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Kritische Lage in den Alpen Lawinengefahr im Wallis auf zweithöchster Stufe – die Übersicht

Viel Schnee und Sturm sorgen für eine kritische Lawinensituation in der Schweiz. Im Wallis sind Täler gesperrt und Menschen wurden evakuiert.

Zweithöchste Lawinengefahr im Wallis: Die Lawinengefahrenstufe 4 für das Wallis, die zweithöchste Warnstufe, bleibt am Mittwochmorgen bestehen, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung mitteilte. Am Dienstag galt zwischenzeitlich die höchste Warnstufe 5. Die spontane Lawinenaktivität nehme mit dem Abklingen der Schneefälle ab, wobei in der Nacht auf Mittwoch einzelne spontane Lawinen noch möglich seien, dies vor allem «am nördlichen Alpenkamm, im Wallis, im Gotthardgebiet, im nördlichen Tessin, in Nordbünden und im Unterengadin nördlich des Inns». Abseits gesicherter Pisten seien die Verhältnisse gefährlich, auch exponierte Verkehrswege seien teils gefährdet, schrieb das SLF.

Karte der Lawinengefahr in der Schweiz, Stand 18.2.2026.
Legende: SRF

Die weiteren Aussichten: Laut SRF Meteo klangen die Schneefälle in den Alpen am Dienstagabend ab. Danach war es über Nacht für ein paar Stunden trocken. In den Morgenstunden breitet sich am Mittwoch aus Westen wieder Schneefall aus, auch im Flachland sind vorübergehend winterliche Strassenverhältnisse möglich. Tagsüber steigt die Schneefallgrenze allmählich auf 800 bis 1300 Meter, nur in der Nordostschweiz bleibt sie tiefer. In den Alpen muss nicht mit mehr als 5 bis 15 Zentimetern Neuschnee gerechnet werden.

Mehrere Täler im Wallis nicht zugänglich: Nach wie vor sind viele Strassen in den Alpenregionen wegen der anhaltenden Lawinengefahr gesperrt. Besonders betroffen ist das Wallis. Im Goms ist die Strasse zwischen Niederwald und Obergesteln gesperrt. Auch die Züge der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) befahren die Strecke nicht. Der Autoverlad Furka ist noch immer eingestellt. Gesperrt sind derzeit auch die Hauptstrassen zu den Ferienorten Saas Fee und Saas Grund und Zermatt. Die Strasse ins Lötschental ist ebenfalls gesperrt. Die Strassensperrungen nach Zinal und Arolla wurden laut SRF-Verkehrsinformationen von Viasuisse wieder aufgehoben.

An diversen Orten bleiben zudem touristische Infrastrukturen geschlossen. Am Montag mussten in Orsières rund 50 Personen evakuiert werden. Auf einem Video (siehe unten) ist zu sehen, wie am Dienstag im Mattertal zwischen Täsch und Randa eine Lawine niedergeht. Eine weitere Lawine donnerte etwas später zwischen Randa und Herbriggen nieder. Die Staublawine erfasste einen Zug der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB). Der Bahnbetrieb zwischen St. Niklaus und Täsch ist eingestellt. Es gab bei beiden Lawinen keine Verletzten.

Entgleister Zug in Goppenstein: Am Montagmorgen ging bei Goppenstein VS eine Lawine nieder und führte zu einer Zugsentgleisung. Fünf Personen wurden verletzt. Die Bahnstrecke zwischen Goppenstein und Brig ist unterbrochen. Auch die Strasse nach Goppenstein ist gesperrt.

Stromausfall und Staus wegen Schneeketten

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In der Surselva und im Prättigau (beide in Graubünden) ist wegen der starken Schneefälle der Strom zeitweise ausgefallen. Mehr als 1300 Haushalte waren betroffen, schrieb das Energieunternehmen Repower am Dienstagvormittag. Die Unterbrüche hätten Minuten bis Stunden gedauert.

Zudem sorgte am Dienstag auf gewissen Strecken die eingeführte Schneekettenpflicht für Staus. Das habe etwa den Abschnitt der Brünigstrecke A8 zwischen Sarnen OW und Brienz BE betroffen, wie der Verkehrs­informations­dienst Viasuisse mitteilte.

Warum ist die Situation so kritisch? Viel Neuschnee und stürmische Winde haben im Norden und im Wallis zu grossen Mengen an Triebschnee geführt. In diesem Neu- und Triebschnee können Lawinen sehr leicht ausgelöst werden oder spontan abgehen, wie es im SLF-Bulletin hiess.

Tagesschau kompakt, 17.02.2026, 18 Uhr ; 

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