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Dem Fiskus entgehen Millionen beim Versandhandel
Aus SRF 4 News aktuell vom 06.05.2021.
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Fällige Steuerforderungen Versandhandel kostet die Schweiz Millionen

Ausländische Versandhändler müssten eigentlich in der Schweiz Mehrwertsteuer zahlen. Nicht alle registrieren sich jedoch bei der Steuerverwaltung.

Ausländische Versandhändler haben in der Schweiz im Jahr 2019 insgesamt rund 26 Millionen Franken an Mehrwertsteuer bezahlt. Doch eigentlich hätten es mehr als 80 Millionen Franken sein müssen. Zu diesem Schluss kommt die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) in einem neuen Bericht.

Längst nicht alle ausländischen Versandhändler in der Schweiz würden sich nämlich pflichtgemäss bei der Steuerverwaltung registrieren und Mehrwertsteuer abliefern, beklagen die Finanzkontrolleurinnen und -kontrolleure. Aber überprüfen und durchsetzen lasse sich dies kaum.

Gesetzeslücken führen zu Verlusten

Jährlich gelangten 30 Millionen Kleinwarensendungen in die Schweiz, so die EFK. Und auch wenn man bei einer Kontrolle unversteuerte Ware oder falsch deklarierte Sendungen finde, dann sei noch lange nicht gesagt, dass man die fälligen Steuerforderungen dann auch tatsächlich eintreiben könne.

Denn in den Ländern, in denen die ausländischen Versandhändler ihren Sitz hätten, wollten oder könnten die Behörden nicht immer Amtshilfe leisten. Deshalb schlüpften viele Versandhändlerinnen und -händler durch die Maschen des Gesetzes, was für den Schweizer Staat zu einem potenziellen Steuerausfall von 60 Millionen Franken führe.

Die Finanzkontrolle schlägt deshalb vor, dass künftig nicht mehr die Versandhändler selber steuerpflichtig sein sollen, sondern die Onlineplattformen, über welche die Versandhändler ihre Ware anbieten.

SRF 4 News, 06.05.2021, 06:25 Uhr

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26 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Brüllmann  (cdbc@cdbc.ch)
    Aufhören mit Versandhandel. Fertig.
  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Nur wenn alle Länder es auch so genau mit Schweizer Firmen hinschauen. Und z.B. schauen wie viel sie durch Schweizer Banken an Steuereinnahmen verlieren, dann sind 80 Millionen eine ganz kleine Summe. Und auch das Blut Geld verschiedener Diktatoren hier auf Bankkonten ergibt das vielfache von 80 Millionen. Dazu kommt das wenn ich in Deutschland bestellen, ich da mwst bezahle. Und zum das zurück zu erhalten es sehr kompliziert wird. Kostet mich auch sehr viel Zeit und Geld!
  • Kommentar von Sancho Brochella  (warum?)
    Man könnte Händlerkategorien schaffen und pro Gewicht und Paketgrösse eine Gebühr errechnen. Aus den drei sowieso bekannten Angaben ergäbe es eine durchschnittliche geschätzte MwSt und Zoll. Diese muss vor Auslieferung des Pakets bezahlt werden. Sowie das Paket erfasst ist, kann das alles ohne Auslieferungserzögerung passieren. Dafür entfielen alle bisherigen Bearbeitungsgebühren. Weicht der Betrag stark ab, kann sich der Käufer gegen Vorweisen der Rechnung die Differenz vergüten lassen.