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Kantone sehen keine Impfmüdigkeit
Aus HeuteMorgen vom 09.06.2021.
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Impfkampagne kommt voran Viel Impfstoff – und immer mehr freie Termine

Jede 4. Person in der Schweiz ist geimpft. Aber der Sturm auf die Impfzentren lässt nach – auch weil es mehr Impfstoff gibt.

Hat man für einen Impftermin vor wenigen Wochen noch viel Geduld gebraucht, erhält man mittlerweile in praktisch allen Kantonen in kürzester Zeit einen Slot für den erwünschten Piks.

Es werde zwar weiter mit Hochdruck der verfügbare Impfstoff verimpft, sagte die Berner Kantonsärztin Linda Nartey gestern vor den Medien, aber es scheine sich teilweise dennoch eine beginnende Sättigung abzuzeichnen, indem gewisse Termine länger oder sogar ganz offen bleiben.

Kantone werben mit freien Terminen

Das stellt man auch im Thurgau fest. Der Ostschweizer Kanton erhielt schweizweit prozentual am zweitwenigsten Impfdosen. Entsprechend lange waren zu Beginn der Impfaktion die Wartelisten. Nun aber hat man im Osten so stark aufgeholt, dass die Gemeinden bereits damit begonnen haben, mit freien Impfterminen zu werben.

Der Thurgauer Regierungsrat und Gesundheitsdirektor Urs Martin möchte aber nicht von einer Impfmüdigkeit sprechen. Vielmehr sei es so, dass man aktuell genügend Impfstoff erhalte.

Impfung.
Legende: Schon jede 4. Person in der Schweiz ist mindestens einmal geimpft. Reuters

Man werde in Kürze so weit sein, dass alle Thurgauerinnen und Thurgauer, die sich impfen lassen wollen, einen Impftermin erhalten. In wenigen Wochen werde man wahrscheinlich über mehr Impfstoff verfügen, als verfügbare Termine gebucht werden.

Mehr Impfkapazitäten statt Impfmüdigkeit

Auch im Kanton Zürich bezeichnet man die Impfbereitschaft als erfreulich hoch. Täglich würden über 20'000 Personen geimpft. Man habe bereits die millionste Impfung durchgeführt, teilt die Zürcher Gesundheitsdirektion stolz mit. Von Impfmüdigkeit ist also nichts zu spüren in den Kantonen – vielmehr gibt es einfach genügend Impfdosen und Impfkapazitäten.

Einzig bei der jüngsten Altersgruppe, die sich bis jetzt impfen lassen kann – bei den 16- bis 17-Jährigen – hält sich die Impfmotivation in Grenzen, wie die Kantone einstimmig feststellen.

In Zürich hält man aber weiter am Ziel fest, bei den Erwachsenen eine Impfquote von 70 Prozent zu erreichen. Christoph Berger, Präsident der eidgenössischen Kommission für Impffragen, ist überzeugt, dieses Ziel sei machbar, wenn auch nicht bis Ende Juli. Aber man sei schweizweit auf Kurs.

HeuteMorgen, 09.06.2021, 06:00 Uhr

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178 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Fuchs  (mfuchs)
    @Pirmin Schläpfer. Paper gelesen, Seriösität ok. Allerdings ist die stat. Aussage klein. 10 Menschen starben (von ca. 1.21 Mio), nachdem sie die Impfung hatten. Bei 6 davon wird nicht mal vermutet, dass Impfung relevant. Bei den 4 übrigen (alle mit Schlaganfall) wird argumentiert, dass es auffällig alles Frauen sind. Während 4 vs 0 knapp ein stat. signifikanter Unterschied ist (einseitiger A/B-Test), reicht schon 1 undetektierter Mann mit Schlaganfall, und ist nicht mehr signifikant.
    1. Antwort von Michael Fuchs  (mfuchs)
      Zudem, und das scheint doch recht wesentlich: "The MHLW concluded that these data did not show a link between tozinameran vaccination and the deaths because ICH can occur naturally and is happening more frequently in the general population than in the vaccinated population".

      Auf Deutsch: Die Geimpften Japan's haben WENIGER Schlaganfälle als die Nicht-Geimpften :)...

      War das jetzt der schlimmste Hinweis auf schädliche schwere Nebenwirkungen bei Pfizer/Moderna, den sie je gesehen haben?
  • Kommentar von Beat Reuteler  (br)
    Freie Impftermine? Wo?
  • Kommentar von Hans Peter  (Byron)
    In einer Zeit wo Impfen oder Nichtimpfen offensichtlich immer mehr zur Glaubensfrage wird ein Vorschlag zur Güte: keine/r muss sich für seinen Entscheid pro oder contra Impfen rechtfertigen, jede/r macht einfach das, was für ihn/sie richtig erscheint. Ob dieser Entscheid aus Pragmatismus, Solidarität, Angst, Vernunft oder Wasauchimmer erfolgt ist, da es in der CH keinen Impfzwang gibt, letztendlich Privatsache. Und das darf in einer freiheitlichen Gesellschaft auch gerne so bleiben.
    1. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Die Frage war noch nie "Impfen oder Nichtimpfen", sondern "Impfen oder Covid" und trotzdem wird niemand zum gesund bleiben gezwungen.
    2. Antwort von markus ellenberger  (ELAL)
      @ Thomas Steiner aber leider muss ein gesunder Mensch dies beweisen das er gesund ist. Sie gehen ja auch nicht als gesunder Menschen zum Arzt um sich das zu bestätigen oder doch? Danke für die Antwort
    3. Antwort von Michael Fuchs  (mfuchs)
      @Hans Peter: So kapitulieren objektive Kriterien vor subjektiven (oft unbegründeten) Ansichten. Ich finde einen gesitteten Austausch von Argumenten pro/contra in einer lebendigen Gesellschaft komplett legitim und wünschenswert. Wie oft unterstützen die wissenschaftlichen Fakten v.a. eine Seite, hier diejenige der Impfung. Wenn jemand das leichte Forum-Gegenwind-Lüftchen nicht erträgt, ist das Lesen und noch viel mehr das Posten komplett fakultativ, von "müssen" kann also keine Rede sein.
    4. Antwort von Tom Mau  (sonor)
      Herr Ellenberger, man muss beweisen, dass man nicht infiziert ist. NIemand muss beweisen, dass er gesund ist.

      Ich weiss, es ist langweilig, aber offenbar kann man es nicht genug sagen: Sie können asymptomatisch infiziert sein und damit andere Leute anstecken, ohne es zu wissen.
    5. Antwort von Hans Peter  (Byron)
      @mfuchs: ich bin sehr dafür, dass ein gesitterter und fairer Meinungsaustausch stattfindet. In dieser Form trägt er ja auch bestenfalls zur Meinungsbildung bei. Die Impfrage war ist aber evtl. dafür emotional zu sehr aufgeladen, da verschwimmen die (genau definierten ?) Grenzen zwischen "objektiv" und "subjektiv" und das macht eine Diskussion meistens wenig ergiebig. NB: als Impfbefürworter denke ich, dass das Lüftchen Richtung Gegner schon eher ein Wind ist und sich nicht auf Foren beschränkt.