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Legende: Audio Schweizer Elitekämpfer bekommen Verstärkung abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
Aus HeuteMorgen vom 17.12.2018.
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Elitetruppe AAD 10 Verstärkung für Spezialeinheit

  • Die Armee baut die Spezialeinheit AAD 10 weiter aus.
  • Im Juni habe die Armee-Führung eine Aufstockung um elf Mann bewilligt, heisst es in einer Erklärung.
  • Es müsse künftig «auch möglich sein, einen länger dauernden, personalintensiveren Einsatz im Ausland leisten zu können».

Sie sind Berufssoldaten – sie haben ein strenges Auswahlverfahren durchlaufen – und sie kommen im Ausland zum Einsatz: die Angehörigen der Spezialeinheit AAD 10.

Einsätze in Tripolis und im Kosovo

Bis vor wenigen Jahren schützte das AAD 10 mitten in den Wirren des libyschen Bürgerkriegs die Schweizer Botschaft in Tripolis. Verbürgt sind auch Einsätze im Kosovo. Gerüchte über andere Einsätze etwa im Zusammenhang mit Geiselnahmen von Schweizern aber blieben stets unbestätigt.

Bestätigt ist nun aber, dass die Armee das AAD 10 ausbaut: Im Juni habe die Armee-Führung eine Aufstockung um elf Mann bewilligt, bestätigt die Armee schriftlich. Weiter schreibt sie: «Basierend auf der allgemeinen Lageverschärfung im Ausland und entsprechend erhöhtem Bedarf an Schutz- und Sicherheitsleistungen, zum Beispiel für Schweizer Auslandsvertretungen, entschied die Armeeführung, dass auch personelle Massnahmen notwendig sind.»

Elf Mann kommen neu hinzu

Das AAD 10 solle mehr Einsätze gleichzeitig leisten können, erklärt die Armee weiter. Möglich werden sollten parallel zwei Schutz- und Sicherheitseinsätze etwa in einer Schweizer Botschaft: «Gleichzeitig muss es auch möglich sein, einen länger dauernden, personalintensiveren Einsatz im Ausland leisten zu können.»

Elf Mann kommen also neu hinzu – wie gross die Spezialeinheit insgesamt ist, gibt die Armee allerdings nicht bekannt. Die im Jahr 2004 neu gebildete Einheit zählte damals laut Medienberichten rund 40 Mann.

Die Einheit sei aber laufend ausgebaut worden, schreibt die Armee. «Der personelle Aufbau des AAD 10 erfolgte über die Jahre schrittweise und orientierte sich am Bedarf, beziehungsweise an der konkreten Auslastung der Einheit.»

Im Jahr 2001 sprach der Bundesrat von einem maximalen Ausbau auf «knapp 100 Mann». Ob dieser Bestand nun erreicht oder gar überschritten ist, sagt die Armee nicht – Geheimsache AAD 10.

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Kreuter  (KallePalle)
    Absolut richtige Entscheidung.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Friedensfördende Massnahmen hat unsere Armee schon immer getätigt und hat überhaupt nichts mit einem "Beitritt zu einen Verteidigungspakt zu tun"!
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  • Kommentar von Thomas Leu  (tleu)
    Diese Truppe entspricht genau der aktuellen Bedrohungslage. Sie kann rasch überall eingesetzt werden und unseren Bürgern im Ausland im schlimmsten Fall zur Seite stehen. Wir hoffen alle, dass sie nie eingesetzt wird, aber es ist wie die Feuerwehr, besser wenn man sie hat, als wenn man im Ernstfall mit abgesägten Hosen dasteht. Die Erfahrung zeigt, dass bereits der Fakt, dass es diese Truppe gibt, abschreckend wirken kann. Die Deutschen z.Bsp. würden die GSG9 nie und nimmer mehr abschaffen.
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      @Leu: Die GSG 9 (korrekt: Grenzschutzgruppe 9 der Bundespolizei "GSG9 BPol") ist keine militärische Elite-Einheit der Deutschen Bundeswehr, sondern eine Elite-Einheit der Bundespolizei. Es gibt eine ganz klare Trennung zwischen den Aufgaben der Polizei und den Aufgaben der Armee. Zumal die Schweiz ebenfalls entsprechende polizeiliche Elite-Einheiten besitzt. Da braucht es eine AAD 10 nicht und im Ausland erst recht nicht.
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    2. Antwort von Charles Dupond  (Egalite)
      Gerade auch diese Truppe beweist die heutige Ueberlegenheit der Berufssoldaten ueber die in die Wehrpflicht Gepressten. Es ist geradezu pervers, in Cyberabwehr, Flugzeuge, Flugabwehrraketen, Panzer, mot. Artillerie Milliarden a Discretion zu buttern, und auch im Frieden fuer deren zwangsleufig weniger perfekte Bedienung durch Hobisoldaten ein Bruchteil davon einzusparen....
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    3. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Jean-Philippe Ducrey: Sie erklären uns die Welt wie sie sein sollte, aber nicht wie sie ist. Wenn ein Land in eine Krise schlittert, werden die schönen internationalen Regeln am Ende von niemandem mehr eingehalten. Aufständische fühlen sich nicht an die Regeln gebunden, die die Regierung, welche sie bekämpfen, abgemacht hat. Zudem: Da wir keine Bundespolizei haben, müssen wir diese Truppe über's VBS organisieren. Oder wollen Sie zuerst 26 Kantonspolizeien koordinieren für einen Einsatz?
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