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Legende: Audio Baustelle Gesundheitskosten – die Massnahmen sind umstritten. abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
01:52 min, aus HeuteMorgen vom 15.12.2018.
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Gesundheitswesen auf Prüfstand Acht bittere Pillen zur Kostendämpfung

  • Dem weiteren Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen will der Bundesrat mit acht Massnahmem Einhalt gebieten.
  • Hunderte Millionen Franken sollen auf diese Weise eingespart werden.
  • Doch in der Vernehmlassung zeigt sich, dass keiner der im System verankerten Akteure auf seine Pfründe verzichten will.

Mehrere hundert Millionen Franken jährlich möchte der Bundesrat künftig einsparen bei den Gesundheitskosten. Was sich in wenigen Prämien-Prozenten auswirken könnte – immerhin. Um das zu erreichen, schlägt der Bundesrat acht Massnahmen vor, weitere sollen folgen.

Pharmaindustrie will Pille nicht schlucken

Konkret möchte er bei Medikamenten festlegen, welche Höchstpreise die Krankenkassen noch bezahlen müssen. Ein solches Referenz-Preissystem fordern die Krankenkassen schon lange. Das soll 400 Millionen Franken jährlich einsparen.

Doch die Pharmaindustrie will diese Pille nicht schlucken. Unausgereift, nicht akzeptabel, heisst es beim Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen «Inter Pharma».

Bedenken bei Spitälern und Ärzteschaft

Bedenken gibt es auch bei den Spitälern und Ärzten. Bei der Planung von Spitälern und Heimen sollen die Krankenkassen neu ein Beschwerderecht erhalten. Das begrüssen diese. Doch die Betroffenen, also die Spitäler und die Kantone, welche für die medizinische Grundversorgung zuständig sind, wollen partout nichts davon wissen.

Bei den Tarifen für Ärzte, die seit Jahren überholt werden müssten, schlägt der Bundesrat ein Tarifbüro vor, um die blockierte Situation zu entkrampfen. Eine Mehrheit der Akteure im Gesundheitswesen kann sich das sogar vorstellen. Doch die kritischen Stimmen, auch aus der Ärzteschaft, wollen nicht, dass die Autonomie der Tarifpartner eingeschränkt wird.

Kaum Applaus, egal für welche Idee

Dazu kommen verschiedene weitere Ideen. um die Kosten zu senken, respektive zu steuern. Doch auch hier kaum Applaus.

Bleibt die Feststellung: Die Akteure sind sich einig: Es braucht Massnahmen. Aber, so der Tenor, bitte nicht bei mir. Im komplexen Gesundheitssystem ist ein punktuelles Eingreifen ein Risiko. Deshalb will sich auch niemand bewegen, und deshalb bleiben die Kosten im Gesundheitswesen und die Prämien wohl hoch.

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55 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Im Schweizer "Gesundheits-Un-Wesen", wird auf Kosten der Bevölkerung, viel Profit gemacht = ein äusserst "lukratives Geschäft"! Obwohl die CH SteuerzahlerInnen, viel Geld für eigentlich Zuständige investieren: BAG - "Gesundheits-Direktoren" - ParlamentarierInnen - Bundesrat!?? "Lukrative VR-Mandate - Lobbyismus ( mit der allmächtigen Pharma-Lobby) und damit Vetternwirtschaft und Ausbeutung der Bevölkerung, sind seit Jahren "usus"und werden nicht geahndet!!?? "Volks-Wohl-Politik"??
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  • Kommentar von Roland Gadient (Roland Gadient)
    Hr. Häusermann, so lösen sie dieses Problem auch nicht, solange die Krankenkassen privat (Gewinnorientiert) und die Plegeerbringer mehrgheitlich kantonal sind wird dies nie gelingen. Was ist die Lösung, es eine staatliche Krankenvers. Anstalt gleich wie die SUVA, könnte die gleichen administrativen Infrastrukturen benützen und bietet 3 Grundversicherungsmodelle an, sowie Taggeldvers. Die Privatvers. bieten nur noch Taggeldvers. und Spez. Versichrungen. Die Prämienberechungen wie SUVA.
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Vermute, es wird demnächst auch keine IPV mehr geben. Die EU verbietet ja staatliche Beihilfen.
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