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Corona-Krise: Grossanlässe über 1'000 Personen ab Oktober erlaubt
Aus Tagesschau vom 12.08.2020.
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Grossanlässe, Masken, Kredite Das hat der Bundesrat entschieden

Gute Nachricht für Sport- und Kulturfreunde: Der Bundesrat macht den Weg frei für Grossanlässe – die 1000er-Regel fällt.

Auch die erste Sitzung des Bundesrats nach den Sommerferien stand wieder ganz im Zeichen der Coronakrise. Und das Gremium hatte viel zu besprechen – und zu entscheiden. Die wichtigsten Beschlüsse in der Übersicht:

  • Das Verbot von Grossanlässen fällt: Ab Oktober dürfen wieder mehr als 1000 Menschen die Anlässe besuchen.
  • Maskentragpflicht im Flugzeug: Die Massnahme betrifft alle Linien- und Charterflüge, die in der Schweiz starten oder landen, unabhängig von der Fluggesellschaft.
  • 700 Millionen Franken für den ÖV: Mit dem Geld will der Bundesrat die Einnahmeausfälle abfedern, die der öffentliche Verkehr und der Bahn-Güterverkehr wegen Covid-19 verkraften müssen.
  • Weiterer Antrag für Kredite: Der Bundesrat beantragt dem Parlament 13 Nachtragskredite in der Höhe von rund 770 Millionen Franken zur Milderung der Folgen der Pandemie.

Mit dem Entscheid, Grossanlässe wieder zuzulassen, wolle er den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedürfnissen der Sportvereine und Kulturveranstalter Rechnung tragen, teilt der Bundesrat mit.

Eine Rückkehr zur (alten) Normalität ist aber nicht in Sicht. «Grossanlässe rasch und ohne Schutzmassnahmen zuzulassen, liegt nicht drin», sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga vor den Medien in Bern.

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Sommaruga: «Das ist kein Freipass!»
Aus News-Clip vom 12.08.2020.
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Jede Lockerung gehe mit neuer Verantwortung einher – für den Bundesrat, die Kantone, die Veranstalter und auch die Bevölkerung. Dies gelte es angesichts steigender Fallzahlen zu berücksichtigen.

Der «vorsichtige Öffnungsschritt» wird von strengen Schutzmassnahmen begleitet und die Anlässe müssen von den Kantonen bewilligt werden. «Die Schutzkonzepte sind aber nur etwas wert, wenn sie auch durchgesetzt werden», sagte Sommaruga.

Kantone bewilligen Anlässe

Bei der Bewilligung von Anlässen müssen die Kantone ihre epidemiologische Lage und ihre Kapazitäten für das Contact Tracing berücksichtigen. Damit wolle der Bundesrat sicherstellen, dass sich die Situation in der Schweiz nicht verschlechtere, sagte Sommaruga.

Die Kantone hatten sich allerdings für eine Lockerung erst in ein paar Monaten ausgesprochen. Das sei nachvollziehbar, sagte Sommaruga. Denn schon heute seien diese stark gefordert. Bund und Kantone müssten nun eng zusammenarbeiten, um die künftigen Herausforderungen zu meistern. Man müsse lernfähig und offen sein für Anpassungen.

Ein Rockkonzert kann man nicht mit einem Fussballspiel oder einer Oper vergleichen.
Autor: Alain BersetGesundheitsminister

Wie die Schutzkonzepte im Einzelfall ausgestaltet werden, ist noch unklar – und wohl je nach Veranstaltungstyp unterschiedlich. Der Bund will mit den Kantonen in den nächsten zwei Wochen einheitliche Kriterien erarbeiten.

Gesundheitsminister Alain Berset machte darauf aufmerksam, dass nicht alle Grossveranstaltungen dieselben Risiken bergen: «Ein Rockkonzert kann man nicht mit einem Fussballspiel oder einer Oper vergleichen.» Es gebe Anlässe, bei denen der Mindestabstand weitgehend eingehalten werden könne. Auch gelte es zwischen Innen- und Aussenräumen zu unterscheiden.

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Berset: «Wir müssen Zeit gewinnen für Vorbereitungen»
Aus News-Clip vom 12.08.2020.
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Das Verbot von Grossanlässen wird nun um einen Monat bis Ende September verlängert. Damit wolle der Bundesrat den Kantonen mehr Zeit geben, um das Bewilligungsregime vorzubereiten und allenfalls die Kapazitäten für das Contact Tracing zu erhöhen, so Berset.

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Berset: «Es gibt immer noch keine Garantie – für nichts»
Aus News-Clip vom 12.08.2020.
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Der Stichtag 1. Oktober sei bereits sportlich, um die nötigen Vorkehrungen zu treffen. Deswegen wird die 1000er-Regel für den bislang avisierten Start der Fussball- und Eishockeymeisterschaften Mitte September weiter gelten.

Quelle: Bundesrat, 12.08.20Corona-Fahrplan des BundesWeiterhin giltDas Abstandhalten und die Hygienemassnahmen müssen nach wie vor eingehalten werden. Alle Betriebe brauchen ein Schutzkonzept.Zentral ist auch die Rückverfolgbarkeit.Ab 15. AugustMaskenpflicht in FlugzeugenAb 1. OktoberGrossveranstaltungen über 1000 Personen unter strengen Auflagen wieder möglichSeit 20. JuliEinreise aus mehreren Nicht-Schengen-Staaten wieder erlaubt, darunter Kanada und AustralienMaskenpflicht im ÖV10-tägige Quarantänepflicht für Einreisende aus RisikogebietenSeit 6. Juli Treffen von mehr als 30Personen im öffentlichenRaum wieder erlaubtSperrstunde für Gastro-nomie und NachtclubsaufgehobenMindestabstandvon 2 auf 1.5Meter reduziertVeranstaltungenmit bis zu 1000Personen möglichSeit 22. JuniSportwettkämpfe mitengem Körperkontaktwieder erlaubtKeine Sitzpflichtin GastrobetriebenPräventionsmassnahmen auf Baustellen und in der Industrie aufgehobenHomeoffice-empfehlung auf-gehobenSchutzvorgaben von be-sonders gefährdetenPersonen entfallenKeine Obergrenze bei Demonstrationen (bisher 300 Personen)Neu: MaskenpflichtSeit 20. JuniWegfall der Grenzkontrollen gegenüberDeutschland, Frankreich und Österreich Seit 15. Juni

Liveübertragung auf SRF 1, 12.08.2020, 15 Uhr;

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97 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Gruber  (Grobo)
    Wenn nur alle endlich mal verstehen würden, dass es von der eigenen Disziplin abhängt, die beschriebenen Vorsichtsmassnahmen einzuhalten, hätte das Virus eine wesentlich geringere Chance, sich weiterverbreiten zu können! Statt dessen ruft man nach dem Staat, nach einheitlichen Regelungen.
    Warum geht es nicht in die Köpfe der Leute, dass nur eine Selbstverantwortlichkeit und Rücksicht und Vorsicht aufeinander dem Virus die Verbreitungsgrundlage nehmen?
  • Kommentar von Markus Guggisberg  (gugmar)
    Der nächste Lockdown ist damit Programm !
    1. Antwort von Verena Schär  (Nachdenklich)
      Der nächste Lockdown heisst Mund und Nase.
      Langsam mag ich diese Behauptung von Lockdown nicht mehr hören.
      Hunderttausende von Menschen in der Schweiz haben weitergearbeitet.
  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Wenn die Zahlen weiter so in die Höhe schnellen, sollen sich weder Bund und Kantone noch die Lockerungsbefürworter beklagen, wenn die Schweiz auf die rote Liste kommt.