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Viele Schadenmeldungen wegen extremer Wetterereignisse
Aus HeuteMorgen vom 01.10.2021.
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Frost, Hagel, Überschwemmungen Für Hagelversicherung das «schlimmste Jahr seit Firmengründung»

Das extreme Wetter hat die Landwirtschaft dieses Jahr schwer getroffen. Fast jeder zweite Hof hat der Hagelversicherung einen Schaden gemeldet.

Fast 30'000 landwirtschaftliche Betriebe in der Schweiz sind gegen Ernteausfälle nach Hagel, Überschwemmung, Frost und Sturm versichert. Der Geschäftsführer von Schweizer Hagel, Pascal Forrer, zieht eine erste Bilanz: «Dieses Jahr hatten wir beinahe 14'000 Schadenmeldungen. Das bedeutet, dass fast jeder zweite Versicherte einen Schaden gemeldet hat.»

Etliche Meldungen – und entsprechend hoch sind auch die Entschädigungen, welche die Versicherung in diesem Jahr bezahlen muss. «Wir rechnen mit einer Schadenssumme von 110 Millionen Franken. Das ist verhältnismässig das schlimmste Jahr der Schweizer Hagelversicherung in ihrer 140-jährigen Geschichte.» 110 Millionen Franken, das ist doppelt so viel wie die Prämieneinnahmen der Versicherung in der Schweiz. Das heisst, die Ausgaben sind in diesem Jahr viel höher als die Einnahmen.

Schäden durch Rückversicherung abgedeckt

«Das Jahr war sehr hagelreich mit extrem vielen grossen Hagelkörnern. Und eben demzufolge wurden sehr viele Kulturen schwer beschädigt oder ganz vernichtet», sagt Forrer. Die Hagelversicherung bezahlt die Schäden mit den Rückstellungen und ist selbst auch mit einer Rückversicherung abgedeckt.

Die Landwirte verzeichnen nach dem Hagel, Frost und Regen im laufenden Jahr enorme Ausfälle bei der Ernte. Zum Beispiel 65 Prozent weniger Aprikosen, 30 Prozent weniger Zucchetti, weniger Salat und auch 20 Prozent weniger Getreide. Forrer sagt dazu: «Dieses Jahr zeigt ganz klar wieder schmerzlich, dass Extremereignisse sehr wohl stattfinden.»

In Anbetracht solcher Wetterereignisse hat die Schweizerische Hagelversicherung schon vor drei Jahren mit einer neuen Versicherung gegen Frostschäden in der Landwirtschaft vorgesorgt.

HeuteMorgen, 01.10.2021. 07:00 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Teil2: Es liegt mir fern, zu behaupten, dass es viele Menschen gibt,denen die Nachkommenden gleichgültig sind. Eigentlich.Aber offenbar schieben sich dann zwischen diese Achtung der Nachkommenden und das eigene Denken und Handeln bei vielen politisch-wirtschaftliche Prämissen,also das eigene Portemonnaie,damit auch Egoismus. Anders kann ich mir das mehr als befremdliche Nein am 13. Juni beim der CO2-Vorlage nicht erklären.Die Unwetter hier und -schäden zeigen, wie falsch solche Entscheide sind.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Teil1: Die Klimaerwärmung zeitigt eine Häufung extremer Wettererscheinungen. Es ist kein Zufall, dass innerhalb von 6 Wochen ca. an 12 Tagen mehrere Unwetter Teile der Schweiz schädigten, so auch am 28. Juni verschiedenste riesige Hagelwetter. Die Natur beginnt sich für die grossenteils menschengemachte Klimaerwärmung zurückzuschlagen. Jetzt können wir dies zumeist abfedern. Aber wir stehen in der Pflicht, mit griffigen Klimaschutzmassnahmen für Nachkommende vorzuzusorgen. Politisch und privat.
  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Klimawandel Narrativ soll nun in allen einmaligen Wetterphänomenen Ursache sein, wo bisher doch immer betont wurde (nur wenn es kalt war), dass Wtter und Klima ganz was anderes sei.
    1. Antwort von Ueli von Känel  (uvk)
      Herr Zeiner: Bei meteo-schweiz klima können Sie sich informieren. Das führt Sie dann zu einigen Einsichten, dass Klimawandel grossenteils menschengemacht ist und sich nicht durch rechtbürgerliche Ideologien wegblasen lassen. Ich lade Sie deshalb dazu ein, sich in diese wissenschaftlichen Unterlagen zu vertiefen. Wir müssen von einem grenzenlosen Individualismus, der gesellschafts- und weltzerstörend wirkt, zurückfinden zu gemeinsamem Handeln, sozial und klimatologisch - für die Nachkommen.