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Gewalt gegen Polizisten Oberster Polizist der Schweiz fordert mehr Personal

Legende: Audio Polizisten angreifen als neue Freizeitbeschäftigung abspielen. Laufzeit 29:48 Minuten.
29:48 min, aus Samstagsrundschau vom 25.08.2018.

Eine Woche nach den schweren Ausschreitungen gegen Polizisten und Rettungssanitäter in der Stadt Zürich reagiert der oberste Polizist der Schweiz. Er sei entsetzt über die Ereignisse sagte Stefan Blättler, Präsident der Konferenz aller Polizeikommandanten der Schweiz, in der «Samstagsrundschau».

Um weitere solche brutale Exzesse zu verhindern, verlangt er mehr Polizisten. «Gewalt im öffentlichem Raum folgt einem bekannten Muster», führt Blättler aus. Sie hänge stark vom Ausgehverhalten ab. Zu Auseinandersetzungen komme es vor allem am Wochenende zu bestimmten Zeiten und an neuralgischen Schauplätzen wie Parkplätzen, Bahnhöfen, Bushaltestellen sowie vor Bars und Nachtklubs.

Mehr Präsenz heisst aber auch mehr Leute.

«Wenn die Polizei zu den kritischen Zeiten an diesen Brennpunkten präsent ist, hat dies eine dämpfende Wirkung. Das zeigt unsere Erfahrung», sagte Blättler, seit 2006 Polizeikommandant des Kantons Bern. «Mehr Präsenz heisst aber auch mehr Leute», fuhr er fort. Eine konkrete Zahl wollte Blättler jedoch nicht nennen. Als Kommandant der Kantonspolizei Bern werde er für sein Corps demnächst eine Erhöhung des Personalbestandes beantragen.

Hingegen unterstützt Blättler den Vorschlag der Polizeibeamten nicht, Täter die gegen Polizisten Gewalt anwenden, mit mindestens drei Tagen Haft zu bestrafen.

Wieder Polizisten in Zürich angegriffen

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Am Samstagnachmittag meldeten mehrere Personen bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich, dass im Kreis 5 im Bereich Heinrichstrasse eine Massenschlägerei stattfinde. Wie die Staatsanwaltschaft und die Stadtpolizei am Abend mitteilten, rückte die Stadtpolizei Zürich mit mehreren Patrouillen aus. Bei der anschliessenden Polizeikontrolle wurden vier Personen festgenommen.
Bei einem Einsatz in der Nacht auf Samstag wegen einer Schlägerei im Zürcher Niederdorf wurde eine Patrouille von mehreren Personen bedroht und mit Gegenständen beworfen. Sie musste sich zurückziehen und Verstärkung rufen, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte. Die Angreifer hätten teilweise FCZ-Fanbekleidung getragen. Die Polizei nahm einen 24-jährigen Mann fest.

Legende: Video Polizei geht mit Wasserwerfer vor abspielen. Laufzeit 00:38 Minuten.
Aus SRF News vom 19.08.2018.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Nick Schaefer (Nick Schaefer)
    Gewalt mit Gegengewalt zu beantworten löst nichts. Gefängnis führt nur zu Randständigkeit, was noch mehr Gewalt provoziert. Geldstrafen am Limit des persönlich bezahlbaren helfen, lösen aber auch keine verfehlten Integrationsstrukturen auf. Geldstrafen sollten wenn schon auch die Rädelsführer treffen, in diesem Falle wohl die Fussballvereine: Wer Millionen für Spieler bezahlt, kann auch Millionenstrafen für seine "Fans" bezahlen. Dann fängt man an sich zu überlegen, wen man ins Stadion lässt.
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  • Kommentar von Josephk Ernstk (Joseph ernst)
    Mehr Personal und härtere Strafen sind notwendige Forderungen, werden jedoch von linksgerichteten Kreisen sabotiert ! In Zürich ist eine grüne Politikerin Sicherheitsvorsteherin. Die Person hat sicher Kompetenzen, ist jedoch am falschen Platz !
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Sollten wir uns nicht Fragen, was eigentlich der Staat, die Gesellschaft mit den Maßnahmen, den Strafen erreichen möchte? Da scheinen sich manche nicht ganz einig zu sein? Dann wäre noch die Frage, Herr Ernstk warum es zu einer zunehmenden Verrohung kommt? Denn es auf die singulären 'Täter' runterzubrechen, dass hieße dann für diese Gesellschaft, die es unbesehen zulässt, dass strukturelle Gewalt alltäglich stattfinden darf, sich nicht zu verantworten.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Druck erzeugt Gegendruck. Je mehr Polizei umso stärker fühlen sich Menschen unterdrückt, umso mehr kommt es zu Gewalttaten. Allerbestes Beispiel: Die USA. Vielleicht sollte dieses schreckliche Land von einigen Politikern in der Schweiz mal nicht angehimmelt werden sondern als Lernfeld betrachtet werden.
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    1. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Nirgends wird an der staatlichen Polizei zum Schutz des Buergers quantitativ und qualitativ so brutal gespart wie in den USA. Die USA sind auch (noch) das uebelste Beispiel von privaten Bahn- und anderen Konzern"polizeien", die Gewalt fuer private Gewinnsucht missbrauchen statt nur staatliche Interessen gebrauchen. Die staatliche Polizie muss sich in den USA aber auch nicht gegen Massengewalt aufopfern; dafuer ist die Nationalgarde zustaendig. Mit Prioritiaet des Eigen- statt Aufruehrerschutzes!
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