-Zigaretten und Vaping-Produkten in Zusammenhang gebracht werden. Hausarzt und Universitätsprofessor Reto Auer von der Universität Bern erklärt, wie gefährlich E-Zigaretten tatsächlich sind.

Reto Auer

Reto Auer

Professor Dr. med.

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Reto Auer ist Forschungsleiter und Professor am Institut für Hausarztmedizin (BIHAM) an der Universität Bern. Er studierte an den Universitäten Neuenburg, Berlin und Lausanne Medizin. Auer leitet verschiedene Forschungsprojekte darunter eine Studie zur Prüfung der Wirksamkeit, Sicherheit und Toxikologie von E-Zigaretten. Der Professor arbeitet auch als Hausarzt in einer Gemeinschaftspraxis in Bern.

SRF News: Was halten Sie von diesem Verbot in Michigan?

Reto Auer: In den USA ist es ganz anders als in der Schweiz. Dort rauchen viel weniger Jugendliche, weil der Staat einiges in die Bekämpfung des Rauchens gesteckt hat.

E-Zigaretten sind weniger gesundheitsschädlich als herkömmliche Zigaretten. Krebserregend sind sie trotzdem.
Autor: Reto AuerForschungsleiter an der Universität Bern

Besonders beliebt ist in den USA hingegen das Dampfen von E-Zigaretten – rund ein Prozent der Jugendlichen tut es täglich, 20 Prozent dampfen mindestens einmal im Monat. Der Staat will dies bekämpfen, indem er die Aromas verbietet.

Wie gefährlich sind E-Zigaretten ganz generell?

Wir gehen davon aus, dass sie viel weniger gefährlich sind als herkömmliche Zigaretten. E-Zigaretten enthalten vor allem Chemikalien wie Propylenglycol, Vegetalglycerin, Aromas und natürlich Nikotin. Der Teer fehlt und die Chemikalien werden bei viel geringerer Hitze verdampft als bei einer Zigarette.

Legende: Video Wie schädlich sind E-Zigaretten? abspielen. Laufzeit 01:54 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.09.2019.

Das führt zu viel weniger gesundheitlichen Schäden. Natürlich empfehlen wir E-Zigaretten nur Raucherinnen und Raucher, die aufhören wollen. Personen, die noch nie geraucht haben, sollten die Finger davon lassen, weil auch sie krebserregende Stoffe beinhalten.

Braucht es ein ähnliches Verbot wie in Michigan auch in der Schweiz?

Nein. Es braucht jedoch ein Werbeverbot für E-Zigaretten und natürlich auch für herkömmliche Zigaretten. So können künftige Generationen vor der Nikotinsucht bewahren.

Das Gespräch führte Georg Häsler Sansano.

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35 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Uebrigens, das Nuckeln... ich denke das sind Menschen die sich nie von der Mutterbrust geloest haben oder immer noch dem Nuggi (unbewusst natuerlich) nachtrauern...
    Ausnahme, Diejenigen die Zuhause durch rauchendes Elternteil als Passivraucher abhaengig gemacht wurden...
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    1. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      Rauchen, wie alle Suchterkrankungen, haben nichts mit Nuggeln zu tun sondern mit Lebens- und Konfliktlösungsstrategien.
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    2. Antwort von Lothar Drack  (samSok)
      Beide Ansichten, Franz Nannis und Olav Schulenbergs, beinhalten (Teil)-Aspekte des Rauchens, orale Bedürfnisse wie Wie-auch-immer-„Strategien“. Das Rauchen ist zu komplex, um es mit ein oder zwei Stichworten definieren zu können. Das wissen alle, die abhängig waren und davon loskommen wollten. „Strategie“ tönt übrigens nach bewusstem Tun, was höchstens für den Einstieg gelten kann. Ganz im Gegenteil, mehrheitlich sind die Faktoren unbewusst . Und ich vermute, dasselbe gilt fürs Dampfen.
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    3. Antwort von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
      @Drack: Eine Sucht ist immer sehr viel komplexer als in einem Wort beschreibbar. Damit eine Substanz und das dazu gehörende Verhalten aber zur Sucht werden können muss der Gesamtkomplex als Strategie eine Art Erfolg vermitteln. Lebensskripte und die dazu gehörenden Strategien sind im übrigen nie bewusst.Durch eine bewusste Bearbeitung wird es aber manchmal möglich, eine Sucht zu überwinden.
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  • Kommentar von Nicola Harrison  (Nicola Harrison)
    Alle Krebsarten sind die Ausscheidung von Säuren aus dem Blut und dann aus dem Gewebe an verschiedenen Stellen und haben im Wesentlichen den gleichen Charakter, der sich aus derselben Ursache entwickelt, nämlich der systemischen Azidose - einer Krise der Toxämie.
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    1. Antwort von Klaus Albrecht  (notabene)
      So, jetzt wissen wir's !
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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Was sind einige Tote wegen E cigis im Vergleich mit den Verkehrstoten...?
    Ich meine Warnung auf Geraet und Rauchmittel genuegt.. wer dann immer noch tut nimmt bewusst in Kauf sich zu vergiften..... so wie wir den Unfall in Kauf nehmen wenn wir am Verkehr Teil nehmen... Es nennt sich EIGENVERANTWORTUNG...
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