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Keine Lockerung in Sicht
Aus Tagesschau vom 03.02.2021.
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Kampf gegen das Coronavirus Bundesrat: Keine weitreichenden Lockerungen ab Ende Februar

Ein Ende der Massnahmen sieht er noch nicht. Am Impfziel hält der Bundesrat aber fest, wie er vor den Medien erklärte.

So ist die aktuelle Lage: Laut Gesundheitsminister Alain Berset befindet sich die Schweiz in einer ähnlichen Situation wie Anfang Oktober, als sich die Fallzahlen wöchentlich verdoppelten: «Seit fünf bis sechs Wochen verdoppeln sich nun die Fälle der mutierten Varianten jede Woche.» In den Gesamtzahlen verliere sich das zwar, diese seien rückläufig. Aber rund 20 Prozent der Ansteckungen geschähen mit dem neuen Virus, auch wenn es regional starke Unterschiede gebe. Berset nennt dies «die Pandemie in der Pandemie».

Das sind die Zahlen: Sequenzierungen hätten mittlerweile 4000 Fälle der britischen Variante in der Schweiz nachgewiesen, letzte Woche seien es erst 2000 gewesen, so Berset. Von der südafrikanischen Variante gebe es bisher weniger Fälle, doch auch diese nehmen zu. «Wir gehen davon aus, dass die Zahlen steigen und die Mutationen Überhand gewinnen werden.» Was Experten sagten, sei eingetroffen: Die neuen Varianten seien ansteckender. In zehn Kantonen ist Reproduktionswert denn auch wieder über 1 gerutscht.

Gratisimpfung für Grenzgänger und Diplomaten

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Gratisimpfung für Grenzgänger und Diplomaten

In der Schweiz tätige Diplomatinnen und Diplomaten sowie Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die in Schweizer Gesundheitseinrichtungen arbeiten, können sich kostenlos gegen Corona impfen lassen. Der Bund übernimmt die Kosten in Höhe von rund 3.5 Millionen Franken.

Ziel der ausgeweiteten Kostenübernahme für Impfungen sei ein einfacher Zugang für alle Personen, die in der Schweiz wohnen, jedoch nicht krankenversichert sind. Das betrifft in erster Linie Diplomatinnen und Diplomaten sowie Mitarbeitende internationaler Organisationen.

Dasselbe soll auch für Grenzgängerinnen und Grenzgänger gelten, die in Schweizer Gesundheitseinrichtungen arbeiten und an ihrem Wohnort krankenversichert sind. Betroffen von der neuen Regelung sind gemäss Schätzungen des Bundes rund 150'000 Personen. Würde für sie alle eine Einzelrechnung ausgestellt, so wären die administrativen Kosten höher als die Kosten für das Impfen selber, wie der Bundesrat schreibt.

Verschiedene Nachbarländer kennen eine ähnliche Regelung. Die Regelung gilt rückwirkend auf den 4. Januar 2021. (sda)

So soll es weitergehen: Da die Zahlen insgesamt in die richtige Richtung gingen, seien neue Massnahmen nicht dringlich, beruhigt Berset. Der Bundesrat werde die Lage weiterverfolgen, und in zwei Wochen, bei der nächsten Sitzung am 17. Februar, Bilanz ziehen. «Heute ist es noch zu früh, um etwas zu entscheiden.» Die jetzigen Massnahmen bleiben in Kraft bis Ende Monat. Aber auch danach seien keine weitreichenden Lockerungen in Sicht. Er verstehe, dass die Menschen genug hätten und sich Planungssicherheit wünschten. Aber es gehe darum, eine dritte Welle zu verhindern.

Damit soll die Kehrtwende gelingen: Auch wenn er keine Hoffnung auf eine schnelle Besserung machen könne, sehe er doch Licht am Ende des Tunnels, sagt Berset. Man teste mehr asymptomatische Personen, der Bund übernehme die Kosten dafür, zum Beispiel in Schulen. Damit können man die Situation besser beurteilen und das Virus besser eindämmen. Ausserdem gehe das Impfen in allen Kantonen weiter, trotz Lieferverzögerungen.

Das ist der Stand beim Impfen: Die bestellten Impfdosen würden nach und nach eintreffen, und weitere Verträge seien abgeschlossen worden, bestätigt der Bundesrat. Etwa mit Curevac. Die Firma liefere im zweiten Quartal fünf Millionen Impfdosen. Dieser mRNA-Impfstoff müsse jedoch noch von Swissmedic zugelassen werden. Auch Moderna werde weitere sechs Millionen Dosen liefern, allerdings erst im August und September. Dennoch halte er am Impfziel fest, dass sich bis im Sommer – sprich Juni/Juli – alle, die das wollen, gegen das Coronavirus haben impfen lassen können, sagte Berset.

