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Immer mehr Leute nutzen Twint
Aus HeuteMorgen vom 20.10.2020.
abspielen. Laufzeit 01:53 Minuten.
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Bezahl-App Zahl verdoppelt: Twint registriert drei Millionen Nutzer

Noch wird in der Schweiz wenig Geld per Smartphone überwiesen. Doch die Nutzerzahlen der Bezahl-Apps steigen.

Bezahlen mit dem Smartphone wird immer beliebter. Davon profitiert die Schweizer Bezahl-App Twint. Rund drei Millionen Menschen in der Schweiz haben sie inzwischen auf ihrem Smartphone installiert. Das sind doppelt so viele wie vor einem Jahr. Das Schweizer Zahlungsgeschäft dominiert das Unternehmen aber deshalb noch lange nicht.

Verdoppelung der Downloads

Ob Apple, Samsung, Google oder die Schweizer Banken – jeder will vorne mit dabei sein, wenn es um das Zahlen via Smartphone geht. Es lockt ein Milliardenmarkt. Mit ihrem Gemeinschaftsprojekt Twint wollen die Schweizer Banken den internationalen Tech-Giganten gegensteuern. Lange wurde das Projekt jedoch belächelt, kaum jemand glaubte an Twint.

Die Verdoppelung der Downloads auf drei Millionen ist deshalb ein beachtlicher Erfolg. «Es gibt noch ein paar Kinder und ein paar Senioren, welche die App nicht haben», sagt Ralf Beyeler vom Vergleichsdienst Moneyland. «Aber eigentlich kann man sagen: Viele Leute haben die App installiert.» Allerdings nutzen sie Twint nur wenig.

Banken boykottierten Tech-Giganten

Im September wurde lediglich 6.6 Millionen Mal mit der App Geld überwiesen. Mit Debit- und Kreditkarte wird ein vielfaches öfter bezahlt. Insgesamt wird in der Schweiz noch sehr wenig via Handy Geld überwiesen. Laut dem Schweizer Zahlungsmonitor laufen erst rund sechs Prozent der Transaktionen via Smartphone.

Wie genau sich Twint, Apple oder Google dieses Kuchenstück aufteilen, ist unklar. Klar sei aber, dass in den letzten Monaten von Seite Tech-Giganten eine Art Aufholjagd begonnen habe. Denn davor hätten die Schweizer Banken diese Bezahldienste quasi boykottiert. «Als Kunde einer grossen Bank wie der UBS, der Credit Suisse, einer Kantonalbank oder der Postfinance konnte ich lange Zeit Apple Pay oder Google Pay nicht benutzen», weiss Beyeler. Erst in den letzten Monaten hätten die Banken die Kreditkarten für diese Bezahldienste freigeschaltet.

Das Rennen um den mobilen Geldbeutel geht also einfach in die nächste Runde. Twint hat gemäss einer Studie dank Corona immerhin an Bekanntheit gewonnen.

Video
Aus dem Archiv: 1000 Franken Verlust mit Twint-Überweisung
Aus Kassensturz vom 09.06.2020.
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SRF 4 News, Heute Morgen, 20.10.2020, 06:00 Uhr

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24 Kommentare

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  • Kommentar von Alfons Bauer  (frustriert)
    Ein Riesenfehler von Twint sind die vielen Versionen. Es gibt die Prepaid-Version - und dann für jede mögliche Bank eine eigene. Sowas macht man nicht. Apps haben gewöhnlich höchstens zwei Versionen, eine gratis (wirklich gratis oder werbefinanziert) und eine zum kaufen.
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  • Kommentar von Daniel Dreier  (Daniel Dreier)
    Interessant wäre Statistiken über die versteckte "Steuern" die Schweizer an Grossbanken bezahlen durch die nutzen von bargeldlose Zahlung Dienstleistungen wie Twint, Apple Pay, Visa, Mastercard, Postfinance Karte, usw. Ich habe selbst hochberechnet, und nur in die Schweiz sind die durch bargeldlose Zahlmittel gewonnen Bankengebühren in die Milliardenhöhe. Grossbanken habe es erreicht, eine Service Public (Bargeld) mit bezahlte Dienstleistungen zu ersetzen - jetzt auch mit Hilfe des WHO.
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    1. Antwort von Werner Ammann  (W.A.)
      Bargeld ist auch nicht gratis und wird teilweise durch den Staat (also wir) Und durch die Geschäfte (handling) bezahlt.
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  • Kommentar von Maurizio Cattelan  (Catt)
    Leider hat Twint einen sehr schlechten Kundenservice. Ich habe meine App zu spät registriert und Code war nicht mehr gültig. Beim Support schieben sich Twint und Raiffeisen die Veranwortung hin und her. Nach x Telefonen kann ich mein Twint App immer noch nicht freischalten.
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