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Krankenkassenprämien: Verschnaufpause oder Trendwende?
Aus Samstagsrundschau vom 28.09.2019.
abspielen. Laufzeit 28:27 Minuten.
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Information der Krankenkassen Es bleibt beim Rüffel vom Gesundheitsminister

  • Gesundheitsminister Alain Berset bestellt die Führung einiger grosser Krankenkassen ins Bundeshaus, um ihr Verhalten zu kritisieren.
  • Berset kritisiert, dass die Krankenkassen schon vor dem offiziellen Stichtag bekannt gegeben haben, dass die Prämien in der Grundversicherung auf das nächste Jahr nur moderat steigen oder gar leicht sinken.
  • Damit hätten sie sich einen unfairen Wettbewerbsvorteil verschafft, sagte Berset in der Samstagsrundschau von Schweizer Radio SRF.

Das Gesetz ist eigentlich eindeutig: Wie die Krankenkassenprämien für das nächste Jahr aussehen, darf niemand bekannt geben, bevor sie nicht vom Bund abgesegnet sind. Deshalb verkündet jeweils der zuständige Bundesrat, ob und wie stark die Prämien steigen.

Es darf nicht so laufen, wie es gelaufen ist.
Autor: Alain BersetGesundheitsminister

Dieses Jahr ist das anders gelaufen: Einige grosse Kassen haben schon vor Bundesrat Bersets Auftritt durchblicken lassen, dass die Prämien ausnahmsweise nur leicht steigen oder gar ein wenig sinken.

Unfairer Wettbewerbsvorteil

Das hätten einige Kassen nicht gemacht, kritisiert Berset. Sie hätten sich einen unfairen Wettbewerbsvorteil verschafft. Nun müssen die Verantwortlichen im Bundeshaus antraben: «Es darf nicht so laufen, wie es gelaufen ist. Vor allem aber hoffe ich, dass dies das erste, aber auch das letzte Mal gewesen ist, dass wir so etwas erleben müssen.»

Betroffen sind die Krankenkassen Helsana, CSS, Groupe Mutuel, Swica und Sanitas. Es wird für sie bei diesem Rüffel bleiben. Dies, obwohl das Gesetz Bussen vorsieht von bis zu einer halben Million Franken, wenn die Prämien zu früh bekannt gegeben werden. Die betreffenden Kassen haben aber keine genauen Tarife verraten, sondern lediglich den Trend – dass die Prämien eben nicht stark steigen oder gar sinken.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart  (Lex18)
    Statt immer nur zu erhöhen sollte man mal bei den anderen Akteuren genauer auf die Finger schauen, denn das Sparpotenzial ist sehr gross. Gemeint Sind Pharmariesen und Krankenkassen. Z.B. Die nicht gerechtfertigten hohen Löhne und Preise. Das Einzige was Einzelne Prämienzahler noch tun können ist nicht wegen jedem Wewechen zum Arzt rennen und bei jeder Operation überlegen, brauche ich Sie wirklich.
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  • Kommentar von Kurt Häfliger  (kurto1956)
    Zypisch CH-er Politik! Zuerst ein grosses Trara und wenn es dann um die Konsequenzen geht wird die Führungsverantwortung NICHT wahrgenommen weil es vielleicht unangenehm werden könnte! Zuletzt vor wenigen Tagen bei der KVI gesehen! Die haben es natürlich ganz bewusst so gemacht, weil sie wussten wenn sie keine Zahlen nennen ist es rechtlich schwammig wie vieles! Bald richtig wählen!
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  • Kommentar von Walter Gut  (Walter Gut)
    Herr Berset ist schnell in seinen Worten, doch im Gesundheitswesen hat er nicht viel auf die Reihe gebracht.
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