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Hitze erhöht Fleischproduktion Schlachthöfe am Anschlag

Legende: Audio Trockenheit führt zu mehr Schlachtungen abspielen. Laufzeit 02:53 Minuten.
02:53 min, aus SRF 4 News aktuell vom 07.08.2018.

Die Bruthitze und die grosse Trockenheit wirken sich in der Schweiz auch auf die Viehbestände aus. So werden zurzeit mehr Tiere geschlachtet als für die Saison üblich, wie es bei der Branchenorganisation Proviande heisst.

Die Lage beim Graswachstum sei im Unterland fast flächendeckend dramatisch und in der Ostschweiz noch akzentuiert, berichtet Proviande-Geschäftsleitungsmitglied Peter Schneider gegenüber SRF News. Die Berggebiete seien unterschiedlich betroffen.

Alte Kühe für Hackfleisch

Dies führt dazu, dass die Viehhalter aus dem Talgebieten vermehrt vor allem ältere Tiere in die Schlachthöfe führen. Die Lage sei vergleichbar mit dem Hitzesommer 2003, als in kürzester Zeit eine drastische Zunahme des Angebots eingetreten sei. «Die Schlachthöfe stossen zurzeit eindeutig an ihre Kapazitätsgrenzen und werden den Markt in dieser Woche sicher nicht vollständig abräumen können», stellt Schneider fest.

Die Schlachthöfe stossen zurzeit eindeutig an ihre Kapazitätsgrenzen.
Autor: Peter SchneiderBranchenverband Proviande

Erhöhter Preisdruck – vermehrte Aktionen?

Das Überangebot wird sich laut Schneider auf die Preise der Bauern für Schlachtvieh auswirken. Noch vor wenigen Wochen seien die Preise vor allem für Kühe dank kleinem Angebot sehr gut gewesen. Doch die Lage habe sich in kürzester Zeit drastisch verschärft.

Wann der Konsument dies zu spüren bekommt, wenn er vor dem Hackfleisch im Kühlregal steht, ist laut Schneider zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Das Fleisch komme nun vorerst in die Kühllager und werde aus der Reserve genutzt, wenn sich die Lage entspannt hat. «Aus dem hitzebedingten aktuellen Überangebot kann also nicht der Schluss gezogen werden, dass das Rindfleisch innert Kürze viel günstiger wird», sagt Schneider.

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26 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Bei der Viehversteigerung in Wattwil (gesehen bei 10vor10) am 07.08. konnte man sehen, nach 11.00 Uhr war die Versteigerung zu Ende und die Viehtransporter mit Vieh sind wieder losgefahren. War es da nicht auch recht heiss?
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  • Kommentar von Bernhard Bizer (Avidya)
    Wie? Es gibt immer noch kein Umdenken in der Fleischproduktion! Wie ignorant gegenüber Gesundheits-, Umwelt- und Naturbelastung kann man eigentlich sein? Weniger, dafür - wenn es denn unbedingt sein muss - qualitativ hochwertiges Fleisch, ist doch das Gebot der Stunde. Bauern, Handel und Industrie sind wohl überfordert eine Wende herbeizuführen. Die Instanz Politik dagegen von Lobbyisten geprägt. Schade!
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  • Kommentar von Alexander Ognjenovic (Alex)
    Wer gesund leben will dem/der kann ich nur empfehlen möglichst auf Fleisch, Käse, Fisch, Butter und Cafe zu verzichten! Gesunde Lebensmittel sind Früchte, Gemüse, Kartoffeln, Teigwaren, Reis, Volkornbrot! Und nicht vergessen täglich 2 Liter Wasser trinken! Gut wäre es wenn möglichst viele Menschen Fleisch komplett boykottieren würden! Dann müssten auch keine Tiere mehr geschlachtet werden und das Problem mit der Hitze erübrigt sich dann!
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    1. Antwort von Alex Volkart (Lex18)
      An Herr Ognjenovic: Da muss ich Ihnen wiedersprechen. Wie so häufig kommt es nicht zwingend auf dass an was man isst, sondern auf die Menge. Das Fleisch, Käse, Fisch, Butter und Kaffee ungesund sein sollen stimmt definitiv nicht. In Allen, ausser vielleicht im Kaffee, hat es Stoffe die wichtig sind für uns Menschen. Hingegen haben sie beim Wasser trinken sicher recht. Diese Tiere existieren unter anderem wegen der Fleisch- oder Milchproduktion, sonst gäbe es sie garnicht.
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