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Das sagt Suchtpräventions-Expertin Unternährer zu den «Juul»-Zigaretten
Aus Morgengast vom 04.12.2018.
abspielen. Laufzeit 04:52 Minuten.
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«Juul» auf dem Schweizer Markt «Macht keinen Sinn, nikotinsüchtige Jugendliche zu produzieren»

Die «Juul»-Zigarette kommt in der Schweiz in die Läden. Raucher dürften sich freuen – Experten sind skeptisch.

Sie sieht aus wie ein USB-Stick und wenn man an ihr zieht, schmeckt man Mango, Mint oder Caramel: Ab heute gibt es die E-Zigarette «Juul» in der Schweiz zu kaufen. Obwohl angeblich «gesünder» als eine normale Zigarette, halten viele Experten sie für gefährlich.

Sind die «Juul»-Zigaretten gefährlich? In den USA sind die Zigaretten besonders bei Jugendlichen beliebt, sie posieren mit dem Gerät etwa auf Instagram. Doch bei Gesundheitsexperten ist «Juul» umstritten. Dies vor allem, weil das Trend-Produkt Jugendliche, die bis anhin noch nicht rauchen, in die Sucht führen kann.

Stephanie Unternährer von der Tabaksuchtprävention des Kantons Zürich sagt, für erwachsene Raucher sei das Produkt nicht zu verteufeln. «Doch es macht keinen Sinn, dass wir nikotinsüchtige Jugendliche produzieren.»

Wie funktionieren die E-Zigaretten? Die «Juul»-Zigaretten werden mit Nikotinsalzen gefüllt. Andere E-Zigaretten haben flüssiges Nikotin. Die Salze würden weniger im Hals kratzen, sagt Unternährer. Deshalb sei das Salz einfacher zu konsumieren und zu inhalieren. Nikotin habe ein enormes Suchtpotenzial, welches durch das Salz noch verstärkt werde.

Wie reagiert «Juul» auf die Bedenken? Das Unternehmen selbst sagt, man wolle keine Jugendlichen verführen. Obwohl legal, werde man in der Schweiz das Produkt nicht an Kinder und Jugendliche verkaufen. Doch dies ist laut Unternährer nur ein Versprechen der Firma sowie der Verkaufsstellen – auf freiwilliger Basis. Es brauche ein schweizweites Verkaufsverbot.

Video
Aus dem Archiv: Grosse Studie zu E-Zigaretten läuft
Aus 10 vor 10 vom 31.08.2018.
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6 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi  (Mano)
    Mol-moll. Es lohnt sich schon. Wer sonst würde unsere AHV erwirtschaften? Ironie off.
  • Kommentar von Jürg Häusermann  (Ebenda)
    Ein schweizweites Verkaufsverbot? Wo schädlichere Tabakzigaretten frei verkäuflich sind? Und die Firma ja gar nicht an jugendliche verkaufen will. Nichts als eine Bevormundung des Bürgers, einmal mehr.
  • Kommentar von C. Bussinger  (CBu)
    Ich habe noch nicht verstanden, warum man nicht einfach das Nikotin in allen Rauch- und Pseudorauchwaren verbietet? Dann wäre der Konsum derselben eine echte freie Willensentscheidung. Und Hersteller der Produkte im üblichen, marktwirtschaftlichen Rahmen gefordert, dass sich Konsumenten für Kauf ihres Produkt entschliessen.
    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
      Ohne Nikotin, sprich ohne aufputschende Droge, gibt es definitiv keinen Grund zu rauchen. Das umesüggele amene Stängel sieht dann nicht nur oberpeinlich aus, sondern ist ganz und gar zwecklos und kann auch mit einem Zürcher Hipsterbart nicht wett gemacht werden.
    2. Antwort von Patrik Schaub  (Kripta)
      Herr Ducrey hat recht; das Nikotin ist ja der Witz des Ganzen ...
    3. Antwort von Manuela Fitzi  (Mano)
      @Ducrey: Obercooles Kommentar, merci.