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Klimakonferenz in Kattowitz Schweiz erhöht Beiträge für Klimaschutz

Bundespräsident Alain Berset fordert schnelle Massnahmen und unterstützt dafür verschiedene Projekte finanziell.

Legende: Video Start zur Weltklimakonferenz abspielen. Laufzeit 01:24 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.12.2018.

Der Schweizer Bundespräsident Alain Berset hat an der 24. UNO-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz schnelle Massnahmen gefordert, um der Klimaerwärmung die Stirn zu bieten. Die Schweiz leistet deshalb 2018 einen zusätzlichen finanziellen Beitrag von 120 Millionen Dollar.

Diese Summe komme zu der bereits geleisteten finanziellen Unterstützung für Entwicklungsländer hinzu. Berset betonte laut Redetext, dass es höchste Zeit sei, zu reagieren, denn die Konsequenzen des Klimawandels seien für alle spürbar und mit dem Schwinden der Gletscher auch sichtbar. Die warmen Temperaturen dieses Jahr und die sehr dürftigen Niederschläge seien ein Zeichen des Klimawandels. Beunruhigend sei zudem die Zunahme von extremen Wettersituationen.

Alain Berset hinter Rednerpult
Legende: Findet, es sei höchste Zeit zu reagieren: Bundespräsident Alain Berset. Keystone

Über Konsequenzen des Klimawandels sprechen

Die Schweiz wolle deshalb ihre Emissionen bis im Jahr 2030 um 50 Prozent reduzieren, sagte Berset. Wie viele Beispiele in der Schweiz und anderen Ländern zeigen würden, hemme Klimaschutz die wirtschaftliche Entwicklung nicht – im Gegenteil: «Es ist das einige Mittel, um unseren Wohlstand langfristig zu sichern.»

Berset betonte, es sei nun wichtig, über die Konsequenzen des Klimawandels zu sprechen, nicht nur über die Ursachen. Es seien klare Anstrengungen nötig, ansonsten würden die Temperaturen bis Mitte des 21. Jahrhunderts im Sommer durchschnittlich um 2,5 bis 4,5 Grad Celsius steigen.

Geld fliesst in verschiedene Projekte

Von den 120 Millionen Dollar zusätzlich aus der Schweiz fliessen 76 Millionen in bilaterale Projekte. Zwölf Millionen Dollar sind für den internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) vorgesehen, sagte Peter Lauener, Mediensprecher des Departements für Inneres (EDI). Das Geld werde vom Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Bundes (DEZA) zur Verfügung gestellt.

Neun Millionen Dollar kommen der Initiative CREWS (Climate Risk Early Warning System) zugute. Zehn Millionen sind für den von der Weltbank lancierten «BioCarbon Fund» vorgesehen. 13 Millionen Dollar gehen in den kommenden vier Jahren an weitere Projekte gegen den Klimawandel.

Seit Sonntag ist im polnischen Kattowitz die UNO-Klimakonferenz im Gang. Vertreter aus rund 200 Staaten arbeiten dort konkrete Massnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimavertrags aus. Im Klimaabkommen von Paris hatten sich die Länder Ende 2015 darauf geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, wenn möglich sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen.

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48 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli (bendicht.haeberli)
    Das Geld in die Luft zu werfen, damit wird die Luft weder besser noch kühler. Das Geld müsste gezielt für Beteiligungen bei weltweiten prioritären Projekten eingesetzt werden und nicht durch Verteilen um des Gewissen zu beruhigen. Beispiele: Stilllegung von Kohlekraftwerken, Reindustrialisierung von Kleinländern und Regionen, damit der weltweite Transportwahnsinn aufhört: Alle Produkte müssen wieder dort hergestellt werden, wo sie verbraucht werden. Also bitte aufhören mit der Globalisierung.
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  • Kommentar von J Peter (kritikbuerger)
    Warum sollen diese Millionen ins Ausland. Wäre es nicht besser dieses im Inland zu investieren. Ja es gibt ein Klimawandel, der von mehreren Faktoren getrieben wird. Eine ist wir entfernen uns von einer kleinen Eiszeit, Weltbevölkerung, die wurden früher durch Krankheiten und Kriege reguliert. Das Wachstum der Bevölkerung sollte durch Familienplannung und Verhütung auch in der 3.Welt ein Thema sein. Aber solange sich Religionen sich Streuben dies zu Unterstützen gehts mit der Welt-temp aufwärts
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Diese Diskussionen sind ein Witz bei dem Wirtschaftssystem, welches nur bei exponentiellem Wachstum funktioniert. Mit diesem Wirtschaftssystem sind ökologische Bemühung höchstens kurzfristig und punktuell erfolgreich - ansonsten wird das Wachstum grundsätzlich immer über alles gestellt werden. Die Frage ist, wie viel von der Welt zerstört sein wird bis das System kracht. Oder glaubt jemand, man wird auf die Förderung fossiler Energieträger verzichten wg. des CO2, die einzig wirksame Massnahme?
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