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Hoch ansteckend Fast 100 Masernfälle in drei Monaten

  • Seit Jahresbeginn sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) fast 100 Fälle gemeldet worden.
  • Aufgrund der kürzlich aufgetretenen Ausbrüche geht der Bund davon aus, dass neben der Impfung zusätzliche Massnahmen notwendig sind.

Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 15 Masernfälle gewesen. Das teilte das BAG mit. Damit die Masern in der Schweiz eliminiert werden können, müssen mindestens 95 Prozent der Kinder sowie alle nach 1963 geborenen Erwachsenen mit zwei Dosen geimpft werden.

Dieses Ziel ist noch nicht erreicht. Laut BAG konnte gezeigt werden, dass die Impfung alleine nicht ausreicht, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Es seien zusätzliche Massnahmen nötig.

Zu diesen Massnahmen gehört zum Beispiel die Identifikation der Kontaktpersonen oder Kindertagesstätten der Erkrankten. Nicht geimpfte Kinder und Jugendliche sollen von der Schule ausgeschlossen werden. Ausserdem steht die Impfung des Umfeldes von Erkrankten zur Diskussion sowie die sogenannte postexpositionelle Impfung.

Hoch ansteckend

In diesem Jahr sind bisher mehrere Ausbrüche bekannt. In Genf kam es Anfang Jahr zu fünf Fällen. Betroffen waren eine Mutter mit ihrem Kleinkind sowie drei Hotelangestellte.

Im Raum St. Gallen und Zürich kam es zwischen Ende Januar und Ende Februar zu einen Ausbruch mit sechs Fällen. Ein Fluggast hatte sich auf den Philippinen infiziert und auf dem Heimflug in die Schweiz weitere Personen angesteckt.

Die Passagiere des betreffenden Fluges wurden darüber informiert, dass sie an Bord des Flugzeugs Masern-Viren ausgesetzt waren. Das BAG wollte von den betroffenen Passagieren wissen, ob sie gegen Masern geimpft sind. Sie wurden zudem aufgefordert, ihren Wohnkanton anzugeben.

Uni Zürich mit Massenmail

Vor allem in den Kantonen Neuenburg und Bern häufen sich die Masernausbrüche. Dem Bundesamt für Gesundheit wurden zunächst 25 Fälle gemeldet. Acht Fälle betrafen den Kanton Neuenburg, 17 Fälle den Kanton Bern. Bis Mitte März waren dem bernischen Kantonsarzt bereits gegen 40 Masernfälle bekannt geworden. Etwa 50 Schülerinnen und Schüler durften nicht mehr in den Unterricht.

Im Monat März sind zudem an der Universität Zürich zwei Studierende an Masern erkrankt. In der Folge wurden alle über 25'000 Studierenden sowie alle 9000 Mitarbeitenden per E-Mail über die Masernfälle informiert. Die Universität empfahl in der Mail auch Impfungen gegen das hoch ansteckende Virus.

Schwerwiegende Komplikationen möglich

Das Virus kann bis zu drei Wochen nach dem Kontakt mit einer kranken Person ausbrechen. Die Erkrankung beginnt untypisch mit einer grippeähnlichen Erkrankung ohne Ausschlag. In diesem Zeitraum ist man bereits sehr ansteckend. Der typische Masern-Hautausschlag folgt erst vier Tage später.

Masern-Erkrankungen führen in rund zehn Prozent der Fälle zu verschiedenen, teils schweren Komplikationen wie etwa Lungenentzündungen oder Hirnentzündungen.

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73 Kommentare

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  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    Nochmals eine Bitte um eine seriöse Expertenmeinung: Wer geimpft ist, braucht doch keine Angt mehr vor Ungeimpften zu haben? Oder taugen die Impfungen doch nicht wirklich? Es geht hier nur noch um Rundumschläge von Gegnern und Befürwortern. das Impfen ist so ein heikles Thema geworden, dass man vergisst zu differenzieren. Poli, Masern, Grippe, alles wird in den gleichen Topf geworfen und mit gleichen Argumenten niedergeschmettert. Heilen tut immer der Körper, Impfung ist lediglich Support!
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Gesunde Geimpfte brauchen keine Angst zu haben. Wer aber aus einem anderen Grund eine geschwächte Abwehr hat, hat auch eine geschwächte Abwehr auf jene Erkrankungen, die er geimpft hat. Das sind zB all jene mit Chemotherapien, Blutkrebs, etc. Und dann sind da noch all jene, die nicht impfen können oder dürfen. Kinder unter 6 Monaten für Masern zum Beispiel,oder Kinder mit schweren anderen Krankheiten.Das ist alles nicht ein "Fehler" der Impfung,oder Anzeichen dass sie nicht funktionieren würden
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    2. Antwort von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
      Hr Müller, wenn mir ein Arzt eine ernsthafte Krebsdiagnose stellt, ist das gleichzeitig mein letzter Arztbesuch, ich muss nicht mit allen Möglichkeiten versuchen das Leben künstlich zu verlängern. Ich frage mich ernsthaft, in was für einer seltsamen Gesellschaft wir leben, solang gesund und wohlhabend, immer schön das Ego pfegen und für sich schauen, wenn aber dunkle Wolken aufziehen, müssen dann plötzlich die anderen, die man gern als 'Gutmenschen' verachtet oder belächelt, sozial denken?
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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Man könnte auch sagen: nur noch 100 Masernfälle dafür einen gigantischen Anstieg der Allergien. Vielleicht hat es einen Zusammenhang aber das interessiert in der Gesundheitsindustrie kein Mensch, Hauptsache man bekämpft Symptome und die Big Pharma macht Milliardengewinne. Ich wünschte mir einen ganzheitlicheren Ansatz im Gesundheitswesen. Die endlos steigenden Kosten werden uns am Ende dazu zwingen, darüber habe ich keine Zweifel.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      In diesem Sinne Herr Balli, gibt es in grossen und weltweit praktizierten Heilsystemen ein Wissen, aus sorgfältiger, langjähriger geschulter Beobachtung und Erfahrung, dass es das Phänomen gibt, dass Erkrankungen von aussen, Haut, nach innen tiefere Regionen, Lunge und Darm 'schlagen' können. Unter diesem Aspekt sehr wichtig, dass Ausschläge auch ‚ausschlagen‘ sollen. So muss sich dass Geschehen nicht in tieferere, schwerer zugängliche Regionen verziehen.
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Die Behauptung mit den Allergien konnte nie nachgewiesen werden, nicht einmal von den Impfgegnern. Im Gegenteil gibt es grössere Studien, wo es keinen Zusammenhang zwischen Impfstatus der Kinder und Anzahl Allergien gab. Dass mehr Allergien beobachtet werden, hat verschiedene Ursachen, aber nicht die Impfungen. Und mit "Big Pharma" hat das gerade mal gar nichts zu tun, das sind vielbehauptete und nie belegte Verschwörungstheorien.
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    3. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Herr HPMüller, Leute, gerade in sehr kontroversen Fragestellungen, die nicht der eigenen Meinung sind mit dem überstrapazierten Begriff 'Verschwörungstheorie' zu betiteln, verhindert ein kritische, ruhig auch heftige Aus-Ein-Ander-Setzung. Dieser dient nur dazu den anderen als möglichen Auseinandersetzungspartner zu diskreditieren und somit jeglichen Dialog im Keime zu ersticken. Zudem, um Zusammenhänge zu sehen muss auch danach gesucht werden. Jedes System hat systembedingte blinde Flecken.
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    4. Antwort von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
      HM, die Allergiezunahme hat mit der Schwächung unsrer Immunsysteme zu tun, und diese wiederum mit der mehr und mehr unnatürlichen Lebensweise, wie auch mit der Abschottung und übermässigen Hygiene, und auch damit, unsre Körper gar nicht mehr 'arbeiten' zu lassen, wenn sie Gefahren ausgesetzt sind.
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    5. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Herr HPMüller, Leute, gerade in sehr kontroversen Fragestellungen, die nicht der eigenen Meinung sind mit dem überstrapazierten Begriff 'Verschwörungstheorie' zu betiteln, verhindert ein kritische, ruhig auch heftige Aus-Ein-Ander-Setzung. 'Dieser' dient nur dazu den anderen als möglichen Auseinandersetzungspartner zu diskreditieren und somit jeglichen Dialog im Keime zu ersticken. Zudem, um Zusammenhänge zu sehen muss auch danach gesucht werden. Jedes System hat systembedingte blinde Flecken.
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    6. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Herr Fuchs, die Zunahme der Allergien hat mit nichten mit einer Schwächung des Immunsystems zu tun, im Gegenteil. Allergien sind Ueberempflindlichkeitsreaktionen. Es hat mit den verbesserten hygienischen Verhältnissen und dadurch weniger auftretende Wurmerkrankungen zu tun. Des weiteren mit der Luftverschmutzung (Feinstaubpartikel), der Expositionshäufigkeit und dem Alter (Landkinder haben mehr Allergien), etc. Sicher nicht mit Impfungen, die das Immunsystem bekanntlich trainieren.
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    7. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Frau Kunz, die hier immer wieder vorgebrachten Vorwürfen von "Big Pharma", "Milliardengewinne", "Gesellschaftsschichten, die Angst haben, ihren Wohlstand, oder ihre 'Sicherheit' mit anderen teilen zu müssen", etc. entbehren jeglicher Grundlage. Und darum geht es bei diesen Argumenten auch nicht um andere Meinungen, die ich immer respektiere, sondern um falsche Behauptungen, die jegliche Sachlichkeit vermissen lassen - und darum Verschwörungstheorien sind.
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    8. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Herr HPMüller Vieles ist unklar unter anderem gerade weil ein den Menschen auf L'Homme machine reduktionistisches entmündigendes Modell nach wie vor Monopolansprüche hat und dies mit allen Mitteln verteidigt und absolut keine Gehör für andere genauso rationelle Stimmen entwickelt hat. UND, dass in jeder ernshaften Demokratie es existentiell ein Learning on doing zu sein hat und die Schöpfung inklusive den Anthropos ein Vielmehr ist als es eine reduktionistische Schulmedizin wahrhaben will.
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    9. Antwort von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
      Hr Müller, 16:10 wollen Sie meinen Kommentar von 13:21 widerlegen (in welchem ich Impfungen gar nicht erwähne), jedoch bestätigen Sie doch genau, was ich gesagt habe (abgesehn davon, dass Landkinder eher weniger zu Allergien neigen, nicht mehr, höchstens die aufs Land gezogenen Stadtkinder) Impfung ist kontrollierte Konfrontation mit der Krankheit, Trainierung, wie Sie sagen, da hab ich doch gar nie was anderes behauptet. Bin kein Impfgegner, nur kritisch denkend. Bitte etwas differenzieren.
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  • Kommentar von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
    Impfen ist absolut ok, solange es freiwillig ist! Es wird auch niemand daran gehindert. Wer geimpft ist, muss ja dann die Ungeimpften nicht mehr fürchten! Wer jetzt sagt, Nicht-Impfer seien asozial, soll mal darüber nachdenken, wieviel Asozialität in unsrer EGO-Gesellschaft ausserhalb dieses Themas gelebt wird. Gerade von Gesellschaftsschichten, die Angst haben, ihren Wohlstand, oder ihre 'Sicherheit' mit anderen teilen zu müssen... Ich kanns nicht mehr hören.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      "Wer geimpft ist, muss ja dann die Ungeimpften nicht mehr fürchten" Falsch. Jener, der kürzlich an Masern gestorben ist war geimpft, hatte aber Leukämie und war deshalb insgesamt geschwächt in seiner Abwehr. Und Kinder unter 6 Monaten können noch gar nicht gegen Masern geimpft werden. Es ist deshalb tatsächlich asozial die Masern in der Gesellschaft auszubreiten und hat nichts mit dem Wohlstand oder der Gesellschaftsschicht zu tun.
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    2. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Es hat ja heute System, Herr Fuchs, dass ein stark emotional besetztes, in sich doch singuläres Phänomen medial dermassen verstärkt wird, um damit, gleichzeitig alles andere wegzublenden. Gesundheit, Krankheit, sind höchst politisch und nicht einfach monofaktoriell. Es ist, verständlicherweise einfacher Impfchargen zu verteilen als dezidiertes Wohlergehen, Gesundheit ermöglichende Politiken und Praktiken umzusetzten. Das ist höchst anspruchsvoll und gleichzeitig gar nicht so kompliziert....
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    3. Antwort von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
      Hr Müller, ich wart immer noch auf die Todesstatistiken in der CH von Masernfällen. Wieviele Kinder unter 6 Monaten sind in den letzten jahren in der CH an Masern gestorben? Der Leukämiepatient ist ein extremer Grenzfall, aber in unsrer Gesellschaft, in der der Tod so extrem tabuisiert ist, darf man kaum fragen, was für eine Lebenserwartung er gehabt hätte ohne an Masern zu erkranken, respektive, was gewesen wär, wenn er aus anderen Gründen zusätzlich zur Leukämie krank geworden wär. (...)
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