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Die Chancen der ukrainischen Geflüchteten auf dem Arbeitsmarkt
Aus Tagesschau vom 07.04.2022.
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Krieg in der Ukraine Bund erwartet bis zu 30'000 ukrainische Geflüchtete pro Monat

Fachexperten des Bundes haben sich an einer Medienkonferenz zur aktuellen Situation der ukrainischen Geflüchteten in der Schweiz geäussert. Ein Überblick über die wichtigsten Punkte.

Rund 1000 Geflüchtete pro Tag: Pro Tag kommen in der Schweiz rund 1000 Geflüchtete aus der Ukraine an. Der Bund geht weiterhin davon aus, dass pro Monat zwischen 15'000 und 30'000 Personen Schutz in der Schweiz suchen werden. Die Reserve bei den Unterkünften habe sich derweil etwas verbessert. Während vor einer Woche noch rund 900 Betten als Reserve bereitstanden, seien es aktuell rund 2500 Betten, sagte David Keller, Leiter Krisenstab Asyl im Staatssekretariat für Migration (SEM), am Donnerstag vor den Medien.

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David Keller (SEM): «Pro Tag kommen rund 1000 Personen bei uns an»
Aus News-Clip vom 07.04.2022.
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Mittlerweile hat der Bund nach eigenen Angaben rund 26'000 Personen an die Kantone verteilt. Weil viele Geflüchtete in die Städte oder in bestimmte Kantone wollten, sei die Verteilung aber «eine Herausforderung», sagte Keller weiter. Die Last müsse solidarisch auf die Kantone verteilt werden. Deshalb befasse sich eine Arbeitsgruppe aktuell mit der Frage, wie man die faire Verteilung künftig am besten sicherstellen könne.

Über 5000 freie Plätze in Kantonen: Aktuell seien rund 5000 freie Plätze in den Kantonen vorhanden, sagte Gaby Szöllösy, Generalsekretärin der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK. Da die Situation sich aber rasch entwickle, könnten schnell neue Plätze geschaffen werden.

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Szöllösy: «Privatunterbringung ist dann besonders wertvoll, wenn sie in strukturierten Prozessen abläuft»
Aus News-Clip vom 07.04.2022.
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In Gruppenunterkünften oder Hotels seien bislang insgesamt 36'000 Bettenangebote eingegangen, erklärt Szöllösy. Auch dank Angeboten von privater Seite stünden derzeit genügend Plätze zur Verfügung.

Zudem will sich der Bund mit 3000 Franken pro Person mit Schutzstatus S an den Kosten für Sprachkurse beteiligen. Die Kantone sind laut Szöllösy grundsätzlich für diese Unterstützungsmassnahmen. Über die finanzielle Beteiligung des Bundes dürfte der Bundesrat bald definitiv entscheiden.

Wenig Anträge für Arbeitsbewilligungen: Bisher haben erst wenige ukrainische Geflüchtete aus der Ukraine eine Arbeitsstelle in der Schweiz im Visier. Die Anträge für Arbeitsbewilligungen lägen in den Kantonen bisher noch im tiefen einstelligen Bereich, sagte Nicole Hostettler, Präsidentin des Verbands Schweizerischer Arbeitsmarktbehörden (VSAA). Momentan hätten die Ukrainerinnen und Ukrainer kurz nach ihrer Ankunft noch andere Bedürfnisse. Trotzdem ist laut Hostettler ein wachsendes Informationsbedürfnis in praktisch allen Branchen erkennbar. Doch ein Trend lasse sich noch nicht erkennen.

7.5 Milliarden gesperrte Gelder: In der Schweiz wurden bisher rund 7.5 Milliarden Franken russischer Vermögenswerte auf Basis der Sanktionen gesperrt. Es handle sich um Gelder auf gesperrten Konten sowie elf Liegenschaften in vier Kantonen, sagte Erwin Bollinger, Botschafter und Leiter des Leistungsbereichs Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).

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Bollinger: «Aktuell sind rund 7.5 Milliarden Franken auf Basis der Sanktionen gegenüber Russland blockiert»
Aus News-Clip vom 07.04.2022.
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Die Schweiz habe damit so viele Gelder gesperrt, wie kaum ein anderes Land. Die Niederlande hätten 500 Millionen Euro gesperrt, andere Länder würden keine Angaben machen, erklärte Bollinger.

SRF info, 07.04.2022, 14:00 Uhr;

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55 Kommentare

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  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Liebe Community, wir bedanken uns für die rege Diskussion und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von Dennis Widmer  (dennis1996)
    Wichtig ist dass diese Menschen so schnell wie möglich eine Arbeitsstelle erhalten und die Kinder zur Schule gehen können. Nur so nehmen wir den Rechtspopulisten den Wind aus den Segeln. Die Geflüchteten können sich damn selber finanzieren und tragen sogar noch zu unserer Wirtschaftsleistung bei. Sie können dann auch zurückgebliebene Familienmitglieder unterstützen, denn die ukrainische Wirtschaft liegt am Boden.
  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Diese Orientierung von gestern fand ich gut, klar, informativ. Bin auch froh um das Aufzeigen von Schwachstellen, sowie der Hinweis, dass Krieg und Folgen lange dauern, dass es auch mittel- oder gar längerfristige Planung braucht. Bin auch froh darum, wie mein Kanton aufgestellt ist; mehr noch, wie meine Wohnortsgemeinde an der Arbeit ist. Ich wünsche uns allen einen langen Atem und ein nüchternes Denken, um die Solidarität Schritt für Schritt sorgfältig weiter leben zu können.
    1. Antwort von Andreas Morello  (Andreas Morello)
      Dem kann ich mich anschliessen. Von dem, was ich mitbekommen, meistern Bund, Kantone und Gemeinden die Herausforderungen bisher gut.

      Den Point de Presse diese Woche fand ich informativ.