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Post: An der Haustür nur Bargeld oder Twint
Aus Espresso vom 14.01.2021.
abspielen. Laufzeit 02:58 Minuten.
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Kartenzahlung Fehlanzeige Post akzeptiert keine Postfinance-Karte an der Haustür

Wer beim Pöstler Paketgebühren mit der Karte zahlen will, läuft auf. Die Post akzeptiert an der Haustür keine Karten.

Der Postbote steht mit einem Paket vor der Tür und will noch Gebühren kassieren, für den Zoll oder weil das Paket per Nachnahme verschickt wurde. Wer nun zu wenig Bargeld im Haus hat, hat bei der Schweizerischen Post nur eine einzige Alternative: Twint. Kreditkarten und auch die Postfinance Card akzeptiert sie an der Haustüre nicht.

«Was liegt näher als die Postfinance-Karte?»

Erst kürzlich nahm der Pöstler bei einem Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» das Paket wieder mit. Er musste es am nächsten Tag auf der Poststelle abholen und die Gebühren am Schalter begleichen.

Für den Mann ist es unverständlich, dass die Post an der Haustüre nicht einmal die Postfinance Card akzeptiert: «Die Post tut sich offenbar verdammt schwer, die eigenen Angebote zu nutzen. Was liegt näher als die Postfinance-Karte?»

Andere Paketdienste oder auch Pizzakuriere sind dafür ausgerüstet, dass man an der Haustüre mit der Karte zahlen kann. Weshalb also akzeptiert die Post nur Bares oder Twint? Post-Sprecher Oliver Flüeler sagt dazu: «Twint ist ein Startup der Post und eine einstige Postfinance-Tochter.» Dahinter seien inzwischen viele Banken vereinigt. Wer dort ein Konto habe, könne mit Twint bezahlen. «Das ist die neue Technologie. Der nächste Schritt von der Karte weg zum Bezahlen mit dem Smartphone», sagt Flüeler.

Post-Strategie: Smartphone statt Kartenzahlung

Twint sei mit einem bestimmten Konto verknüpft, erklärt der Post-Sprecher. So könne man über das Smartphone mit dem Postfinance-Konto bezahlen. Inzwischen würden zwei Millionen Menschen in der Schweiz Twint benutzen. Die mobilen Karten-Lesegeräte der älteren Generation seien «im Feld nicht so geeignet», sagt Flüeler. Sie seien nicht wetterfest und die Datenmenge sei begrenzt.

Deshalb setzt die Schweizerische Post beim elektronischen Bezahlen an der Haustür aufs Smartphone mit der Twint-App. Die mobile Kartenzahlung werde sie nicht mehr einführen, bestätigt Oliver Flüeler gegenüber «Espresso». Wer Paketgebühren dennoch mit der Karte bezahlen wolle, könne dies an einem Paketautomaten der Post oder auf der Poststelle tun.

Espresso, 14.01.2021, 08:13 Uhr

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Jaggy  (Jaggy)
    Und einmal mehr werden Randgruppen ausgeschlossen durch die zu gut bezahlten Herren in der Chefetage. Alle älteren Bewohner die digital nicht fit sind oder alle anderen die schlicht nicht wollen...
    Es geht nichts über Kundenfreundlichkeit. Bravo
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  • Kommentar von Patrick Meier  (PatrickMeier)
    Wischi waschi Politik.Die lieber den Bundesrat attackieren und dumme Schnauze haben wegen dem Lockdown. Unser tolles digitales Land Schweiz. Und UBS will ja das Bargeld abschaffen bzw man muss Gebühren bezahlen. Das Volk wird richtig verarscht.
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  • Kommentar von Felix Rothenbühler  (Felix Rothenbühler)
    Wenn die Post wenigstens zum Voraus die Kosten für das Packet (oder was auch immer) per eMail/SMS ankündigen würde, könnte man a) sich mit Bargeld eindecken oder b) diese Kosten online vorab begleichen. Aber vermutlich ist auch das im Zeitalter der Informatik viiiiiiiiiiiiel zu kompliziert für die Post und ihre anderen Betriebe, die vollautomatische Drohnen und selbstfahrende Postautos testen.

    PS: Die Zustell-Steuerung von Packeten (Wunschtag, anderer Ort) hat bei mir oft nicht funktioniert)
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