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Klimastreikende präsentieren Aktionsplan
Aus Tagesschau vom 08.01.2021.
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Jugend fürs Klima Nicht mehr nur streiken – Klimajugend präsentiert Plan

Die Bewegung will der globalen Erwärmung mit einem 377-seitigen Aktionsplan zu Leibe rücken.

Es sind fast 140, teils einschneidende politische Massnahmen: Unter anderem keine Treibhausgasemissionen mehr bis 2030, Verbot von fossilen Brennstoffen wie etwa Benzin, autofreie Städte und Stimmrecht ab 14 Jahren: Die Bewegung Klimastreik skizziert auf 377 Seiten, wie sie der Klimaerwärmung zu Leibe rücken will. An einer virtuellen Medienkonferenz präsentierten sie einen Aktionsplan, der auch eine Solarpflicht, ein Werbeverbot und die Anerkennung der Klimakrise als Fluchtgrund für Asylbewerberinnen und -bewerber umfasst. Der Katalog wurde 2020 von Klimastreikenden und Fachleuten verfasst.

Mit dem Plan zeige der Klimastreik, dass eine andere Welt möglich sei. Er umfasse die wichtigsten ökologischen und sozialen Massnahmen für einen raschen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft. Es sei noch Zeit, das Steuer herumzureissen.

Umbau der Zivilgesellschaft

Neben ausgeklügelten technischen Massnahmen fordert der Plan auch gesellschaftliche Veränderungen wie etwa die Weiterbildung oder die Umsetzung und Bevorzugung von Menschenrechten und Klimaschutz in Freihandelsabkommen. Klimaschutz müsse die sozialen Folgen berücksichtigen, um einen gerechten Wandel herbeizuführen.

Die Vorschläge würden die Gesellschaft umkrempeln. Fossile Heizungen will der Klimastreik ersetzen. Für neue Gebäude schlägt die Bewegung ein Moratorium bis 2030 vor.

Der Klimawandel ist in der Politik seit Jahren auf der Traktandenliste, die Forderungen der Klimajugend gehen jedoch deutlich weiter. Er sei aber technisch und finanziell realistisch, sagt der Umweltexperte Philippe Thalmann von der ETH Lausanne, räumt gegenüber SRF aber auch ein, dass die Umsetzung schwierig sein werde und Widerstand zu erwarten sei.

Dienst an der Gesellschaft

Die Ökonomie soll hin zu einer Care-Gesellschaft umgebaut werden, da die entsprechenden Tätigkeiten klimafreundlicher sind als andere Arten von Beschäftigung. Die Care-Arbeit umfasst Tätigkeiten wie Gesundheitsversorgung, Betreuung von Kindern und Gebrechlichen, Sorge für Tiere und Pflanzen, für Nahrung, für Sicherheit und Hygiene.

Der Klimastreik bezeichnet den Aktionsplan nicht als final. Vielmehr soll er als gesamtgesellschaftliches Projekt in Gesprächen und Anlässen weiterentwickelt werden. Und am 21. Mai wollen die Klimastreikenden wieder auf die Strasse gehen – sofern es die Pandemie zulässt.

Tagesschau 8.1.21 19.30 Uhr;

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191 Kommentare

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  • Kommentar von Dagmar Knell  (DagmarKnell)
    In der Tat haben die Klimajungend endlich ein Programm. Wenn auch nicht Alltagstauglich. Wir leben in einem Rechtsstaat. Wo Gesetze eingehalten werden müssen. Darum bitte den Demokratischen, legitimen Weg beschreiten. Mich beängstiget wenn ich Linksaussen Kreise sehe welche Straftaten legitimieren. Auch einzelne Kommentarschreiber. Das macht Angst.
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  • Kommentar von Peter Fankhauser  (PFA)
    Trotzdem gibt es einiges zu bemängeln, Teil 3:
    - Die 20% Steuern auf Grosskapitalien werden die Summe der Massnahmen nicht ausgleichen, denn es wird Gegenmassnahmen geben.
    Mein Fazit:
    Nur wenn eine Mehrheit hinter dem Aktionsplan steht, kann er durchgeführt werden.
    Deshalb:
    Streicht die Massnahmen ohne Aussicht, gewinnt die Rentner und die Wenigverdienenden; alle anderen (Eltern und Grosseltern) habt ihr in der Tasche.
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  • Kommentar von Peter Fankhauser  (PFA)
    Trotzdem gibt es einiges zu bemängeln, Teil 2:
    - 50% der Massnahmen sind m. M. nach mehrheitsfähig.
    - 25% der Massnahmen können mit zusätzlicher Aufklärung mehrheitsfähig gemacht werden.
    - 25% der Massnahmen werden nie mehrheitsfähig werden. Ihr wisst welche!
    - Die Massnahmen verteuern den Lebensunterhalt. Dies bedeutet, dass nur die Besserverdienenden dahinter stehen (werden). Hierzu fehlen ausgleichende Massnahmen.
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