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Legende: Video SBB muss nachbessern abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.08.2019.
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Gefährliche Zugtüren SBB-Chef: «War überrascht, wie viele Fehler wir gefunden haben»

  • Der Bund hat die SBB verpflichtet, die Türsteuerungen bei den EW-IV-Wagen zu ersetzen und Sofortmassnahmen für die Sicherheit zu ergreifen.
  • Die SBB wird die Auflagen des Bundes fristgerecht umsetzen, wie SBB-Chef Andreas Meyer an einer Medienkonferenz versichert.
  • Das Bahnunternehmen will das Bundesamt für Verkehr wöchentlich über den Stand der Arbeiten im Sicherheitsbereich informieren.
Legende: Video Andreas Meyer: «Wir haben mehr Fehler gefunden, als erwartet» abspielen. Laufzeit 00:23 Minuten.
Aus News-Clip vom 23.08.2019.

Zu Beginn der SBB-Medienkonferenz drückt CEO Andreas Meyer nochmals sein Bedauern über den tragischen Unfall Anfang August in Baden (AG) aus. Zum Zwischenergebnis der eingesetzten Task Force für die Sonderkontrollen räumt er ein: «Ich war überrascht, als ich gesehen habe, wie viele Fehler wir gefunden haben.»

Die SBB will bis zum 28. August die Sonderkontrollen beim Wagentyp EW IV abschliessen, wie Toni Häne, Leiter SBB Personenverkehr, erklärte. Danach sollen auch neuere Wagen kontrolliert werden.

Einklemmschutz versagt bei den Tests

Bisher wurden 384 Wagen und 1536 Türen bei der Sonderkontrolle überprüft. Dabei wurden 512 Mängel entdeckt. Der grosse Teil davon wirke sich nicht auf die Funktion der Türen aus und sei nicht sicherheitsrelevant, so Häne. 66 Mal wurde beim Einklemmschutz ein Mangel in der Funktionsweise erkannt, sieben Mal hat der Einklemmschutz nicht funktioniert. Alle Mängel sollen so schnell wie möglich behoben werden, hiess es.

Die Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hatte festgestellt, dass die bestehende Parallelschaltung bei den Türen der EW-IV-Wagen dazu führen kann, dass die Türen dem Lokführer als geschlossen gemeldet werden, obwohl dies nicht der Fall ist. Danach hatte das Bundesamt für Verkehr (BAV) verlangt, dass die SBB dieses System bis Ende Oktober anpasst. Auch die das Türverriegelungs-Meldesystem will die SBB entsprechend verbessern.

SBB muss Türsteuerungen ersetzen

Zudem muss das pneumatische Einklemmschutzsystem durch ein zuverlässigeres System ersetzt werden. Die SBB wird dazu bis Ende Oktober einen Plan vorlegen, wie dies umgesetzt werden kann. Da dies einen grösseren Umbau bedeute, gehe man von einem Zeitbedarf von rund vier Jahren aus, teilte die SBB weiter mit. Dann würden sämtliche EW-IV-Wagen, die aus den 1980er Jahren stammen, über ein Türsystem entsprechend modernerer Züge haben.

Neben den Vorgaben des Bundes will das Bahnunternehmen darüber hinaus das System der Sicherheitsmeldungen des Personals extern prüfen lassen. Es gebe keine Anhaltspunkte, dass den Meldungen nicht genügend nachgegangen worden sei, betonte Patrick Hadorn, Leiter Sicherheit und Qualität. Dennoch überprüfe die SBB jetzt nochmals alle Meldungen, die im Zusammenhang mit dem Unfall in Verbindung stünden.

Legende: Video Defekte Wagentüren: Bund nimmt SBB in die Pflicht abspielen. Laufzeit 00:50 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.08.2019.

Am ersten Augustwochenende war bei der Abfertigung eines Interregio in Baden (AG) der 54-jährige Zugchef von einer Türe eingeklemmt und mehrere Kilometer mitgeschleift worden. Der Lokführer bemerkte den Unfall nicht. Der Zugchef starb an den Folgen seiner Verletzungen.

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42 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Steiner  (steinia)
    Leider ist es bei der SBB - Bundesbetrieb - wie in der Privatwirtschaft, in den letzten Jahren ist der Wasserkopf immer grösser geworden und unten wurde abgebaut. Die exorbitanten Saläre in der Teppichetage werden fälschlicherweise mit Argumenten gerechtfertigt, dass nur so die BESTEN verpflichtet werden können. Wann endlich wachen wir- das Volk - auf. Am 20. Oktober - National- Ständerratswahlen - haben wir es in den Händen. Ich hoffe nur; Hr. Meyer hat wenigstens jetzt die Grösse und geht.
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  • Kommentar von Dani Furer  (einfach statt kompliziert)
    Hauptsache wir haben von Chur bis Genf WLAN,so kann man sich etwas ablenken von den störenden Unfällen. Wie teuer ist das Bahnbillet von Bern nach Rapperswil Retour in einem Massenverkehrsmittel,wo ich nicht sicher bin, ob ich überhaupt einen Platz finde? Früher war es die "Schweizerische" Bundesbahn SBB. Heute ist es die Geldabzockerbahn GAB. Viel kassieren mit goldigen Monitoren um die Menschen zu blenden über dem was wirklich gebraucht wird. Nähmlich:Einen bezahlbaren Sitzplatz von A nach B.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Wie wäre es, wenn sich die superreichen Herrschaften des SBB-Managements, auf ein Sinn machendes, konstruktives Gespräch betreffend notwendiger Aufgaben-Sicherheitskontrollen - und Sinn machende Personal-Politik einlassen würden?
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