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Bürgerliche Jungpolitiker lancieren Antwort auf Klimajugend
Aus Echo der Zeit vom 24.09.2020.
abspielen. Laufzeit 03:23 Minuten.
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Klimajugend Junge Bürgerliche fordern eine liberalere Klimapolitik

Nicht nur links ist das Klima ein politisches Thema – auch die Jungbürgerlichen haben Pläne gegen den Klimawandel.

Ein Jahr lang arbeiteten Vertreterinnen und Vertreter der bürgerlichen Jungparteien zusammen, um eigene klimapolitische Ideen zu formulieren. «Wir möchten eine Alternative zum Klimastreik für Junge bieten», sagt Sarah Bünter, Präsidentin der Jungen CVP Schweiz.

Es gehe um «nachhaltige Lösungen für die Schweiz, die heute umsetzbar sind und zum Erreichen der Klimaziele beitragen».

Im kurzen Katalog für Massnahmen ist viel Bekanntes zu finden: Emissionshandel, Geld für Universitäten und technische Hochschulen, um klimaschonende Technik zu entwickeln, Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern, Anreize für eine bessere Dämmung der Bauten.

Nur wenige neue Akzente

Damit rennen die Jungpolitikerinnen und -jungpolitiker offene Türen ein, denn all das wird bereits gemacht. Auf die Frage, ob sie keine eigenen Akzente setzen möchten, bestätigt Leroy Bächtold von den Jungliberalen, dass die Schweizer Politik schon viel mache. Potenzial sieht er etwa im Emissionshandel: «Derzeit wird er noch nicht verbindlich gefördert.»

Symbolbild: Rhonegletscher, teilweise mit Filzmatten abgedeckt.
Legende: Der Klimawandel schreitet voran – jetzt melden sich auch bürgerliche Jungpolitiker mit einem Programm, um diesen einzudämmen. Reuters

Die bürgerlichen Jungparteien untermauern ihre Forderung nicht mit Zahlen. Auf die Frage, wie stark ihre einzelnen Massnahmen zum Klimaschutz beitragen könnten, haben sie keine Antwort.

Noch fehlt es den bürgerlichen Jungpolitikern an Rückhalt für ihre klimapolitische Plattform. Von den nationalen Jungparteien unterstützen bislang nur die JCVP und die JBDP den Massnahmenkatalog. Die Jungliberalen haben noch nicht entschieden und die JSVP unterstützt ihn nicht.

Eine Alternative zum Klimastreik

Dennoch sitzt mit Camille Lothe eine Vertreterin der Jungen SVP im Klimaschutzkomitee. Es handle sich hier um einen Kompromiss, sagt sie. Deshalb sei sie bereit von der Parteilinie abzuweichen. «Das Ziel ist, langfristig gemeinsam für Lösungen zu arbeiten», betont Lothe.

Ihre Gruppe sei offen für alle Jugendlichen, die sich für rationale Lösungen einsetzen möchten. «Wir wollen zeigen, dass es auch andere Möglichkeiten als den Klimastreik gibt.»

Klimajugend: Forderungen reichen nicht

Die Klimastreikbewegung ihrerseits begrüsst es, dass auch Vertreter der bürgerlichen Jungparteien über den Klimaschutz nachdenken. Aber ihre Forderungen reichten nicht aus, sagt Klimastreik-Sprecherin Michelle Putsch.

«Es ist unrealistisch: Mit Anreizen und individueller Verantwortung erreichen wir Nettonull bis 2030 nicht.» Es brauche ein grundsätzliches Umdenken der Gesellschaft, um die Krise abzuwenden.

Ungeachtet dessen möchten die Jungpolitikerinnen und -politiker von CVP, BDP, FDP und SVP weiterhin zusammenarbeiten, um eine alternative junge Stimme in der Klimapolitik zu werden.

SRF 4 News, Echo der Zeit vom 24.9.2020, 18.00 Uhr

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Martin J. Pérez  (MJP)
    Was ich bei der ganzen Diskussion vermisse bzw. meines wissen gar nicht angesprochen wird ist der Umgang mit anderen Staaten im Bezug auf den C02-Ausstoss.
    Schön und gut sich Gedanken zu machen was die CH selber tun kann nur was nutzt das wenn Grosser Länder wie USA, China oder Indien weitermachen wie zuvor?
    Gerade angesichts der Menge an importierten Waren in die CH.
    Da bräuchte es noch dringender die richtigen Signale, wenn die nicht Freiwillig umstellen dann vielleicht mittels Druck.
  • Kommentar von ruedi hug  (ruedihug)
    Es braucht auch glasklare Verbote und gigantische staatliche Investitionen. Wer das nicht glaubt, der schaue sich die Erfolgsgeschichte unseres Gewässerschutzes an. Wie wurde das erreicht? Mit Eigenverantwortung? Mit freier Marktwirtschaft? Nein, mit zahlreichen Verboten und gigantischen Investitionen in Abwasserleitungsnetze und Kläranlagen, weit über 50 Milliarden!!!
  • Kommentar von Martin J. Pérez  (MJP)
    Weshalb pochen manche so vehement darauf, dass die CH den C02 Ausstoss nur im inneren reduzieren soll.
    Netto 0 in der CH bis 2030, wo bereits viele relativ sparsame Motoren sowie Abgasfilter etc. bereits eingesetzt werden halte ich für unrealistisch.

    Bei diesem Globalen Problem fände ich es sinnvoller wenn man mit Internationalen Projekten beispielsweise Fabriken in Ländern aufrüsten würde, die immer noch noch ungefilterte Abgase ausstossen. Da wäre das einsparpotenzial kurzfristig grösser.
    1. Antwort von Martin J. Pérez  (MJP)
      Nachtrag:
      Das Netto 0 Ziel bis 2050 ist ja beschlossen und gibt den Unternehmen damit einen Investitionsrahmen um dieses auch vernünftig um zu setzen.

      In der Zwischenzeit wäre ein verstärktes Engagement im Ausland ja durchaus etwas gutes, da ich denke die Schweiz hat genug technisches Know How um in verschiedenen Ländern einiges gutes beizutragen.

      Zb. hilfe bei der Elektrifizierung, umbau von Fabriken, Solartechnik etc.
      Dies könnte man sogar mit der Entwicklungshilfe vernetzen.