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Freihandel Schweiz-USA am Ende?
Aus HeuteMorgen vom 22.01.2020.
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Freihandel Schweiz-USA Das Interesse der USA ist noch nicht gross genug

Ernüchterung auf Schweizer Seite. Das angestrebte Freihandelsabkommen mit den USA erscheint weiter entfernt denn je.

Marie Gabrielle Ineichen-Fleisch, Direktorin des Staatssekretariates für Wirtschaft Seco, hat auch schon optimistischer getönt. Wenige Stunden nach dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump sagt sie auf die Frage, ob es mit dem Freihandelsabkommen nun vorwärtsgehe: «Ich denke, wir müssen noch schauen, was genau wir in einem allfälligen Abkommen abdecken möchten. Das ist noch nicht klar – eigentlich auf beiden Seiten.»

«Vielleicht machen wir etwas ganz Neues»

Zunächst müsse geprüft werden, wo das Interesse liege. «Die Beziehungen sind ja schon gut. Was würde es deshalb bringen, wenn wir jetzt noch etwas weiter gehen?», sagt Ineichen-Fleisch.

Noch vor kurzem hiess es, das Freihandelsabkommen sei äusserst wichtig für die Schweizer Wirtschaft. Nun, sagt die Staatssekretärin, schaue man sich in puncto USA nach anderen Themen für Abkommen um.

«Vielleicht machen wir dann etwas ganz Neues, etwas, das wir auch von der Schweiz aus noch nie gemacht haben», blickt Ineichen-Fleisch voraus. So sei etwa der digitale Handel ein Thema. Dazu gebe es am Rande der WTO Verhandlungen. «Vielleicht gibt es Möglichkeiten, dass wir mit den USA etwas weitergehen.»

Lighthizer noch nicht überzeugt

Konkreter wird Ineichen-Fleisch nicht. Zurück auf Feld eins also in den bilateralen Gesprächen mit den USA. Martin Naville von der Handelskammer Schweiz-USA sagt, das Freihandelsabkommen mit der Schweiz sei nicht zuoberst auf der Agenda des US-Handelsbeauftragten.

«Der Verantwortliche Robert Lighthizer hat ein Problem mit Priorisierung. Er hat China, Russland, EU, UK und Japan und ganz viele andere Themen», erklärt Naville. «Und ich glaube, er ist noch nicht überzeugt, dass man das wirklich machen soll.» Der Schweiz sei es noch immer nicht gelungen, das Interesse der USA an einem Freihandelsabkommen in genügendem Masse zu wecken.

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Freihandel und Klima: Die Themen beim Treffen zwischen den USA und der Schweiz
Aus Tagesschau vom 21.01.2020.
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62 Kommentare

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  • Kommentar von Marti Müller  (Co2=Leben)
    Simonetta verhandelt mit Donald
    Das währe etwa wie CH-USA, im Basketball. Oder etwa Baseball
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  • Kommentar von Margrit Berger  (mberger)
    Schade, wie Posters hier immer noch mit links, rechts argumentieren. Da verbarrikadieren sich einige Gestrige in ihren Festungen und attackieren wie weiland die Raubritter, wenn ihnen ein/e Politiker/in nicht genehm ist, weil sie/er ihrer Ansicht nach links oder rechts steht. Weshalb nicht erst versuchen den Sachverhalt dahinter zu verstehen und dann begründet bewerten, statt alles was von l resp. r kommt, gleich abzuurteilen, wissen wir doch alle, dass die Welt bunt gemischt ist.
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  • Kommentar von David Steiner  (MLE)
    Immer wieder beeindruckend, mit welch eklatantem Mangel an Führungsstärke unsere obersten Politiker, Minister und Verwalter glänzen... Insbesondere von der Seco Direktorin würde ich mir mehr Gestaltungswille wünschen. Falls es dafür am Sachverstand mangelt, so gehört sie ersetzt. Aber in der CH Politik hat jeder Angst vor starken Persönlichkeiten des pol. Gegners. Deshalb wählt man jeweils die schwächsten Glieder des anderen. Ansonsten hätten wir beispielsweise auch keinen Parmelin im BR.
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    1. Antwort von Margrit Berger  (mberger)
      Beeindruckend wie einige Leute hier meinen, den Sachverstand der obersten Behörde beurteilen zu können. Da scheint uns wertvolles Knowhow verloren zu gehen. - Selbst kandidieren Herr D. Steiner, aber bitte erst Erfahrungen ausserhalb des Stammtisches sammeln! Wenn Sie dann mal im Parlament sind, können Sie mitbestimmen oder mit viel Glück Führung im BR beweisen.
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