Zweithöchste Lawinengefahr im Wallis: Die Lawinengefahrenstufe 4 für das Wallis, die zweithöchste Warnstufe, bleibt am Mittwochmorgen bestehen, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung mitteilte. Am Dienstag galt zwischenzeitlich die höchste Warnstufe 5. Die spontane Lawinenaktivität nehme mit dem Abklingen der Schneefälle ab, wobei in der Nacht auf Mittwoch einzelne spontane Lawinen noch möglich seien, dies vor allem «am nördlichen Alpenkamm, im Wallis, im Gotthardgebiet, im nördlichen Tessin, in Nordbünden und im Unterengadin nördlich des Inns». Abseits gesicherter Pisten seien die Verhältnisse gefährlich, auch exponierte Verkehrswege seien teils gefährdet, schrieb das SLF.
Die weiteren Aussichten: Laut SRF Meteo klangen die Schneefälle in den Alpen am Dienstagabend ab. Danach war es über Nacht für ein paar Stunden trocken. In den Morgenstunden breitet sich am Mittwoch aus Westen wieder Schneefall aus, auch im Flachland sind vorübergehend winterliche Strassenverhältnisse möglich. Tagsüber steigt die Schneefallgrenze allmählich auf 800 bis 1300 Meter, nur in der Nordostschweiz bleibt sie tiefer. In den Alpen muss nicht mit mehr als 5 bis 15 Zentimetern Neuschnee gerechnet werden.
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Bild 1 von 20. Bei den letzten Räumungsarbeiten: Die A6 von Goppenstein nach Gampel ist wieder geöffnet. Die Lawinensituation hat sich etwas entspannt. Bildquelle: ASTRA.
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Bild 2 von 20. Im Schweizer Alpenraum schneits – und zwar ziemlich viel. (Riederalp VS, 17.2.2026). Bildquelle: Denise Feller.
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Bild 3 von 20. Am Dienstag wurde in gewissen Teilen des Wallis vorübergehend die höchste Lawinenwarnstufe 5 ausgerufen. (Ferden VS, 17.2.2026). Bildquelle: Jonas Aschilier.
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Bild 4 von 20. Die Strasse zwischen Hospental und Realp im Kanton Uri ist bis auf Weiteres wegen Lawinengefahr gesperrt. (17.2.2026). Bildquelle: KEYSTONE / Urs Flueeler.
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Bild 5 von 20. In Andermatt laufen die Räumungsarbeiten auf Hochtouren. (17.2.2026). Bildquelle: KEYSTONE / Urs Flueeler.
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Bild 6 von 20. Auch die Bahnstrecke Furka–Oberalp muss vom Schnee befreit werden. (17.2.2026). Bildquelle: Keystone / Urs Flueeler.
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Bild 7 von 20. Auch im Kanton Graubünden gab es viel Schnee. (Laax GR, 17.2.2026). Bildquelle: Estelle Hoeffleur.
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Bild 8 von 20. Manche Täler im Wallis sind von der Aussenwelt abgeschnitten, so zum Beispiel das Lötschental (Bild aus Kippel im Lötschental, 17.2.2026). Bildquelle: Stefanie Jaggi.
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Bild 9 von 20. In den Alpen sind zahlreiche Strassen wegen Lawinengefahr gesperrt. Im Bild die Strasse zur Stockgalerie in Goppenstein VS. (16.2.2026). Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider.
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Bild 10 von 20. Oberhalb der Stockgalerie ist eine Lawine niedergegangen. Sie hat auch einen Teil der Bahnstrecke verschüttet. (16.2.2026). Bildquelle: KEYSTONE / Julien Grindat.
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Bild 11 von 20. Auf der Bahnstrecke zwischen Goppenstein VS und Brig VS ist ein Zug mutmasslich wegen der Schneemassen entgleist. (16.2.2026). Bildquelle: Kantonspolizei Wallis.
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Bild 12 von 20. Schneemassen könnten kurz vor der Durchfahrt des Zuges die Gleise am Ausgang der Stockgalerie blockiert haben, hiess es von der Polizei. (16.2.2026). Bildquelle: Kantonspolizei Wallis.
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Bild 13 von 20. An Bord des Zuges waren 29 Menschen, fünf wurden verletzt. (16.2.2026). Bildquelle: Kantonspolizei Wallis.
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Bild 14 von 20. Am Bahnhof Goppenstein VS fahren derzeit keine Züge weiter nach Brig. (16.2.2026). Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider.
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Bild 15 von 20. Bahnhof Goppenstein VS: Ein Ersatzbus verkehrt im Schneegestöber. (16.2.2026). Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider.
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Bild 16 von 20. Laut SRF Meteo dürfte der Niederschlag gegen Dienstagabend nachlassen. Doch die hohe Lawinengefahr wird auf Weiteres bestehen bleiben. (16.2.2026). Bildquelle: KEYSTONE / Peter Schneider.
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Bild 17 von 20. Die Schneeräumungsfahrzeuge in den alpinen Gebieten waren am Montag gefordert, wie etwa hier auf der Taminabrücke in Valens SG. (16.2.2026). Bildquelle: KEYSTONE / Gian Ehrenzeller.
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Bild 18 von 20. Der Autoverlad Furka zwischen Realp UR und Oberwald VS ist vorübergehend eingestellt. (16.2.2026). Bildquelle: SRF.
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Bild 19 von 20. Lawinengefahr bei Davos GR. (16.2.2026). Bildquelle: Gaudenz Flury.
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Bild 20 von 20. In Orsières mussten aus Sicherheitsgründen 50 Personen evakuiert werden. (16.2.2026). Bildquelle: SRF.
Mehrere Täler im Wallis nicht zugänglich: Nach wie vor sind viele Strassen in den Alpenregionen wegen der anhaltenden Lawinengefahr gesperrt. Besonders betroffen ist das Wallis. Im Goms ist die Strasse zwischen Niederwald und Obergesteln gesperrt. Auch die Züge der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) befahren die Strecke nicht. Der Autoverlad Furka ist noch immer eingestellt. Gesperrt sind derzeit auch die Hauptstrassen zu den Ferienorten Saas Fee und Saas Grund und Zermatt. Die Strasse ins Lötschental ist ebenfalls gesperrt. Die Strassensperrungen nach Zinal und Arolla wurden laut SRF-Verkehrsinformationen von Viasuisse wieder aufgehoben.
An diversen Orten bleiben zudem touristische Infrastrukturen geschlossen. Am Montag mussten in Orsières rund 50 Personen evakuiert werden. Auf einem Video (siehe unten) ist zu sehen, wie am Dienstag im Mattertal zwischen Täsch und Randa eine Lawine niedergeht. Eine weitere Lawine donnerte etwas später zwischen Randa und Herbriggen nieder. Die Staublawine erfasste einen Zug der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB). Der Bahnbetrieb zwischen St. Niklaus und Täsch ist eingestellt. Es gab bei beiden Lawinen keine Verletzten.
Entgleister Zug in Goppenstein: Am Montagmorgen ging bei Goppenstein VS eine Lawine nieder und führte zu einer Zugsentgleisung. Fünf Personen wurden verletzt. Die Bahnstrecke zwischen Goppenstein und Brig ist unterbrochen. Auch die Strasse nach Goppenstein ist gesperrt.
Warum ist die Situation so kritisch? Viel Neuschnee und stürmische Winde haben im Norden und im Wallis zu grossen Mengen an Triebschnee geführt. In diesem Neu- und Triebschnee können Lawinen sehr leicht ausgelöst werden oder spontan abgehen, wie es im SLF-Bulletin hiess.