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Gift im Trinkwasser Bund überprüft Zulassung von Chlorothalonil

Das Pflanzenschutzmittel Chlorothalonil wird in der Schweiz möglicherweise verboten. Entschieden wird im Herbst.

Die negativen Schlagzeilen rund um zu hohe Chlorothalonil-Werte in mehreren Schweizer Gemeinden lassen nun auch den Bund aufhorchen: Er erwägt, die Bewilligung von Pflanzenschutzprodukten mit dem Wirkstoff zu widerrufen. Ein Entscheid soll im Herbst fallen.

Vorerst wird ein Vernehmlassungsverfahren eröffnet, damit Umweltschutzorganisationen die Möglichkeit erhalten, sich zu äussern. Das teilte das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) mit. In der Vernehmlassung können die Umwelt-NGOs insgesamt zu 15 Fungiziden Stellung nehmen.

Seit 40 Jahren im Einsatz

Chlorothalonil ist ein Wirkstoff, der in der Landwirtschaft seit den 1970er Jahren als Fungizid eingesetzt wird, insbesondere zum Schutz von Getreide gegen zahlreiche Krankheiten. Im Rahmen der Überprüfung wurden gewisse Abbauprodukte im Grundwasser in zu hohen Mengen gemessen.

Legende: Video Aus dem Archiv: Chlorothalonil soll verboten werden abspielen. Laufzeit 05:10 Minuten.
Aus 10vor10 vom 19.07.2019.

In den vergangenen Jahren seien die Anforderungen für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln verschärft worden, schreibt der Bund weiter. «Produkte, die vor zwanzig Jahren zulassungsfähig waren, sind es nicht zwingend auch heute noch.»

In der EU ab 2020 verboten

Im vergangenen März hatte die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde erstmals darauf hingewiesen, dass für die Abbauprodukte von Chlorothalonil eine Gesundheitsgefährdung bestehen könne. Die EU erliess daraufhin ein Verbot des Pflanzenschutzmittels ab 2020.

Da die Behörden das Abbauprodukt neu als relevant einstuften, untersuchten auch Schweizer Chemiker die Wasserproben erstmals auf diese Rückstände. In den vergangenen Wochen wurden verschiedene Überschreitungen des Grenzwerts publik. Umweltorganisationen forderten seither ein sofortiges Chlorothalonil-Verbot.

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38 Kommentare

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  • Kommentar von A. Zuckermann  (azu)
    Man verwendet solche Gifte seit 40 Jahren! Zwei politische Parteien weisen seit 40 Jahren auf die Folgen von Giften in unserer Nahrung und Natur hin... Ich glaube, nach 40 Jahren Rechtsbürgerlichem Pfusch; Es ist Zeit für eine Richtungswahl!
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  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Und wieder wird diese Überprüfung jahrelang dauern, damit sich die "Grünen" jahrelang mit ihrem "Einsatz" vordrängen werden. Man sollte doch meinen, dass dieses Spiel endlich durchschaut wird. Wo sich die Linken doch immer als "Gescheite" hinstellen. Oder ist es vielleicht umgekehrt! Besser hinschauen +zuhören wäre für uns "Rechten" von Vorteil, denn wir sind die echten "Intellektuellen". Intellektuell heisst nämlich: von Natur aus intelligent! mit gesundem Menschenverstand die Dinge erkennen.
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  • Kommentar von Roland Helfenstein  (R.H)
    Ist doch egal. Bis in zehn Jahren gibt es in der Schweiz sowieso keine Landwirtschaft mehr sondern nur noch Landschaftspfleger. Das Essen wird dann mit dem Flugzeug in die Schweiz geflogen da das viel gesünder ist. (Obwohl dort vor der Ernte das Getreide gespritzt wird damit es sicher reif ist). Schliesslich muss man ja die Menschen ernähren können die man jeden Tag aufnimmt. Die jungen Landwirte machen diese Mobbingtour nicht mehr mit, das könnt ihr mir glauben.
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