Zum Inhalt springen

Header

Video
Stefani: «Etwa zwischen 80 und 85 Prozent der Mitarbeiter sind noch in Kurzarbeit»
Aus News-Clip vom 24.07.2020.
abspielen
Inhalt

Fliegen in Coronazeiten Die Luftfahrt wird noch lange leiden

Pünktlich auf die Sommerferien legt die Luftfahrt in der Schweiz wieder zu. Am Flughafen Zürich heben wieder deutlich mehr Flugzeuge ab. Doch viele Partnerfrmen leiden weiter unter der Corona-Krise.

In den letzten Tagen haben gleich zwei grosse Firmen massive Restrukturierungen bekannt gegeben. Gategroup plant beim Catering-Betrieb Gate Gourmet in der Schweiz den Abbau von 350 Stellen. Und die Wartungsfirma SR Technics soll laut Medienberichten an den Standorten Zürich, Genf und Basel 500 der insgesamt 2000 Stellen streichen wollen.

Beim Abfertigungsunternehmen Swissport wurden 50 Mitarbeitende in der Probezeit entlassen. Weitere Entlassungen seien im Moment aber nicht geplant. Swissport beschäftigt am Flughafen Zürich rund 2500 Personen und fertigt dort die meisten Flüge ab. Die Angestellten kontrollieren zum Beispiel am Gate die Tickets oder laden auf dem Vorfeld das Gepäck ins Flugzeug.

Swissport-Mitarbeiter
Legende: Zwar heben wieder vermehrt Flugzeuge ab. Doch Zulieferunternehmen brauchen weit grössere Flugaufkommen für ihre Rentabilität. Keystone

Über zwei Drittel noch in Kurzarbeit

Seit ein paar Wochen gibt es wieder mehr zu tun. Doch die meisten Mitarbeinden sind noch immer zu Hause, wie Swissport-Geschäftsführer Bruno Stefani erklärt: «Unsere Leute sind immer noch zu einem hohen Mass in Kurzarbeit. Das wird sich auf Grund des ferienbedingten Verkehrs zwar etwas reduzieren. Aber wir werden am Ende des Monats immer noch bei etwa 85 Prozent Kurzarbeit liegen.»

Angefangen hat die Krise für Swissport Ende März. Die Fluggesellschaften strichen damals immer mehr Flüge, weil die weltweiten Reisebeschränkungen einen rentablen Betrieb verunmöglichten. Damit fehlten vielen Zulieferfirmen wie Swissport auf einen Schlag die Kunden. «Unsere Airlines haben sich praktisch von einem Tag auf den anderen verabschiedet,» sagte Stefani damals und rechnete für den April noch mit fünf Prozent der ursprünglich prognostizierten Produktion.

Erholung braucht Zeit

Nun zieht der Flugverkehr also wieder an. Im Juli liege man schon wieder bei ca. 25 Prozent. Doch von Aufatmen könne keine Rede sein: «Die wenigen Flüge können einen Betrieb nicht rentabel machen. Wir sind auf ein hohes Volumen angewiesen.»

Die wenigen Flüge können einen Betrieb nicht rentabel machen.
Autor: Bruno StefaniSwissport-Sprecher

Doch eine Erholung braucht Zeit, da ist man sich in der Branche einig. Stefani geht davon aus, dass die Luftfahrt auch nächsten Sommer noch nicht dort sein wird, wo sie vor Corona war. Vieles hänge von der weiteren Entwicklung ab. Er rechnet damit, dass immer wieder Mal Destinationen gestrichen werden müssen wegen aktueller Einschränkungen.

Heute in «Schweiz aktuell»

Sendungslogo von «Schweiz aktuell»

Mehr dazu sehen Sie in der Sendung «Schweiz aktuell» um 19.00 Uhr auf SRF 1.

Schweiz aktuell; 24.7.2020; 19:00 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Benjamin Knie  (Bennel)
    Das kann ich mir gut vorstellen, wenn bis mindestens mitte nächsten Jahres Coronazwang herrschen soll. Jedes betroffene Unternehmen das nicht in die Kreide geraten möchtet schliesst eure Hütten es wird noch Ungemütlicher! Die Wirtschaft ist schon jetzt gegen die Wand gefahren worden aber es kommt noch viel härter wenn sich die Worte von hoher Personen erfüllen. Ein Staat der ganze Sektoren schliesst ist nicht mehr Glaubwürdig und dafür gibt es auch keine Rechtfertigung und das heisst Kündigen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen