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Amazon-Konzern eröffnet Rechenzentren in der Schweiz
Aus Tagesschau vom 02.11.2020.
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Geschäft mit Daten Amazon plant Rechenzentren in der Schweiz

  • Amazon plant, in der Schweiz mehrere Rechenzentren für seine Cloud-Tochter Amazon Web Services zu eröffnen.
  • 2022 sollen die Rechenzentren eröffnet werden.
  • Sie sollen im Grossraum Zürich stehen, mehr ist noch nicht bekannt.

Amazons Cloud-Tochter Amazon Web Services (AWS) ist im Geschäft mit Daten weltweiter Spitzenreiter. Sobald die neuen Rechenzentren in Betrieb genommen werden, können AWS-Kunden ihre Daten auf Schweizer Servern lagern.

«Viele Kunden benutzen bis jetzt unsere Server in Frankfurt oder Mailand. Sie wollen aber ein Datencenter in ihrer Nähe», sagt Werner Vogels, Technologie-Chef. Er gilt als Architekt der Cloud bei Amazon.

Das Logo von Amazon Web Services - schwarze Schrift, rechts fünf gelbe Würfel.
Legende: Amazon Web Services Keystone

Zu den Kunden von AWS gehören Firmen wie Novartis, die SBB und die Post, insgesamt sind es in der Schweiz nach eigenen Angaben rund 10'000 Firmen. Mit einem Datencenter vor Ort kann der US-Gigant Vertrauen schaffen und die Latenzzeit senken. Das heisst, in der Cloud gespeicherte Datenprozesse laufen so flüssiger und mit weniger Verzögerung.

Gefragter Speicherplatz

Vogels von Amazon versichert, dass die Sicherheit Priorität habe. «Unsere Kunden haben unter Kontrolle, wer Zugang hat zu den Daten und wer nicht.» Für Sicherheitsexperte Hannes Lubich ist aber klar: Speichert ein US-Konzern Daten von Unternehmen in der Schweiz, stellen sich rechtliche Fragen. «Bei Schweizer Anbietern ist von vornherein klar, dass die Schweizer Rechtsordnung zur Anwendung kommt. Bei ausländischen Anbietern ist das unklar.» Und dies im Streitfall abzuklären, sei sehr aufwändig.

Die Dienste von Speicherplatz-Anbietern sind gefragt. Denn es gibt immer mehr Daten und die brauchen viel Platz. Neben Amazon mischen in diesem Geschäft auch andere US-Konzerne wie Microsoft, IBM und Google ganz vorne mit. Beide sind in der Schweiz bereits seit einiger Zeit mit lokalen Rechenzentren präsent. Unter den Schweizer Anbietern sind die Grossen im Geschäft mit der digitalen Wolke beispielsweise die Swisscom oder green.ch.

Tagesschau, 02.11.20, 19:30 Uhr

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Huwiler  (huwist)
    Lustige Kommentare hier. Ganz im Stil von 'was der Bauer nicht kennt, das mag er nicht' .
    AWS ist ein Cloudservice auf dem Unternehmen Server betreiben und Rechenkapazitäten einkaufen können. Mit Daten sammeln oder gar spionieren hat das gar nichts zu tun.
    Und ausserdem benötigen diese Server viel weniger Energie als wenn sie in den Unternehmen stehen würden.
  • Kommentar von Patrick Steiner  (vb22)
    Aufruf an die Klimajugend. Überlegt mal, wieviel Strom dieses Rechenzentrum zur Kühlung der Hochleistungs-Server benötigt. Und wenn die CH schon als sehr kleines Vorbild vorangehen soll, dann bekämpft diese neuen Arbeitsplätze.
    Und kippt den Naturschutz, damit mehr Windräder gebaut werden können.
  • Kommentar von Bruno Müller  (Krötenprinz)
    Persönliche Daten (Wer ich bin, wo ich bin, was ich mache, was ich denke, was ich fühle, was ich kaufe oder buche, etc.) sind kostbare Eigentumsrechte jedes Einzelnen! Also Leute: Verschenkt Euer Eigentum nicht einfach so an die reichsten Menschen dieser Welt und ihre Firmen! Verkauft Eure Daten zu einem ungebührlich hohen, frechen Preis! Denn frech sind diejenigen, die Eure Daten einfach so kostenlos absaugen, auch!