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In-App-Abos: Wie wird man sie wieder los?
Aus Espresso vom 20.07.2020.
abspielen. Laufzeit 04:41 Minuten.
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In der «Abo-Falle» Auch In-App-Abos muss man kündigen

Es geht schnell und ist praktisch: Direkt in der App ein Probe-Abo abschliessen. Kündigen ist ungleich komplizierter.

«In der TA-App hatte es interessante Artikel. Diese konnte man aber nur lesen, wenn man ein Abo hatte», erzählt die «Espresso»-Hörerin. Darum entschloss sie sich Mitte April, für einen Monat ein Abo für neun Franken abzuschliessen. Nach ein paar Wochen merkte sie, dass sie doch nicht dazu kam, viele Texte zu lesen. Sie erinnerte sich, dass man das Abo jeweils bis einen Tag vor Ablauf kündigen konnte: «Das habe ich verpasst, also lief das Abo nochmals einen Monat. Gleichzeitig habe ich den Tagi-Kundendienst angerufen, um das Abo zu kündigen. Doch der Kundendienst konnte kein Abo finden.»

Kündigen ist schwieriger als abschliessen

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Wer in einer App ein Abo abschliesst, muss dieses auch wieder kündigen. Es reicht nicht, wenn man die App einfach wieder löscht. Kündigen lassen sich solche Abos jeweils bis einen Tag vor Ablauf. Je nach Betriebssystem des Handys sind diese Abos an einem anderen Ort im Smartphone zu finden.

Beim iPhone zum Beispiel unter Einstellungen unter Apple-ID oder im App-Store, Link öffnet in einem neuen Fenster.

Bei Android-Handys wählt man im Google Play Store, Link öffnet in einem neuen Fenster den Punkt Konto an und tippt auf die Option Abos.

Bei In-App-Käufen ist Apple der Vertragspartner

Nach einigem Hin und Her beschied ihr der Kundendienst, dass sie das Problem über Apple auf ihrem Smartphone selbst lösen müsse – über den App-Store. Macht es sich da der Kundendienst des «Tages-Anzeigers» nicht etwas gar einfach? «Nein», sagt der Mediendienst von Tamedia, der Verlag des «Tages-Anzeigers».

Das Abo in der App werde zwischen Apple und dem Kunden abgeschlossen. Darum müsse es auch über den Dienst iTunes oder den App-Store wieder gekündigt werden. «Da der Abo-Abschluss zwischen Apple und dem Kunden stattfindet und Tamedia keine Vertragspartei ist, erhalten wir aus Datenschutzgründen auch keine Informationen über den Kunden und haben somit auch nicht die Möglichkeit, hier direkt einzugreifen.»

Nach mehreren Versuchen und dank der Unterstützung eines Kollegen, der Informatiker ist, konnte die «Espresso»-Hörerin das App-Abo am Ende doch noch kündigen. Allerdings erst zwei Monate später als geplant.

Espresso, 20.07.20, 8.13 Uhr

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Roland Wenger  (Roland T. Wenger)
    Sorry, aber ein Abo zu künden ist nun wirklich keine Hexerei und sonst ganz einfach googeln.
    Ich verstehe jetzt das Problem nicht
  • Kommentar von Hannes Zubler  (Zubi)
    Echt guter Artikel. Jetzt kann ich den Kunden bei der Seniorenberatung zusätzliches und glaubwürdiges Fleisch an Knochen geben! Sehr viele haben das App System der Mobile Phones noch nicht ganz hinterfragt und verstanden.
    1. Antwort von Roland Wenger  (Roland T. Wenger)
      Da kann aber das „App System“ nichts dafür. Man muss ich einfach nur einmal mit dem ganzen auseinandersetzen. Im Grunde genommen, ist es ganz einfach
    2. Antwort von Henriette Rub  (Sylou)
      Und das haben Sie als Seniorenberater nicht gewusst? Das wundert mich schon etwas. Ich weiss das schon lange und kann meinen Kunden 50+ gut helfen.
  • Kommentar von Halbeisen Charles  (chh)
    Abos, die mit einem Mausklick zustande kommen sind problematisch. Ich hatte beim St. Galler Tagblatt ein Abo, das ich nur über den Kundendienst kündigen konnte. Ein Kündigen via App war gar nicht möglich. Viele Verlage waren mit dem Absturm während des Lockdowns überfordert. Unschön ist auch, dass die Verlage einen Pool haben, sodass zb die Kreditkarte, die ich beim Vertragsabschluss mit der einen Zeitung angebe, auch allen anderen Zeitungen der Gruppe einsehbar ist.