Zum Inhalt springen

Header

Video
20 Jahre Haft für liberianischen Kriegsverbrecher
Aus Tagesschau vom 18.06.2021.
abspielen
Inhalt

Kriegsverbrechen in Liberia Bundesstrafgericht verurteilt liberianischen Kriegsverbrecher

  • Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hat den Liberianer Alieu Kosiah wegen Gräueltaten während des ersten Bürgerkriegs in Liberia zu 20 Jahren Haft verurteilt.
  • Der Verurteilte ist der ehemalige Kommandant der Ulimo-Rebellen aus Liberia.
  • Das Bundesstrafgericht führte zum ersten Mal einen Prozess gegen einen mutmasslichen Kriegsverbrecher.

Der 46-jährige Alieu Kosiah sah sich mit 25 Anklagen konfrontiert, darunter Tötung von Zivilisten, Vergewaltigung, Rekrutierung von Kindersoldaten und Kannibalismus.

Die universelle Gerichtsbarkeit

Box aufklappenBox zuklappen

Die Rechtsgrundlage der universellen Gerichtsbarkeit besagt, dass schwere Menschenrechtsverletzungen überall verfolgt werden können, egal, wo die Tat begangen wurde und welche Staatsangehörigkeit die Täter oder Opfer besitzen.

Weil die Schweiz alle nötigen Abkommen ratifiziert hat, ist sie gesetzlich verpflichtet, grausame Verbrechen wie Kriegsverbrechen aufzuklären.

Kosiah wurde 2014 in der Schweiz verhaftet. Ein hiesiges Gesetz aus dem Jahr 2011 erlaubt die Verfolgung von schweren Verbrechen, die überall begangen werden, unter dem Prinzip der universellen Gerichtsbarkeit.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Sinnvoll diese universelle Gerichtsbarkeit! Der Täter zu 20 Jahren verurteilt. Im 2014 verhaftet, bleiben noch 13 Jahre. Müssen diese vollständig abgesessen werden, oder besteht die Möglichkeit wegen guter Führung auf frühzeitige Entlassung? Nach Abbüssen der Strafe, wird er des Landes verwiesen? Wird er dann an sein Heimatland ausgeliefert und erwartet ihn dort ein weiterer Prozess? Ehrlich, ich würde es hoffen. Jemand wie er sollte bis an sein Lebensende eingesperrt bleiben.