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«Espresso Aha!»: Einwegmasken: Einheitsgrösse Nachteil für Frauen
Aus Espresso vom 30.11.2020.
abspielen. Laufzeit 04:41 Minuten.
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Einwegmasken Hygienemasken: Einheitsgrösse ist für Frauen ein Nachteil

Anders als bei Stoffmasken gibt es bei den Hygienemasken nur eine Grösse. Die passt allerdings nicht allen gleich gut.

Um zu testen, wie viele Viren und Bakterien eine Hygienemaske zurückhält, wird sie im Zertifizierungslabor einem sogenannten Norm-Kopf angezogen, sagt Ernest Weingartner, Professor für Partikelmesstechnik am Institut für Sensorik und Elektronik der Fachhochschule Nordwestschweiz: «Diese Norm-Köpfe sind männlich. Damit werden aber über fünfzig Prozent der Bevölkerung nicht berücksichtigt.» Somit ist auch klar, dass die Hygienemasken Männern besser passen als Frauen, die kleinere Köpfen haben.

Grundsätzlich wäre es möglich in der Maskenproduktion kleinere Masken herzustellen. Dies ist jedoch eine Frage der Nachfrage und des Preises, sagen Hersteller. Bei den Stoffmasken jedoch gibt es verschiedene Grössen. «Da kann man sich die Maske wählen, die am besten passt», sagt Weingartner. Wichtig sei jedoch, dass die Stoffmaske zertifiziert sei und so auch vor den winzigen Aerosolen schütze.

Video
Aus dem Archiv: So geht Maskentragen richtig
Aus Kassensturz vom 27.10.2020.
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Knopf in Ohrschlaufen macht die Maske kleiner

Wem die Einheits-Hygienemasken nicht passen, der kann auf Hygienemasken für Kinder ausweichen. Diese sind etwa drei Zentimeter kleiner als die für Erwachsene. Eine andere Variante sind sogenannte OP-Masken, die man hinter dem Kopf zusammenbinden kann. Diese lassen sich individueller einstellen.

Diese Norm-Köpfe sind männlich. Damit werden aber über fünfzig Prozent der Bevölkerung nicht berücksichtigt.
Autor: Ernest WeingartnerProfessor für Partikelmesstechnik

Ebenfalls eine Möglichkeit sei es, bei den Hygienemasken in die Ohrschlaufen einen Knopf zu machen. So sitzen sie besser.

Was man aber auf keinen Fall tun sollte, ist die Ohrschlaufen zu kreuzen, warnte Spitalhygieniker Sven Gernhardt Ende Oktober im Kassensturz. So entstehe bei den Wangen eine Öffnung, die Luft durchlasse.

«Espresso Aha!»

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Jeden Montag beantworten wir in der Rubrik «Espresso Aha!» eine Frage aus dem Publikum. Haben auch Sie eine? Senden Sie sie uns!

Espresso, 30.11.2020, 8.13 Uhr

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60 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Bucher  (DE)
    Das ist doch ein Witz, dass die Masken nicht passen. Sucht wieder jemand Probleme, die es nicht gibt oder sogar eine mögliche Diskriminierung? Sonst hätte man es bei den vielen OP Schwestern und Ärztinnen schon früher gemerkt. Wenn sie tatsächlich nicht passen würden gäbe es schon lange eine Alternative. Es gibt übrigens auch sehr dicke Frauen, die grössere Masken benötigen würden.
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  • Kommentar von Laura Hochuli Pochon  (LauraH)
    "Grundsätzlich wäre es möglich in der Maskenproduktion kleinere Masken herzustellen. Dies ist jedoch eine Frage der Nachfrage" => reicht die Nachfrage der Hälfte der Weltbevölkerung dazu nicht?! Warum reicht sie dann bei den Stoffmaken? Und merci der srf fürs Thematisieren, ich nerve mich seit dem Frühling an diesen Masken, die nur die Männer richtig schützen...
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    1. Antwort von Patrick Dörrer  (P.D)
      Ist doch sehr Aufschlussreich. Trotz zu grossen Masken, erkranken meines Wissens Frauen desswegen nicht mehr als die angeblich dadurch besser geschützten Männer. Denn würde das Masken tragen vor einer befürchteten Ansteckung wirklich helfen, müsste dies zur Folge haben, dass Frauen erheblich mehr daran erkranken.
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  • Kommentar von Marc Nager  (Manager)
    Toll! Geradezu genial! Was meine Frau (und ich) vor nunmehr 9 vollen Monaten sofort begriffen haben, verstehen nun auch andere “Intelligenzbestien”. Wie dumm kann die Menschheit eigentlich nur sein!? Grenzenlos dumm. Offensichtlich...
    Und SO Corona besiegen? Zumindest fraglich, wie dieser Fall erneut zeigt.
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