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Samstagsrundschau mit Alain Berset
Aus Samstagsrundschau vom 30.01.2021.
abspielen. Laufzeit 29:45 Minuten.
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Berset im Gespräch «Tun alles, damit die zweite Impf-Dosis sichergestellt ist»

Der Bundesrat nimmt in der «Samstagsrundschau» Stellung zu den Problemen bei der Impfstoff-Versorgung und der angekündigten Testoffensive.

Bei der Impfkampagne gab es seit Beginn Probleme: Falsche oder fehlende Daten vom BAG, Lieferengpässe und Knatsch unter den Kantonen, wer zu viel und wer zu wenig hat.

In der Bewältigung einer Krise gebe es immer Überraschungen oder Fehler, sagt Bundesrat Alain Berset dazu in der «Samstagsrundschau». Dies sei das tägliche Brot. «Wenn es nicht so wäre, wäre es auch keine Krise.» Der Bund habe eine gute Beschaffungspolitik für Impfstoffe entwickelt. Aber dann müsse dieser auch geliefert werden. Es gebe nun Engpässe und Probleme bei den Firmen. Doch alles in allem funktioniere es.

Man arbeite nun daran, dass die zweite Impfung, die nötig ist, gewährleistet sei. «Es gab in der Tat, auch von unserer Seite Probleme, wo es nicht klar war, wie man bei der Reservierung der zweiten Impfung vorgehen soll. Wir haben immer gesagt, es braucht eine Reservierung – aber die Kantone müssen sich dafür organisieren.» Das sei vielleicht nicht klar genug gewesen und habe wohl auch Problem mit sich gebracht. «Jetzt sind wir bemüht, alles zu tun, damit die zweite Dosis sichergestellt ist.»

Keine Hinweise auf massive Verzögerungen

Der Bundesrat hat ambitionierte Impfziele gesetzt. Bis Ende Februar sollen beispielsweise alle vulnerablen, älteren Personen geimpft sein – bis Ende Juni alle, die das möchten. Gemäss Berset stehen diese Ziele nach wie vor. «Es war immer so gedacht, dass es im ersten Quartal einen ersten grossen Schritt gibt und dann im zweiten Quartal einen zweiten.»

Es gebe bisher kein Signal, dass diese Quartalssicht mit den bestellten Lieferungen in Gefahr wäre. «Vielleicht sind wir Ende Februar noch nicht so weit, wie wir es gewünscht hätten, aber dafür vielleicht zwei Wochen oder einen Monat später.» Dass die Planung jetzt aufgrund von Verschiebungen und Lieferengpässen anders ausfalle, dafür könne man nichts. «Wir müssen versuchen einen guten Weg zu finden. Wir sind in sehr engem Kontakt mit den Firmen und versuchen eine gewisse Planungssicherheit zu erreichen.»

Breiteres Testen – finanzieller Anreiz soll helfen

Fast ein Jahr nach der Pandemie setzt der Bundesrat nun auch das um, was Fachleute schon seit dem Frühling predigen – viel breiter zu testen. Dies geschehe erst jetzt, weil es genügend Tests brauche, um eine Testoffensive durchzuführen, so Berset.

Als die Pandemie im letzten Jahr begann, sei man schon froh gewesen, einige Tests zu haben. «Die Tests sind sehr rasch entwickelt worden. Aber die Mengen waren viel zu klein. Zu Beginn der Pandemie konnte man nicht mal alle testen, die Symptome hatten. Wir mussten dies damals auf die schwer-symptomatischen Personen begrenzen.»

Mit den Schnelltests im Oktober habe sich die Lage verbessert. Seit Mitte Dezember verfüge man nun über genügend Tests, um zu sagen: Wir müssen breiter Testen. Nun habe der Bundesrat noch einen Anreiz geschaffen, indem der Bund die Kosten übernimmt. Eine finanzielle Obergrenze gebe es keine, so Berset. Im Moment sei eine Milliarde Franken dafür vorgesehen. Doch es gelte auch, die Effizienz der Massnahmen zu messen.

Contact Tracing funktioniert

Das Testen soll gemäss Berset weiterhin freiwillig bleiben, da die Schweiz nicht so gut mit Zwängen funktioniere. Es habe schon sehr viele Restriktionen gegeben in der Schweiz. Und es sei bei Tests von Asymptomatischen besser, diejenigen zu testen, die dazu auch bereit seien.

