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Honigernte 2019: In den Bergen top, in tieferen Lagen flop.
Aus HeuteMorgen vom 19.08.2019.
abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
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Erste Imker-Bilanz 2019 wird wohl schlechtestes Honigjahr seit langem

Instabiles Wetter mögen Bienen nicht – deshalb könnte der Ertrag der Imker im Flachland in diesem Jahr mau ausfallen.

Schon jetzt sei klar – das Super-Honigjahr 2018 werde sich heuer nicht wiederholen, sagt Bruno Reihl, Vorstandsmitglied vom Imkerverband BienenSchweiz: «Es wird eher mager ausfallen, speziell im Mittelland.»

Auch wenn noch keine aktuellen Zahlen vorlägen, liessen erste Aussagen seiner Kollegen keine Zweifel offen, sagt Imker Reihl: «Ich denke mal, dass einige Regionen das schlechteste Honig-Jahr seit einigen Jahren haben werden.»

Schlechte Bedingungen in tieferen Lagen

Im letzten Jahr produzierte ein Schweizer Bienenvolk durchschnittlich bis zu 30 Kilogramm Honig. Doppelt so viel als normal. Davon könne dieses Jahr keine Rede sein, sagt Reihl.

Schuld seien die massiven Temperaturunterschiede in tiefen Lagen gewesen. So habe der warme März die Bienenvölker explodieren lassen, darauf folgte aber ein nasser kühler Mai. In dieser Zeit hätten die Bienen keine Nahrung mehr gefunden und den Honig selbst gefressen.

In Davos tönt es ganz anders

Ganz anders tönt es auf 1500 Metern Höhe, beim Davoser Imker Heini Heusser. Er rechnet mit einem überdurchschnittlichen Honigjahr.

Denn der nasse Mai war kein Problem für die Bergbienen, da die Blütezeit erst im Juni einsetzt: «In den Bergen sind die Honigernten in der Regel gleichmässiger. Wir haben also weniger grosse Schwankungen. Wenn das Wetter gut ist und wir keinen Frost haben im Frühjahr oder Juni, dann sieht es meistens nicht schlecht aus.»

Bienen mögen eben kein instabiles Wetter

Den Berg-Imkern kommen die warmen Sommer der letzten Jahre entgegen. Die sogenannte Schafskälte – was in hohen Lagen Frost bedeutet – kommt kaum mehr vor.

Das gilt aber wie gesagt nicht für tiefe Lagen. Dort gibt es nicht nur immer heissere Sommer, sondern eben auch vermehrt instabileres Wetter und das haben die Bienen gar nicht gern. Die definitiven Honigerntezahlen 2019 werden im Herbst erwartet.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Wolfgang Nivard Wolfsgruber  (Nivi)
    Immer mehr Studien belegen, dass auch Bienen elektrosensibel sind. Bienen orientieren sich auch am Magnetfeld. Durch den Mobilfunk werden Bienen stark in ihrer Orientierung beeinträchtigt, sodass sie immer schlechter zu ihrem Bienenstock zurück finden. Nicht zufällig hat das Bienensterben eklatante Ausmasse seit der Einführung des Mobilfunks angenommen. Und jetzt lassen wir es zu, dass mit 5G jeder Flecken dieser Erde verstrahlt wird!
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  • Kommentar von Alex Kramer  (Kaspar)
    ob der niedrige Ertrag im Flachland mit dem Gifteinsatz in der Landwirtschaft und der Grundwasser-Qualität im Mittelland korreliert?
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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Nebst anderen Stressfaktoren wie Chemie, Mangel an geeigneten Lebensgrundlagen, Nistmöglichkeiten, Pollenlieferanten oder Schmarotzer ua anderen Schädlingen, gab 2019 klar auch den Wildbienen noch den Rest, jedenfalls in meiner Umgebung. Die Blüten praktisch leer, übrigens ebenso in den Bergen, häufigere Arten rar anzutreffen, seltene Arten ausgeblieben. Hoffe nicht, dass solch krasse Wetterverhältnisse zum Dauerzustand werden, sonst haben wir ein Problem, Pestizide ua sind schon schlimm genug.
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