Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Referendum gegen Erweiterung der Antirassismus-Strafnorm abspielen. Laufzeit 04:05 Minuten.
Aus 10vor10 vom 08.04.2019.
Inhalt

EDU reicht Referendum ein «Nicht gegen die Homosexuellen, sondern für die Freiheit»

In einem Monat von 15'000 auf 50'000 Unterschriften – das Referendum zur neuen Anti-Rassismus-Strafnorm kommt vors Volk.

Das überparteiliche Komitee aus EDU und der jungen SVP hat die erforderlichen 50’000 Unterschriften zusammen. Heute wurden die beglaubigten Unterschriften für das Referendum gegen die Ausweitung der Anti-Rassismus-Strafnorm übergeben.

Im Dezember hatte das Parlament entschieden, Aufrufe zu Hass und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung unter Strafe zu stellen. EDU- und SVP-Politiker sahen darin einen Verstoss gegen die Glaubens- und Redefreiheit und ergriffen das Referendum.

«Homophobie ist eine Realität»

Pink Cross ist der Dachverband der Homosexuellen in der Schweiz. Der Geschäftsführer Roman Heggli sagt zur Anzahl der von der EDU gesammelten Unterschriften: «Mich überrascht, dass sie so viele Unterschriften gesammelt haben. Doch wir wissen, dass die Homophobie in der Schweiz eine gesellschaftliche Realität ist.» Bei der neuen Anti-Rassismus-Strafnorm gehe es nun darum, die Leute vor öffentlichem Hass und öffentlicher Hetze zu schützen. Hegglin ist davon überzeugt, dass das Referendum vom Stimmbürger abgelehnt wird.

Grosse Aufholjagd

Die Unterschriften-Sammlung verlief zu Beginn harzig. Am 10. März habe man erst etwa 15’000 der benötigten 50'000 Unterschriften gehabt, sagt EDU-Chef Hans Moser. Man dachte gar darüber nach, die Unterschriften nicht beglaubigen zu lassen.

In den letzten Wochen gab es dann einen «plötzlichen Flächenbrand», erzählt Moser. Man habe klar machen können, dass man nicht gegen die Homosexuellen sei, wie verschiedene Seiten der EDU vorwarfen; es gehe nur um die Glaubens- und Meinungsfreiheit.

Legende: Video Gespräch mit Lisa Leisi, Co-Präsidentin des Referendums-Komitees abspielen. Laufzeit 04:19 Minuten.
Aus 10vor10 vom 08.04.2019.
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

105 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Oliver Schaub (Oliver Schaub)
    Es soll ja Leute geben, für die sind unbefleckte Empfängis, von den Toten auferstehen, übers Wasser laufen und sprechende Schlangen völlig OK, Homosexualität aber "unnatürlich"... Ich weiss. Kaum zu glauben, gell?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von S. Borel (Vidocq)
    Wenn man hier gewisse Kommentare liest, muss man zum Schluss kommen, dass allein schon das Referendum eine Steilvorlage für alle Homophoben in diesem Land ist. Im Hinblick auf die Wahlen sind EDU/SVP offensichtlich auf diese „Klientel“ angewiesen. Widerlich!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Die liberale Gesellschaft die auch die Freikirchen profitieren indem sie die Glaubensfreiheit leben können, schließt auch die Freiheit der Lebensform ein. Die Gesellschaft hat schließlich auch nichts dagegen wie eine Glaubensgemeinschaft lebt und ihre Kinder erzieht. Wenn gegen eine Minderheit wie die Homosexuellen mit Referenden vorgeht, weil man neben seiner Weltanschauung keine andere Lösung sehen will ist das diskriminierend und hat nichts mit der Einschränkung der Meinungsfreiheit zutun!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen