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Hygienemasken: Nicht immer ist drin, was auf der Packung steht
Aus Kassensturz vom 01.09.2020.
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Hygienemasken Falsch deklarierte Masken sind nicht mehr im Verkauf

Der Bund hat im Frühling 18 Millionen falsch deklarierte Masken in China eingekauft. Dies zeigten Recherchen des Kassensturzes. Detailhändler konnten diese erwerben und in ihren Filialen zum Verkauf an die Kunden anbieten. Die Hygienemasken wurden fälschlicherweise als Medizinprodukt verkauft, doch die Masken schützen weniger gut als deklariert.

Die Masken des Bundes wurden bei vielen grossen Detailhändler, wie beispielsweise Coop, Lidl oder Migros verkauft. Auf Anfrage von SRF erklären diese nun, dass mittlerweile sämtliche falsch deklarierte Masken nicht mehr zum Verkauf stünden, die Mehrheit sei verkauft worden. Die Migros habe vor zehn Tagen sämtliche Restposten aus den Regalen genommen, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum ablaufen würde, wie sie auf Anfrage schreibt. Auch bei Lidl oder Coop findet man die Masken aus den gleichen Gründen nicht mehr im Sortiment.

Unvollständige Deklaration überrascht Experten

Die Masken des Bundes sind nur ein Beispiel von vielen für falsch deklarierte Masken. Die Kontrollstelle für Medizinprodukte Swissmedic hat bis jetzt über 100 Meldungen zu nicht konformen medizinischen Gesichtsmasken erhalten.

Margit Widmann, Dozentin für Qualitätsmanagement von Medizinprodukten an der Luzerner Hochschule, ist überrascht ab der Vielzahl unterschiedlicher Deklarationen von im Handel erhältlichen Masken. «Wenn die Deklaration unvollständig ist, weiss ich nicht, ob die Maske, die ich gekauft habe, mich auch wirklich schützt», beschreibt sie die Gefahr falsch oder unverständlich deklarierter Masken.

Detailhändler Lidl Schweiz schreibt, dass alle aktuellen Masken korrekt deklariert seien und mit einer Ausnahme der europäischen Zertifizierungsnorm für chirurgische Masken entsprechen würden. Diese Ausnahme sei jedoch von der EMPA und Swissmedic geprüft und freigegeben worden. Auch Migros und Coop haben laut eigenen Aussagen nur noch Masken in ihren Regalen, die der besagten Norm entsprechen würden.

Kassensturz vom 1. September 2020

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
    Noch zum Artikel mit der Soziologin: Die emotionale Aufwertung ist ein höchst interessanter Punkt. So könnte sie zu knowledge resistance (oder non-knowledge resistance) führen, wie man sie den Kritikern nachsagt. Wie nach einer gelungenen Motorradtour, wenn man, zuhause angekommen, am liebsten weiterfahren möchte, wird es den Maskenfans wohl nach Corona gehen. Bleibt ihnen nur - wie freilich auch allen Bikern - zu wünschen, sie mögen vor lauter Genuss den Sicherheitsabstand nicht vergessen!
  • Kommentar von Bernhard Haeuser  (Bernie H)
    Eigentlich müssten falsch deklarierte Medizinalartikel mittels einer Rückrufaktion alle restlos zurück genommen (gekauft)werden. Das macht man ja aber nicht, genauso wie man nicht richtig informiert. Stattdessen werden weitere Masken Pflichten ausgerufen obwohl keine Statistik die Wirksamkeit belegt. Ich bin nicht ein grundsätzlicher Masken Gegner, aber ich sehe doch wie kein Land mit Masken die weitere Ausbreitung verhindern kann, was soll das also?
    1. Antwort von Beat R. von Wartburg  (Beat R. von Wartburg)
      Durch steete Wiederholung der Falschmeldung die Masken seien ohne Nutzen, wird die Meldung nicht wahrer.
    2. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      @von Wartburg, ich bitte inbesondere wiederholt um bessere Belege, als die Lancet-Metastudie. Diese sagt selbst, sie lasse völlig unterschiedliche Schlüsse zu, weitere Forschung sei dringendst nötig. Hingegen ist ja völlig klar, dass Hygienemasken einen Teil der Tröpfchen abfangen, die beim Atmen, Sprechen, Lachen usw. entstehen (nur dass die Ansteckung durch blosses Atmen... lassen wirs!). Meinten Sie mit Nutzen nur das, haben Sie freilich recht und brauchen eigentlich auch keine Wissenschaft.
  • Kommentar von Carol Barger  (Carolina)
    Aus den Läden verschwunden so schwuppdiwupps?
    Was ist zudem mit den Zigtausend bereits gekauften Masken? Wieviel Geld sollen wir denn noch zum Fenster rauswerfen?