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Einreisen aus Risikoländern Zürich liefert allen Kantonen Passagierdaten

  • Die Kantone sollen die Quarantänepflicht besser überprüfen können.
  • Zu diesem Zweck liefert der Kanton Zürich den Kantonen bis mindestens Ende dieses Jahres die Daten aller Passagiere, die aus Risikoländern am Flughafen Zürich-Kloten in die Schweiz einreisen.
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Aus dem Archiv: Zürich versorgt andere Kantone mit Passagierdaten
Aus Tagesschau vom 07.08.2020.
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Die Flughafenpolizei beschaffe sich die Daten direkt bei den Fluggesellschaften oder bei deren Abfertigungsgesellschaften, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit. Diese würden dann «unter Wahrung der Datensicherheit» an jene Kantone weitergeleitet, in denen sich der Wohn- oder Aufenthaltsort der einreisenden Person befindet.

Bislang forderte das BAG bei den Fluggesellschaften die Passagierdaten von rund 20 bis 30 zufällig ausgewählten Flügen pro Woche ein und schickte diese den jeweiligen Kantonen weiter. Anfang August entschied der Kanton Zürich dann aber, dass ihm das nicht genüge und er sich fortan alle Passagierdaten bei den Airlines beschaffen wolle.

Gleichzeitig gab er diese auch an die sechs Kantone Bern, Aargau, Thurgau, Tessin, Schaffhausen und Glarus weiter. Mit der neuen Vereinbarung zwischen Zürich und dem BAG werden nun die Daten aller Rückreisenden in die Schweiz «unverzüglich» an die Kantone geschickt. Danach würden die Daten gelöscht, hiess es.

BAG: Vorgehen ist «datenschutzkonform»

Das BAG selber holt sich keine Daten mehr. Es betonte jedoch, dass das Vorgehen «datenschutzkonform» sei. Als Grundlage diene das Epidemiengesetz. Der Bund beteilige sich ausserdem an den Kosten, die dem Kanton Zürich für die Leistungen entstünden.

Die Quarantänepflicht für aus einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko eingereiste Personen gilt seit Anfang Juli. Die Eingereisten müssen sich innert zweier Tage bei den kantonalen Behörden melden. Diese kontrollieren die Einhaltung der Quarantäne nach eigenen Angaben mit Stichproben. Aktuell befinden sich 53 Staaten auf der Liste, 16'260 Zurückgekehrte sind in Quarantäne.

SRF 4 News, 18.08.2020, 15:30 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Beate Rieger  (Silenzio)
    „Mit der neuen Vereinbarung zwischen Zürich und dem BAG werden nun die Daten aller Rückreisenden in die Schweiz «unverzüglich» an die Kantone geschickt. Danach würden die Daten gelöscht, hiess es.“ Werden die Daten aller Rückreisenden weitergegeben, oder von denen aus Risikoländer. WELCHE Daten werden an WELCHE kantonale Behörden weitergehen? WANN werden die Daten auf kantonaler Ebene gelöscht? Handelt es sich um Advance Passenger Information (API)? Wer überwacht das?
  • Kommentar von Benjamin Knie  (Bennel)
    Nicht normal unsere Gesellschaft, dass man so etwas für Gut erklärt. Abartig
  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Wäre das vor einem halben Jahr passiert - der Aufschrei wäre riesig gewesen. Ich finde, es würde sich lohnen, einmal die Änderungen unserer Wertehaltungen genauer anzuschauen. Was macht die tägliche Corona Berichterstattung mit uns?
    1. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      "Wäre das vor einem halben Jahr passiert - der Aufschrei wäre riesig gewesen."
      Wieso?
    2. Antwort von Monika Mitulla  (momi)
      Passagierdaten werden an die Kantonsverwaltungen geliefert - noch Fragen? Wenn ja - weitere Beispiele:
      Autonummern werden automatisch von Kameras gespeichert, Gesichtserkennung in jedem Einkaufszentrum, Bewegungsdaten aus dem Handy, AHV- Nummern auf Bank- Gesundheits- und Steuerdaten... usw. Früher war Datenschutz wichtig. Heute sollen alle Daten möglichst frei zur Verfügung stehen, selbstverständlich unter "Einhaltung aller Datenschutzbestimmungen" - DAS wundert mich.
    3. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      Ja klar, der Datenschutz. Der wird immer dann bemüht, wenn einem etwas nicht in den Kram passt. Ansonsten geht man sehr grosszügig mit seinen Daten um, ohne überhaupt nur einen Gedanken an den Datenschutz zu verschwenden.
    4. Antwort von Beate Rieger  (Silenzio)
      @Mitualla Passagierdaten werden bereits längere Zeit automatisch in elektronischer Form an den Nachrichtendienst des Bundes NDB weitergeleitet. Dabei handelt es sich um Advance Passenger Information (API). Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite sem.admin.ch Steht dort alles genau beschrieben.