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Airbus oder Boeing sind enttäuscht, dass es der F-35-Kampfjet von Lockheed Martin sein soll.
Aus HeuteMorgen vom 01.07.2021.
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Kauf des US-Jets genehmigt So reagieren die Rüstungskonzerne auf den Bundesratsentscheid

Die Landesregierung entscheidet sich für den F-35-Kampfjet aus den USA. Setzt die Konkurrenz nun auf den Urnengang?

Zu den Gewinnerinnen und Gewinnern zuerst: Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin darf der Schweiz 36 neue F-35-Jets verkaufen. Jim Robinson ist der zuständige Kampagnenleiter für die Schweiz und ihn freuts.

Wir sind sehr dankbar und fühlen uns geehrt, Teil der Zukunft der Schweizer Luftwaffe zu sein.
Autor: Jim RobinsonKampagnenleiter von Lockheed Martin

Robinson sagt: «Wir sind sehr dankbar und fühlen uns geehrt, Teil der Zukunft der Schweizer Luftwaffe zu sein.»

Es geht um fünf Milliarden Franken

Den anderen drei Anbieterinnen und Anbietern geht ein Rüstungsgeschäft verloren: Es wären fünf Milliarden Franken gewesen und das schmerzt. Einer der Verlierer ist Boeing ebenfalls aus den USA. In einem schriftlichen Statement heisst es, Boeing sei enttäuscht. Ihr Kampfjet – der F/A-18 Super Hornet – wäre die richtige Wahl gewesen für die Schweiz, ist der Konzern überzeugt.

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Aus dem Archiv: Wieso braucht die Schweiz den F-35, Frau Amherd?
Aus News-Clip vom 30.06.2021.
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Vom französischen Daussalt-Konzern als Anbieter des Rafale-Flugzeugs und von der französischen Botschaft war bisher kein offizielles Statement erhältlich. Deutschland hingegen, das den Eurofighter anbot, reagierte bereits.

Deutschland ist ebenfalls nicht erfreut

In einem Statement der deutschen Botschaft ist die Verärgerung zwischen den Zeilen herauszuhören: «Wir werden die Entscheidungsgründe des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) auswerten und wir nehmen dabei zur Kenntnis, dass offenbar nur die militärtechnische Bewertung der Angebote berücksichtigt wurde.»

Wichtig ist für uns: Unsere Offerte und unsere Gesprächsbereitschaft besteht natürlich weiterhin.
Autor: Franz PoschKampagnenleiter von Airbus

Deutschland hätte gerne mit den drei Partnerländern Italien, Spanien und Grossbritannien der Schweiz ein militärisches und industrielles Rundumpaket angeboten. Dass aber Airbus mit dem Eurofighter abstürzt, ist für Franz Posch von Airbus nicht nachvollziehbar. Das Angebot würde vorerst aufrechterhalten werden, sagt der Kampagnenleiter des Unternehmens.

Video
Aus dem Archiv: Franz Posch von Airbus im «Rundschau»-Gespräch
Aus Rundschau vom 23.06.2021.
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Franz Posch erläutert: «Wir werden natürlich genau auf den weiteren politischen Prozess schauen, wie sich die Schweiz weiterentwickelt. Wichtig ist für uns: Unsere Offerte und unsere Gesprächsbereitschaft besteht natürlich weiterhin.»

Wird nun auf einen Volksentscheid spekuliert?

Die Hoffnung drückt leise durch, dass das Parlament oder die Stimmbevölkerung den F-35 nicht wählen. Dann bräuchte die Schweiz vielleicht einen europäischen Flieger.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass offenbar nur die militärtechnische Bewertung der Angebote berücksichtigt wurde.
Autor: Deutsche BotschaftAuszug aus dem Statement

Beim Sieger hingegen, beim US-Konzern Lockheed Martin, sind solche Überlegungen weit weg. Der erste F-35 soll im Jahr 2027 über die Schweizer Alpen düsen, versprechen die Amerikanerinnen und Amerikaner – wenn alles nach Plan läuft.

HeuteMorgen, 01.07.2021, 06:00 Uhr

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139 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Stocker  (BeaSt)
    Die EU schliesst uns ( die Schweiz) aus politischen Gründen aus (Horizon, Forschungszusammenarbeit, Börsenöquivalenz) und wundert/beklagt sich nun, dass sich die Schweiz ausser-EU orientiert?
    1. Antwort von Hans Müller  (HMU)
      Es war zuletzt die Schweiz, die die Verhandlungen abgebrochen hat. Wir schliessen uns selber aus. Sich zu beklagen ist als wenn sich Briten beklagen, sie würden ausgeschlossen. Überall dabei sein, aber sich nicht anpassen wollen, geht eben nicht. Trotzdem sind wir der EU viel näher als den USA und die gegenseitige Abhängigkeit ist viel grösser. Und unsere Abhängigkeit von unseren Nachbarländern viel grösser als umgekehrt.
  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Ja der/die Stimmbürger/innen haben ganz knapp einem Kauf zugestimmt.
    Nun ist aber die Skeptis gegen diesen Luftferrari in der Bevölkerung groß und wird immer größere ich denke, die neue Initiative gegen diese Spielzeuge steht in der fristgerechten Zeit und dann wird die Wahrheit ans Licht kommen. Wie gesagt sind die großen Maschinen noch lange nicht startklar in der kleinen Schweiz .
    1. Antwort von Sam Meier  (tsam39947)
      Welche "Wahrheit" wird ans Licht kommen? Zudem, wenn der F-35 als günstigstes Flugzeug ein Ferrari ist, sind wohl die anderen drei Flugzeuge Bugatti, Koenigsegg und Pagani, falls ihnen die Hierarchie in der automobilen Superliga etwas sagt.
  • Kommentar von Christian Vogel  (vogelschweiz)
    Abgesehen davon, dass unsere Generäle selbstverständlich immer das Beste und das Teuerste haben müssen stellt sich schon die Frage, für was für ein Armee-Konzept wir ein Flugzeug brauchen, das explizit für einen Angriffskrieg in feindlichem Gebiet entwickelt wurde.
    1. Antwort von Pascal Schärer  (Pascal1511)
      Dass Sie ranghohe Armeeoffiziere der Schweizer Armee als Generäle bezeichnen zeigt, wie wenig Ahnung sie von der Schweizerischen Sicherheitspolitik haben.
    2. Antwort von Daniel Gion  (dgion)
      Die Schweiz hat in ihrer gesamten Geschichte 4 Generäle gehabt, den letzten vor über 75 Jahren.
      Ich empfehle Ihnen sich etwas Weiterzubilden....
    3. Antwort von Thomas Tanneler  (ipool)
      Schärer,
      Welche Sicherheitspolitik? Die aus den 60gern? Sorry aber irgendwie sind unsere Armeestrategen dort stecken geblieben. Sich jetzt wegen dem Begriff "Generäle" zu ergöttern und damit die Aussage als solches zu diffamieren, obschon sie in der Sache absolut berechtigt ist?