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Kleinere Dimensionen und bessere Arbeitsbedingungen
Aus Tagesschau vom 23.06.2020.
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Fleischverarbeitung und Corona «Situation in Deutschland nicht mit derjenigen hier vergleichbar»

Nachdem sich Mitarbeiter einer deutschen Fleischfabrik zu Hunderten mit dem Coronavirus angesteckt hatten, stellt sich die Frage, wie sich die Situation in der Schweiz präsentiert. Bei Migros und Coop heisst es: alles unter Kontrolle.

Schweine zerlegen im Akkord: 1300 sind es – pro Tag. Bei der Micarna im St. Gallischen Bazenheid, einer Tochtergesellschaft der Migros, gibt es seit Februar ein Hygiene- und Schutzkonzept, erklärt Marcel Schlatter, Mediensprecher des Migros-Genossenschaftsbundes.

«Wir haben allein in diesem Betrieb rund 700 Quadratmeter Plexiglasscheiben installiert und haben die Schichtpläne angepasst, sodass man sich aus dem Weg gehen kann.» Zudem gäbe es angepasste Pausenzeiten. Auch in der Mensa und der Cafeteria werde darauf geachtet, dass die Hygiene-Massnahmen jederzeit einhalten würden.

Kein Vergleich mit Deutschland

In diesem Betrieb gab es laut der Migros bis jetzt keinen Covid-19 Fall. Die 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden sich gut an die Regeln halten, sagt Schlatter. «Die Sensibilisierung sicherzustellen, war uns sehr wichtig.» Den Mitarbeitern sage man: «Wenn du dich krank fühlst, dann bleibe zu Hause, wenn jemand in deinem Umfeld erkrankt ist, dann melde uns das bitte. Und hier bei der Arbeit gilt, immer die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.»

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Marcel Schlatter, Mediensprecher Migros-Genossenschaftsbund: «Wenn du dich krank fühlst, dann bleibe zu Hause»
Aus News-Clip vom 23.06.2020.
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Laut Marcel Schlatter lassen sich die Arbeitsbedingungen in der Schweiz nicht mit denjenigen in Deutschland vergleichen: «Einerseits von der Grösse her: Wir verarbeiten hier rund 1300 Schweine pro Tag, das sind 10 bis 20 Mal weniger als in ausländischen Grossbetrieben.» Anderseits aber auch aufgrund der Arbeitsbedingungen. Schlatter erwähnt die Löhne, die Sozialleistungen und den Leistungsdruck.

Coronavirus-Fälle bei Bell-Mitarbeitenden

Bei der Bell Food Group, dem Marktführer unter den Fleischproduzenten in der Schweiz, gab es laut dem Mediensprecher Fabian Vetsch vereinzelt Mitarbeiter, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. «Die Ansteckungen sind im privaten Umfeld erfolgt und standen nicht in Zusammenhang mit der Arbeitssituation in unseren Betrieben.» Dank dem konsequent umgesetzten Schutzkonzept habe es auch bei diesen wenigen Fällen keine Weiterverbreitung im Betrieb gegeben.

Auch bei Bell gibt es ein Schutzkonzept: «In diesem sind die Hygiene- und Abstandsregeln des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) berücksichtigt und konsequent umgesetzt.» Das habe sich bisher sehr gut bewährt. Es sei mehrfach von den kantonalen Arbeitsinspektoren begutachtet und für gut befunden worden.

Für die anstehenden Sommerferien gilt für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Micarna eine Meldepflicht: Die Firma will wissen, wer wohin in die Ferien geht, damit mögliche Ansteckungen zurückverfolgt werden könnten.

SRF 1, Tagesschau, 23.06.2020, 19:30 Uhr

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