Lange Zeit war das Contact Tracing in einigen Kantonen am Anschlag. Der Gesundheitsminister ist der Ansicht, dass dieses mittlerweile funktioniere. Die Kantone würden sich mit ihren Teams sehr stark engagieren. Doch damit es gut funktioniere, sei es nötig, dass auch die Bevölkerung da mitmache. Die Nachverfolgung bleibe aber weiterhin eine Herausforderung.

Samstagsrundschau, 30.01.2021, 11:30 Uhr;

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41 Kommentare

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  • Kommentar von Patrick Steiner  (vb22)
    Wenn mit Geld nun das Leid der KMU, Sportvereine, Kulturschaffenden usw. gelindert werden soll, was ist dann so verwerflich daran, mit Geld genug Impfstoff zu kaufen? Selbst zu einem höheren Preis. Und bitte nicht wieder den Vergleich mit den ärmeren Ländern. Der würde auch gelten, diese 6Mrd. Härtefallfonds für diese unterprivilegierten Länder auszugeben.
    Geschäfte wollen mit Geld ihren Betrieb retten, andere mit Geld dank Impfung ihr Leben.
  • Kommentar von Emil Huber  (Deuter)
    Ich verzichte gerne auf meine "Portion". Ich werde mich doch nicht mit einem im Schnellschuss Verfahren erzeugten, völlig neuartigen, nicht getesteten und nicht langzeit erprobten Impfstoff "behandeln" lassen. Es gibt bereits Meldungen von schweren Nebenwirkungen und gar Todesfällen. Auch sollte man lesen, was hier ein Arzt für Bedenken hat. Und er ist weit nicht der einzige!

    https://saez.ch/article/doi/saez.2021.19557
    1. Antwort von Julian Schelker  (judos)
      Sagen sie mir doch bitte die bekannte Anzahl der am Virus gestorbenen Personen und die Personen die an der Impfung gestorben. Wenn Sei das nachforschen werden Sie merken dass die Impfung absolut sinnvoll ist. Aber Sie dürfen gerne verzichten, es gab auch genügend schlechte Beispiele wo Leute auf Masken verzichteten und jetzt ist deren halbe Famillie tot... Jedem seine Entscheidung.
    2. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Ihr "Schnellschuss-Verfahren" ist die grösste internationale Zusammenarbeit von der Forschung in der Geschichte der Menschheit. Nur die mRNA Impfstoffe sind neu, daran wird erst seit 15 Jahren gearbeitet. Alle Impfstoffe wurden getestet, die zugelassen sind. Bei 90 Millionen verabreichten Dosen gibt es auch Nebenwirkungen, aber bis jetzt ist niemand an den Impfungen gestorben. Zum Vergleich: 103 Millionen positiv gestestet, 2.2 Millionen gestorben. Und da entscheiden Sie sich für das Virus?
    3. Antwort von Thomas Steiner  (Thomas Steiner)
      Ihr "ein Arzt" ist einer von 37'000 praktizierenden Aerzten in der Schweiz, er ist spezialisiert auf Drogenentzug. Er darf gerne eine Meinung haben, aber sie hat keine Relevanz: Er ist kein Experte auf dem Gebiet und behautet viel und belegt nichts davon.
    4. Antwort von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
      Meine "Portion" ist auch zu haben! Ich schliesse mich den Worten von Hr. Huber an.
  • Kommentar von Claudia Esser  (Lilly.lombarte)
    Anmerkung:Seit dem Sommer ist bekannt, es wird ein Impfstoff geben. Seit dem Sommer hätte man sich auf die zweite/dritte Welle vorbereiten können. Lange ist auch bekannt, daß Viren mutieren, doch warum sollte man der Wahrheit ins Auge fassen und aus der Vergangenheit lernen? Mir stellen sich die Haare auf, bei soviel Blauäugigkeit.und ja ich gebe dem Herrn vor mir Recht: Hochmut kommt vor dem Fall. Allen ein fröhliches impfen, ich bin auf der Warteliste, kann nur noch dauern hier im Thurgau
    1. Antwort von Manu Meier  (Manuel Meier)
      Frau Esser. Es ist doch so einfach. Bleiben sie Zuhause wenn immer möglich. Gehen sie nicht nach draussen, setzen sie sich keinem Risiko aus und warten sie bis sie an der Reihe sind. Sie können ihr eigenes Risiko bestimmen. Sie sind immer "Herr" über sich selbst. Sie kennen die Regeln, sie kennen die Gefahren. Also Handeln sie und zwingen sie nicht anderen und dem Bundesrat etwas auf. Lassen sie die anderen Arbeiten und Party machen, aber schützen sie sich selbst! Punkt