Zum Inhalt springen

Header

Audio
Nachrichten von 09:00 Uhr
Aus Nachrichten vom 20.02.2021.
abspielen. Laufzeit 05:47 Minuten.
Inhalt

«Equal Pay Day» Frauen in der Schweiz haben bis Samstag gratis gearbeitet

  • Die Frauen in der Schweiz haben bis am Samstag, 20. Februar, gratis gearbeitet, während die Männer ihren Lohn bereits am 1. Januar erhalten hatten.
  • Der Tag markiert den «Equal Pay Day», der sich aus dem Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern berechnet.
  • Der diskriminierende Anteil der Lohnungleichheit – also jener Anteil, für welchen es keine nachvollziehbaren Gründe gibt – beträgt 14.4 Prozent, wie die Business- und Professional Women Switzerland (BPW Switzerland) mitteilten.

Die Organisation orientiert sich an den Medianlöhnen der Privatwirtschaft. Es gebe keine nachvollziehbaren Gründe, warum eine Frau für dieselbe Arbeit und Leistung weniger verdienen soll als ein Mann, schreibt BWP. Nehme man den öffentlichen Sektor hinzu, schrumpfe die Differenz auf etwas unter zwölf Prozent, erklärt SRF-Wirtschaftsredaktorin Charlotte Jacquemart.

Im vergangenen Sommer trat das revidierte Gleichstellungsgesetz in Kraft. Dieses verpflichtet Firmen mit mehr als 100 Angestellten, Löhne regelmässig auf Diskriminierung zu untersuchen. Das sei zwar noch nicht viel und es komme immer noch darauf an, was genau man messe, aber es sei besser als gar nichts, so Wirtschaftsredaktorin Jacquemart.

Schneckentempo bei der Lohngleichheit

Vor zwölf Jahren sei der «Equal Pay Day» am 15. März gewesen, schreibt der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse. Punkto Lohngleichheit gehe es in der Schweiz also nur im Schneckentempo vorwärts. Der Verband beobachte mit Sorge, wie sich der diskriminierende Teil der Lohnunterschiede entwickle. Gemäss im Jahr 2020 publizierten Zahlen sei der Wert im privaten Sektor von 39.6 Prozent im Jahr 2008 auf fast 43 Prozent im Jahr 2016 gestiegen.

SRF 4 News, 20.02.2021, 9 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

41 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Herr Meyer: Sorry, unten zu antworten ist irgendwie unmöglich. Also Jobsharing mit unterschiedlichen Schwerpunkten ist kein Jobsharing mehr, sondern zwei Teilzeitstellen. Jobsharing bedeutet klar, dass zwei die gleiche Stelle teilen. Ihr Bsp. mit dem Unfallchirurgen ist tägliche Realität, denn sehr viele MedizinerInnen arbeiten TZ und haben unterschiedliche Spezialgebiete. Wenn sie in der gleichen Praxis als Hausarzt arbeiten, so ist es nicht zu verwechseln mit Jobsharing, da eigene Patienten.
  • Kommentar von Rudolf Räber  (Eins)
    Gemäss dem Stichwort "Hinter jedem erfolgreichen Mann eine starke Frau" gibt es einige Männer die übermässig verdienen. Deren Frauen stehen dann nicht zu Buche, weil ja ihre Männer eben übermässig abrahmen.
    Wir haben also bereits eine doppelte Verzerrung.
    Der Ansatz ist falsch, weil er Männer gegen Frauen ausspielt, was nur auf beiden Seiten zu Verlierern führen kann. Es gibt die Unterschiede nämlich auch unter Männern und Frauen.
    Zwei Lösungsworte: Selbstverantwortung und Zusammenarbeit
  • Kommentar von Hans Peter  (HPet)
    Das Medianeinkommen liegt bei ungefähr CHF 6'000. D.h der Unterschied liegt bei CHF 720. Die Lohnverhandlungen wurden dabei bei diesen 12% Unterschied noch nicht berücksicht! Weiter erfolgt die Berechnung nicht nach Berufserfahrung! Sondern diese Studie geht davon aus, dass eine 40 Jahrer alter Frau genau gleich viel Berufserfahrung hat wie ein Mann und berücksichtigt keine Unterbrüche, Umschulungen in eine neue Branche etc. Was deutlich häufiger bei Frauen vorkommt!!