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Händler müssen künftig kein Konto mehr bei der Postfinance führen, um deren Karten abzurechnen
Aus Espresso vom 26.10.2020.
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Postfinance Card Schon bald mehr Bezahlmöglichkeiten mit dem «Postkärtli»

Wer eine Postfinance Card hat, kann oft nicht mit Karte bezahlen. Das soll sich nun ändern.

«Eigentlich würde ich gerne so oft wie möglich mit Karte bezahlen», erzählt ein «Espresso»-Hörer. Doch immer wieder müsse er in Geschäften auf Bargeld ausweichen, weil er nur eine Postfinance Card und keine Maestro-Karte habe: «Vor allem kleine Geschäfte wie Bäckereien, Restaurants oder Imbissbuden akzeptieren die Karte von Postfinance nicht. Ich bin dann gezwungen, mit Bargeld zu bezahlen», ärgert er sich.

Wie kann es sein, dass man fast überall mit Bank- oder Kreditkarten bezahlen kann, mit einer Postfinance Card jedoch nicht? Es gebe zwei Gründe, sagt Postfinance-Sprecher Rinaldo Tibolla. «Wenn ein Geschäft die Zahlung mit Postcard anbieten will, dann muss dieses auch ein Konto bei Postfinance haben.» Eine Bäckerei ist also gezwungen, ein Postkonto zu eröffnen, damit die Kunden mit Postcard bezahlen können. Für viele kleine Geschäfte dürfte das eine zu grosse Hürde sein und sie akzeptieren darum keine Postcard als Zahlungsmittel.

Ab neuem Jahr ist es auch möglich, die Zahlungen mit Postcard über ein Bankkonto abzuwickeln.
Autor: Rinaldo TibollaPostfinance-Sprecher

Kontozwang verschwindet

Der sogenannte Kontozwang werde nun aber per 1. Januar 2021 aufgehoben, sagt Postfinance-Sprecher Rinaldo Tibolla: «Ab neuem Jahr ist es auch möglich, die Zahlungen mit Postcard über ein Bankkonto abzuwickeln.» Ganz freiwillig dürfte dieser Schritt nicht passieren: Laut der «Handelszeitung» gab es nämlich Druck von der Wettbewerbskommission. Diese hatte 2018 eine Voruntersuchung eingeleitet, ob die Postfinance mit dem Kontozwang ihre Monopolstellung ausnutze.

Ähnlich erging es vor ein paar Jahren auch der Post. Am Schalter konnte man bis dahin nur mit der Karte der Postfinance bezahlen. Bank- oder Kreditkarten wurden nicht akzeptiert. Das änderte sich erst, als sich der Nationalrat einschaltete. Seit 2016 kann man am Postschalter nun auch mit Bankkarten bezahlen.

Keine Postcard bei App-Lösungen

Wie viele kleine Geschäfte, Restaurants etc. ihren Kunden ab dem 1. Januar 2021 tatsächlich das Bezahlen mit der Postfincance Card ermöglichen, bleibt abzuwarten. Das liegt im Ermessen des jeweiligen Betreibers. Und es gibt auch noch technische Hürden, die überwunden werden müssen, sagt Rinaldo Tibolla: «Viele kleine Läden setzen aus Kostengründen auf App-Lösungen. Diese entsprechen aber nicht dem Schweizer Standard und die Postfinance Card wird darum nicht akzeptiert.» Man sei aber dabei, auch dafür eine Lösung zu finden.

Espresso, 26.10.2020, 08:13 Uhr

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Achim Frill  (Africola)
    Bargeldabschaffung 2.0. Kontrolle total. Werde soviel wie möglich nur noch bar bezahlen!
  • Kommentar von Hans Fürer  (Hans F.)
    Es ist weder nötig noch sinnvoll, dass man (mit grossem Aufwand im Hintergrund) sogar sein Brot oder sein Gipfeli mit einer Card bezahlen kann. Ein paar Franken Kleingeld werden wohl noch alle mit sich herumtragen können.
    1. Antwort von Manuel Nagel  (mkrm)
      Wobei gerade bei Kleinbeträgen Kreditkarten mit ihren prozentualen Gebühren für den Verkäufer vermutlich sogar vorteilhaft und per NFC auch schneller sind.
  • Kommentar von Verena Schär  (Nachdenklich)
    Die Postfinance -Karte ist keine Kreditkarte. Daher für mich mit einer Bankkarte gleichzusetzen. Ich gehe davon aus, dass künftig für den Kartenbenutzer Spesen anfallen.
    Weiß da jemand mehr.
    Wenn ich Master in Verbindung mit Coop oder Migros benutze ist die Karte gratis und es fallen keine Spesen an.