Das hat der Bundesrat am 13. Januar kommuniziert Öffentliche VeranstaltungenMassnahmenverlängerungKulturbetriebeFreizeiteinrichtungenRestaurantsSportanlagenBleiben geschlossen:Maskenpflicht am Arbeitsplatz bei mehr als einer Person im gleichen RaumTreffen im öffentlichen Raum mit max. 5 PersonenMassnahmenverschärfung ab 18. JanuarHomeoffice-Pflicht wo möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbarLäden mit Waren des nicht-täglichen Bedarfs werden geschlossenErhöhter Schutz besonders gefährdeter Personen(Recht auf Homeoffice, gleichwertigenSchutz oder Beurlaubung)Private Treffen mit max. 5 Personen (inkl. Kinder) Empfehlung: aus max. 2 HaushaltenQuelle: Bundesrat, 13.01.21
Weiterhin giltVerbot Veranstaltungen > 100 PersonenEinführung Schengen-GrenzkontrollenEinreise aus Italien mit Ausnahmen verboten10 Mrd. Fr. Soforthilfe Kein Unterricht an SchulenMax. 50 Personen in Restaurants, Bars, Diskotheken Quelle: Bundesrat, 13.01.21Empfehlung: zu Hause bleibenFernunterricht an HochschulenVerbot von VeranstaltungenGeschlossen:Discos und TanzlokaleMaximal 5 Personen bei Sport und KulturAusnahmen für unter 16-Jährige (Sport/Kultur)!Ausgedehnte MaskenpflichtRegeln für SkigebieteGemeinsamer Gesang nur in Familie und Schule

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BAG Infoline Corona-Impfung, Link öffnet in einem neuen Fenster: 058 377 88 92 (täglich 6 bis 23 Uhr)

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SRF 4 News, 03.02.2021, 16:00 Uhr;

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196 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Petermann  (Rhf)
    Woche für Woche kommen zuerst die „Gescheiten“ vom BAG und malen schwarz, auch wenn die Zahlen sich nach unten bewegen. Tags darauf kommt der Bundesrat und erzählt uns dasselbe nochmals.
    Nennt man das „das Volk durch die Pandemie führen“? Hört mit solchen Spielchen einfach auf. Zu Beginn konnten Bundesrat und BAG auch an der gleichen Medienkonferenz informieren!
  • Kommentar von Samuel Rohrbach  (Samuel)
    @Thomas Bünzli: Sie domminieren hier die Diskussion mit ihren unzähligen Kommentaren. Es gibt auch Menschen mit anderen Ansichten, die aber nicht so viel Zeit haben zu schreiben. Ich bitte um Rücksicht. Und: Niemand weiss genau welche Fakten wahr sind und welche nicht. Nicht die selbsternannten Faktenchecker und auch nicht Sie. Gerade deshalb soll und darf man anderer Meinung sein. Mit 'Corona-Leugner' verurteilt man Leute und stellt sie in eine Ecke (tönt ja ähnlich wie Holocaust-Leugner).
    1. Antwort von Thomas Bünzli  (Tumasch)
      Tut mir leid, wenn der Eindruck entsteht, dass ich die Diskussion dominiere - das will ich sicher nicht.
      Zu den Fakten: Da bin ich aber anderer Ansicht, denn bei wissenschaftlichen Studien entstehen Resultate, welche einem Rating gemäss ihrem Aufbau unterzogen werden, und diese Ergebnisse sind nicht in Stein gemeisselt, aber eine Grundlage. Dass man anderer Meinung ist: Ja, aber gerade Corona-Skeptiker ( habe ich jetzt nett geschrieben... ) sprechen ja z.B gerne von der Lügenpresse ...!
  • Kommentar von Susanna Cella  (PlatonSokrates)
    Es ist gut keine weiteren Lockerungen vorzunehmen. Besser wären mehr verschärfte Massnahmen.Bei Epidemien u Pandemien soll u muss schnell u rigoros gehandelt werden.Wir haben nun neue Mutationen und diese werden prägend sein.Erst in 2 Wochen neues zu diskutieren und dann noch später zu entscheiden ist gefährlich.Lieber jetzt auf Mehr verzichten als später die Folgen zu tragen.Ich bin überzeugt d.es besser wird aber wir sollten gemeinsam DURCHHALTENBleibt gesund und achtet Euch u Eure Mitmenschen