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Fünf Todesopfer Zahl der Lawinentoten sinkt auf tiefsten Stand seit 60 Jahren

  • Der Lawinenwinter 2019/20 hat in der Schweiz fünf Menschen das Leben gekostet.
  • Das ist der tiefste Wert seit 60 Jahren.
  • Alle Opfer waren Wintersportler, die sich im ungesicherten Gelände aufhielten.
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Aus dem Archiv: War es leichtsinnig, die Skipiste zu öffnen?
Aus Tagesschau vom 27.12.2019.
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Im langjährigen Mittel betrug die Zahl der Todesopfer bis Ende März jeweils rund 18, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) mitteilt. Es gab im diesjährigen Lawinenwinter nur einen Unfall, bei dem mehr als eine Person in derselben Lawine starb.

Die Zahl der gemeldeten Lawinen nur mit Sachschaden betrug 112. Das ist rund ein Drittel weniger als der Durchschnitt der letzten zwanzig Jahre mit 168 Schadenlawinen und 175 erfassten Menschen.

Unattraktive Bedingungen

Laut dem SLF können die Gründe für die geringere Zahl von Todesopfern sein, dass im Januar weitgehend günstige Verhältnisse mit einem guten Schneedeckenaufbau geherrscht haben. Milde Temperaturen und wiederholt Regen bis in hohe Lagen hätten mittelfristig zu einer Stabilisierung der Schneedecke geführt.

Ausserdem seien in den gefährlichsten Phasen des Winters die Wetter- und Schneebedingungen durch Sturm und Regen bis in hohe Lagen für Touren unattraktiv gewesen. Weniger Tourengänger und Variantenfahrer dürften deshalb unterwegs gewesen sein.

Häufiger Gefahrenstufe 1

Das SLF vermutet, dass einige der Menschen, die von Lawinen erfasst worden sind, auch Glück gehabt haben dürften. Der prozentuale Anteil an Unfällen mit tödlichem Ausgang liege mit einer Abnahme von 72 Prozent noch deutlicher unter dem langjährigen Mittel.

Im Winter 2019/20 entsprach gemäss Mitteilung die Häufigkeit der fünf Gefahrenstufen in etwa dem langjährigen Mittel. Einzig die Gefahrenstufe 1 (gering) wurde um 7 Prozent häufiger prognostiziert. Dies deute auf eine überdurchschnittlich günstige Lawinensituation hin und dürfte unter anderem zur geringen Zahl Lawinenopfer beigetragen haben.

SRF 4 News, 11:00 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Martin Schläppi  (Tinel)
    Jonas Bless:
    Skifahren abseits der Pisten bei guten und sicheren Bedingungen ist mindestens so schön wie auf einer super präparierten Autobahn. Auch weniger steile Hänge ohne Lawinengefahr sind dafür bestens geeignet. Noch fast wichtiger für mich als Senior ist, dass ich dabei nicht ständig rundum schauen muss, ob mich so ein Pistenfräser über den Haufen fahren könnte.
  • Kommentar von Rolf Huber  (RolfHuber)
    Skitour ist nicht nur die Abfahrt. Skitour bedeutet, auf einsamen Pfaden die schönsten Seiten der winterlichen Berge zu erleben, abseits des Rummels in den Skigebieten, dafür in der unberührten Natur. Machen Sie eine Google-Bildersuche zu "Skitour", die Bilder sprechen für sich. Es ist zudem ein entschleunigender Sport (im Gegensatz zur Pistenraserei) und sehr gesund für Herz und Kreislauf.
    1. Antwort von Wilfred Scheidegger  (Ville Frayde)
      @ Rolf Huber, ich bin vollkommen einig mit Ihnen und dies haben Sie hier sehr schön beschrieben, aber da gibt es eben leider noch "Verkehrssünder die alles auf den Kopf stellen !
    2. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Nun, das mit dem Entschleunigen ist natürlich relativ. Je nachdem unter welcher "sportlicher" Prämisse sie auf Skitouren gehen. Da läuft oft die Stoppuhr mit, oder es lockt die "first line" und die Schrittfrequenz steigt an.
      Und mal ehrlich, oft beginnt der Stress ja schon mit der Suche nach einem Parkplatz...
      Aber trotz allem: Skitouren sind grandioses Kino bei tolen Verhältnissen!
      Und eine "Schule der Persönlickeit" bei schlechten ;-)
  • Kommentar von Jonas Bless  (Jonas Bless)
    Kann mir ein erfahrener Skier / Snowboarder sagen was der Reiz am Fahren ausserhalb der Pisten sein soll?
    1. Antwort von Andreas Von Känel  (Vonkaenel)
      Gegenfrage: Kann mir ein erfahrener Quarantänist (sagt man das so) erklären was der Reiz sein soll, den ganzen Tag in den eigenen vier Wänden zu verbringen?
      Um auf ihre Frage zurückzukommen: Es gibt Menschen die die Freiheit schätzen. Die nicht auf maschinell präparierte Pisten und Sesselbahnfahrten stehen. Die gerne - wenn vielleicht nicht ganz alleine - ein wenig einsamer untewegs sind als das auf Pisten möglich ist. Für mich gibt es viele Gründe, und mein Leben liebe ich.
    2. Antwort von Wilfred Scheidegger  (Ville Frayde)
      ...weitere Gegenfrage: warum ein Offroader mehr im Flachland, statt in den Bergen "angewendet" wird? (Auch Freiheit, im Flachland wird er im Gegensatz, bis anhin mehr (an)gesehen). Da ist der Reiz am Fahren "ausserhalb der Piste", noch nicht so krass ;)